Erst Konzert, dann Kampftag: DGB setzt Zeichen in Oldenburg

Vergangenes Jahr feierten etliche Menschen bei „Rock gegen Rechts“ auf dem Oldenburger Schlossplatz.

Vergangenes Jahr feierten etliche Menschen bei „Rock gegen Rechts“ auf dem Oldenburger Schlossplatz.
Foto: Anja Michaeli

Oldenburg (ki/pm) Die DGB-Jugend Weser-Ems veranstaltet am Donnerstag, 30. April 2026, ab 19 Uhr das Konzert „Rock gegen Rechts“ auf dem Schloßplatz in Oldenburg. Am Freitag, 1. Mai, ruft der DGB unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ zu Aktionen zum Tag der Arbeit auf. Auf dem Rathausmarkt findet ab 11 Uhr ein politischer Brunch statt. Beide Veranstaltungen sollen nach Angaben des DGB ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Sozialabbau und Angriffe auf Arbeitnehmerrechte setzen. Bürger/innen können das Konzert kostenlos besuchen. Der DGB verbindet die Veranstaltungen mit Forderungen nach sicheren Arbeitsplätzen, fairen Arbeitsbedingungen, bezahlbarem Leben und einer starken sozialen Sicherung.

Bekannte Bands spielen auf dem Schlossplatz

„Rock gegen Rechts“ findet seit 2001 statt und feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Die DGB-Jugend stellt das Konzert unter das Motto „Klare Kante gegen Hass, Diskriminierung und Ausgrenzung“. Auf der Bühne stehen der Queer-Feministische Chor Oldenburg, Mieze, Marderschaden und Kafvka mit ihrem bekannten Song „Alle hassen Nazis“. Außerdem sollen Redner/innen und Vertreter/innen lokaler Initiativen und Organisationen sprechen.

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Rund um das Konzert kündigt die DGB-Jugend Getränke, Essensangebote sowie Informations- und Aktionsstände an. Geplant sind unter anderem das Besprühen von Jutebeuteln sowie Stände von „GoBäng!“ und „Second Bandshirt“. Der Eintritt ist frei.
Zum 1. Mai stellt der DGB die Lage von Beschäftigten in den Mittelpunkt. In der Mitteilung verweist er auf gefährdete Arbeitsplätze, Standortverlagerungen und steigende Lebenshaltungskosten. Arbeitgeber müssten in die Zukunft investieren, Arbeitsplätze sichern und sich zum Standort bekennen, heißt es darin.

Forderung: Arbeitstage sollen verkürzt werden

Der DGB wendet sich außerdem gegen eine Aufweichung des 8-Stunden-Tags. Längere Arbeitstage bedeuteten mehr Druck und weniger Planbarkeit. Der 8-Stunden-Tag schütze Gesundheit, Familien und Freizeit und bleibe deshalb eine zentrale Errungenschaft der Arbeiterbewegung.

Auch Rente, Gesundheitsversorgung und bezahlbares Wohnen gehören zu den Themen des Aufrufs. Der DGB fordert eine soziale Sicherung, die Menschen im Alter schützt, sowie eine Gesundheitsversorgung unabhängig vom Einkommen. Bei Wohnen, Energie und Lebensmitteln brauche es nach Ansicht des DGB politische Eingriffe und spürbare Entlastungen.

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