Politik

Grüne bieten doppelt gemischtes Doppel auf

Mit einem doppelt gemischten Doppel treten Oldenburgs Grüne zur Landtagswahl 2018 an. Die Partei nominierte Susanne Menge und Tim Harms.

Die Vorstandsmitglieder Christine Bunjes (links) und Stefanie Thiede-Moralejo (rechts) gratulieren den beiden Kandidaten Susanne Menge und Tim Harms.
Foto: Tobias Frick

Oldenburg (Michael Exner) Mit einem doppelt gemischten Doppel treten Oldenburgs Grüne zur Landtagswahl im Januar 2018 an. Ohne Gegenkandidaten und mit 29 von 31 Stimmen nominierte die Partei am Freitagabend Susanne Menge (57) und Tim Harms (22) – nicht nur die klassische Aufteilung Mann / Frau, sondern auch eine Kombination aus Erfahrung und Nachwuchs.

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Die Landtagsabgeordnete Susanne Menge zählt zu den profiliertesten Grünen der Stadt. Die Studienrätin kam schon mit 26 Jahren in den Gemeinderat von Bad Zwischenahn, war später im Ammerländer Kreistag und (nach Umzug) von 2001 bis 2006 erstmals im Oldenburger Rat. 2011 wurde sie erneut in den Rat gewählt und im rot-grünen Ratsbündnis Bürgermeisterin der Stadt Oldenburg. Amt und Mandat legte sie nach ihrem Einzug in den Landtag 2013 nieder. Die Wahl erlebte sie auf dem nach allgemeiner Einschätzung in der Zitterzone angesiedelten Platz 17 der Landesliste, der aber bei dem guten Grünen-Ergebnis mit 13,7 Prozent und 20 Sitzen gut ausreichte. Im Landtag ist sie Sprecherin der Grünen-Fraktion für Verkehr, Häfen und Schifffahrt.

Im Wahlkreis 62 Oldenburg Mitte / Süd trifft Menge auf den CDU-Durchstarter Christoph Baak und mit großer Wahrscheinlichkeit (die SPD entscheidet erst am Donnerstag) auf ihren Landtagskollegen, den SPD-Vorsitzenden Ulf Prange. Der hatte den Wahlkreis 2013 im ersten Anlauf gewonnen. Menge und Prange sind derzeit die einzigen Abgeordneten aus der Stadt Oldenburg in Hannover.

Für den Wahlkreis 63 Oldenburg Mitte / Nord nominierten die Grünen Tim Harms, einen erst 22 Jahre alten Dipl.-Finanzwirt. Er ist seit sechs Jahren Mitglied der Partei und seit einem halben Jahr im Vorstand des Stadtverbandes und Sprecher der Oldenburger Grünen Jugend. Für die CDU kandidiert in diesem Wahlkreis Esther Niewerth-Baumann, die vor fünf Jahren schon einmal angetreten war, den Kampf um das Direktmandat aber gegen den heutigen Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (SPD) verloren hatte und auf der Landesliste zu weit hinten gelandet war. Bei der SPD bewerben sich am Donnerstag drei Frauen und ein Mann um die Kandidatur.

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