Börsenverein des deutschen Buchhandels kritisiert Weimer scharf
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hält nach dem jüngsten Eklat am Buchhandlungspreis fest und kritisiert Kulturstaatsminister Wolfram Weimer scharf. „Nicht der Preis ist beschädigt, sondern der Verleihende hat sich beschädigt“, sagte Sebastian Guggolz, Vorsteher des Börsenvereins, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.
Der Preis sei unverändert wichtig für die Branche. „Der Deutsche Buchhandlungspreis ist – wie auch sein Pendant, der Verlagspreis – eine wichtige Wertschätzung der Leistung von Buchhandlungen und Verlagen für Kultur und Gesellschaft. Es wäre ein großer Rückschritt, wenn die grundsätzliche Akzeptanz für die beiden Preise schwinden würde“, sagte Guggolz weiter. „Ein Wegfall der Preise wäre zudem eine kulturpolitische Entscheidung, gegen die Stärkung der Verlags- und Buchhandelsvielfalt in Deutschland, da sie bislang die einzige Möglichkeit einer Art Förderung zu sein scheinen.“
Die Entscheidung über die Preisträger sollte „allein bei der fachkundigen Jury liegen“, sagte Guggolz dem RND. Er kritisierte Weimers Eingreifen als „intransparent“. Preisträger links und rechts der Mitte sollten hierbei selbstverständlich sein. „Mit Extremismus hat das nichts zu tun.“
dts Nachrichtenagentur
Foto: via dts Nachrichtenagentur
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1 Comment
W. Lorenzen-Pranger
11. März 2026 @ 15.31
In anderen Medien wird ja bereits spekuliert, ob Weimer nicht einfach nur gelogen hätte. Typisch für Vertreter dieser Regierung, die aus eigenen Skandalen auch schon Mal eine Beschimpfung der Konkurrenz macht – oder (fast) offensichtlich kriminelle Mitglieder mit bis zu unlauteren Mitteln schützt. Wie lange will der Bürger das alles eigentlich noch ertragen?