Kommentar: Der große Wurf
Was die Stadt aktuell plant, könnte tatsächlich zum großen Wurf werden: Eine Gesamtstrategie für die Verkehrsentwicklung, in die sich die einzelnen Dauerbrenner der politischen Debatte wie Mosaiksteine einfügen.
Was die Stadt aktuell plant, könnte tatsächlich zum großen Wurf werden: Eine Gesamtstrategie für die Verkehrsentwicklung, in die sich die einzelnen Dauerbrenner der politischen Debatte wie Mosaiksteine einfügen.
Oldenburg hat in jüngster Zeit kein Glück mit seinem Baudezernat. Nach zwei Ein-Perioden-Gastspielen an der Spitze tritt nun Nummer 3 schon vor Ende der ersten Halbzeit die Flucht an. Stadtbaurat Sven Uhrhan verlässt die Verwaltung Ende August.
Die CDU-Ratsfraktion hat ihre Führung neu sortiert. Auf der Sitzung am Montagabend wählte die seit der Septemberwahl auf neun Mitglieder abgeschmolzene Fraktion den Parteivorsitzenden Christoph Baak auch zum Fraktionschef an der Seite der Co-Fraktionsvorsitzenden Esther Niewerth-Baumann.
Oldenburgs Christdemokraten ziehen mit einem Frauen-Duo in die Landtagswahl. Auf der Doppel-Veranstaltung nominierten sie am Mittwochabend im Etzhorner Krug Lina Köhl für den Wahlkreis 62 Mitte-Süd und Esther Niewerth-Baumann für den Wahlkreis 63 Nord-West.
Mit ihrem alten Vorsitzenden, aber stark verjüngter Führung ziehen Oldenburgs Christdemokraten in das Landtagswahljahr 2022. Der Parteitag wählte Christoph Baak mit 53 von 70 Stimmen für weitere zwei Jahre an die Spitze der nur noch knapp 500 Mitglieder starken Partei.
Von Oldenburgs Christdemokraten lernen, heißt vielleicht nicht unbedingt siegen lernen. Aber wie man einen Generationswechsel umsetzt, das könnten sich auch andere Ebenen in der Union (und nicht nur dort) genauer anschauen. Christoph Baak hat da einen guten Job gemacht.
Das Melodram um den Wechsel bei ihren Bürgermeisterinnen ist für die SPD ein Desaster, bei dessen Zustandekommen gleich mehrere Leute zusammengewirkt haben. Das war auch nötig, denn eine/r allein hätte diesen Unsinn nicht geschafft. Ein Kommentar.
Niemand wird den Ratsmitgliedern ein paar Euro mehr missgönnen. 335 Euro und 30 Euro Sitzungsgeld liegen unter Mindestlohn, und die paar Prozent Anhebung sind auf die Jahre gerechnet vermutlich gerade mal Inflationsausgleich.
Selten war es nach einer Wahl einfacher, Sieger, Gewinner und Verlierer zu sortieren. Die beiden Wahlgänge zum Amt des Oberbürgermeisters haben keine Fragen offengelassen. Sieger (davon gibt es immer nur einen) ist zweifelsfrei Amtsinhaber Jürgen Krogmann.
Oberbürgermeister Jürgen Krogmann bleibt im Amt. Der 59 Jahre alte Sozialdemokrat gewann am Sonntag die Stichwahl gegen den parteilosen Grünen-Kandidaten Daniel Fuhrhop (53) mit 54,07 zu 45,93 Prozent – bei einer Wahlbeteiligung von 60,29 Prozent.
Zwei Wochen nach der Ratswahl und der ersten Runde der Oberbürgermeisterwahl kommt am Sonntag die nächste Doppel-Wahl. Diesmal geht es in der Stichwahl um den Chefposten im Rathaus und um die Bundestagswahl.
Das Scheitern des CDU-Kandidaten Ulrich Gathmann in der ersten Runde der OB-Wahl ist für die Partei mehr als eine Niederlage, es ist ein Desaster – und zwar eines mit Ansage. Wer auch nur halbwegs im Geflecht der Politik unterwegs ist, der wusste: Das konnte nicht gutgehen.
Im Kampf um den Chefsessel im Rathaus kommt es am 26. September zur Stichwahl zwischen Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (SPD) und dem parteilosen Grünen-Kandidaten Daniel Fuhrhop. Krogmann gewann die erste Runde mit 40,92 Prozent vor Fuhrhop mit 29,91 Prozent.
Bei den Ratswahlen vom Sonntag haben die Grünen die Sozialdemokraten als führende politische Kraft im Oldenburger Rat abgelöst. Sie stellen künftig mit 16 Sitzen die stärkste Fraktion vor der SPD (15). Klarer Verlierer ist die CDU.
Es ist ein ungewöhnlicher Wahlkampf um das Oberbürgermeisteramt, der da am Sonntag (zumindest in der ersten Runde) zu Ende geht. Er war ruhig, wenn man es freundlich formulieren will, öde, wer’s gern prononcierter hat.