Politik

CDU zieht mit alter Führung in neue Wahlen

Die Christdemokraten der Stadt Oldenburg ziehen mit ihrer alten Führung in die kommenden Wahlen zu Bundestag und Landtag.

Die Parteispitze um Michael Eggers und Christoph Baak wurde ohne Diskussionen wiedergewählt. Der neue Vorstand (von links): Christoph Baak, Annika Eickhoff, Stephan Albani (MdB, kooptiertes Vorstandsmitglied), Petra Averbeck, Olaf Klaukien (Fraktionsvorsitzender, kooptiertes Vorstandsmitglied), Klaus Raschke, Florian Hustede, Michael Eggers, Henning Kruse, Annette Harders, Michael Schilling, Heinrich Braaf, Ingrid Sante, Eike Eichelberg, Ute Puls, Meike Beneke, Hendrik Klein.
Foto: privat

Oldenburg (Michael Exner) Die Christdemokraten der Stadt Oldenburg ziehen mit ihrer alten Führung in die kommenden Wahlen zu Bundestag und Landtag. Auf dem regulären Wahlparteitag bestätigten die Mitglieder am Donnerstagabend die Parteispitze ohne Diskussionen und Gegenkandidaturen in ihren Positionen.

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Vorsitzender des 530 Köpfe starken Kreisverbandes bleibt Michael Eggers. Der 45 Jahre alte Diplom-Kaufmann aus dem Finanzmanagement der Steinhoff-Gruppe, der kein Mandat hat und offenbar auch keines anstrebt, hatte das Amt vor zwei Jahren von Olaf Klaukien übernommen, weil der sich auf den Ratsfraktionsvorsitz konzentrieren wollte. Eggers erhielt 45 von 53 Stimmen. Mit ähnlichen Ergebnissen wiedergewählt wurde das Stellvertreter-Trio mit Bürgermeisterin Petra Averbeck (58), Christoph Baak (51) und Klaus Raschke (67). Alle drei sind Mitglieder des Rates.

Baak, der im Herbst 2014 noch als Parteiloser für die Union bei der Oberbürgermeisterwahl angetreten war, kandidiert ebenso wie die Co-Ratsfraktionsvorsitzende Esther Niewerth-Baumann bei der Landtagswahl im Januar. Die für den Erfolg Oldenburger Kandidaturen in der Regel ausschlaggebende Landesliste stellt die Niedersachsen-CDU (wie auch die zur Bundestagswahl im September) an diesem Sonnabend in Hannover auf – was am Rande des Parteitages für leichte Spannung sorgte.

Eggers stellte die Partei in knappen Worten auf organisatorische Veränderungen ein. Das zur Jahresmitte anstehende Ausscheiden von Geschäftsführer Daniel Kaszanics werde Umstrukturierungen hin zu einer „übergeordneten Lösung“ nach sich ziehen. Die Überlegungen gehen offenbar in die Richtung, dass sich mehrere Kreisverbände einen hauptamtlichen Geschäftsführer teilen; ein Modell, das die SPD seit geraumer Zeit praktiziert. Kaszanics (37), der als RCDS-Vorsitzender an der Universität einige Erfolge verbucht und sich später größere Verdienste um die Professionalisierung von Geschäftsstelle und Parteiarbeit erworben hatte, will zunächst seine berufliche Weiterbildung vorantreiben. Der Politik bleibt er dennoch erhalten. Als Sprecher übernimmt er die Medienarbeit des CDU-Landesverbandes Oldenburg.

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