Politik

Wahlkampfauftakt von Bündnis 90 / Die Grünen

Zum Grünen-Wahlkampfauftakt stellten sich die Bundestagskandidaten der Region auf: Dragos Pancescu (Wesermarsch / Delmenhorst / Oldenburg-Land), Birgit Kemmer (Mittelems), Jan Haude (Landesvorsitzender der Grünen in Niedersachsen), Peter Meiwald (Oldenburg / Ammerland), Josef Diersen (Cloppenburg / Vechta), Alex von Fintel (Friesland / Wilhelmshaven / Wittmund) und Dorothea Steiner (MdB, Stadt Osnabrück).

Zum Grünen-Wahlkampfauftakt stellten sich die Bundestagskandidaten der Region auf (von links): Dragos Pancescu (Wesermarsch / Delmenhorst / Oldenburg-Land), Birgit Kemmer (Mittelems), Jan Haude (Landesvorsitzender der Grünen in Niedersachsen), Peter Meiwald (Oldenburg / Ammerland), Josef Diersen (Cloppenburg / Vechta), Alex von Fintel (Friesland / Wilhelmshaven / Wittmund) und Dorothea Steiner (MdB, Stadt Osnabrück).
Foto: Anja Michaeli

Oldenburg (am) In die heiße Wahlkampfphase geht es ab heute für die Bundestagskandidaten von Bündnis 90 / Die Grünen in der Weser-Ems Region. Von vier zentralen Veranstaltungen fand die erste in Oldenburg statt. Unter dem Motto „Zeit für den grünen Wandel“ wollen die Grünen Wähler überzeugen und die nächsten vier Jahre mit ihrer Politik Deutschland gestalten.

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Rund 100 Gäste waren der Einladung in das Gemeindezentrum von St. Stephanus in Bloherfelde gefolgt. Einige Initiativen stellten sich auf dem „Marktplatz des Engagements“ vor. Wegen der NPD im Oldenburger Stadtrat stellt die Stadtverwaltung keinen Raum für parteipolitische Veranstaltung zur Verfügung, deshalb wurde in dem kirchlichen Rahmen geredet und gefeiert.

Peter Meiwald, Grünen-Bundestagskandidat Oldenburg / Ammerland, begrüßte die Gäste. Der Grünen-Landesvorsitzende Jan Haude sagte im Rahmen seiner kurzen Rede: „Wir kämpfen für ein möglichst starkes grünes Ergebnis“. Er wolle die SPD als Bündnispartner, aber nicht immer über sie reden. Alex von Fintel, Grünen-Bundestagskandidat Friesland / Wilhelmshaven / Wittmund, zählte mit humorigem Unterton Punkte wie Energiewende, Einführung des Mindestlohns, Abschaffung der Herdprämie, Kindergrundsicherung und eine gerechtere Steuerpolitik auf. Auch die anderen Kandidaten aus Stadt Osnabrück, Weser-Marsch / Delmenhorst / Oldenburger Land, Mittelems und Cloppenburg / Vechta stellten sich vor.

Den Festvortrag hielt Prof. Dr. Friedrich Heckmann von der Hochschule Hannover zum Thema „Mobilität als Lebensprinzip? – Dürfen wir alles, was wir wollen?“. Er forderte zu einem Diskurs über politische Ethik auf, dabei bezog er sich auf die Mobilität und den auch damit zusammenhängenden Klimawandel. Man müsse ich von der Wirtschaftsgröße eines dauernden Wachstums verabschieden. Er ärgerte sich über das angebliche „europäische Märchen vom Klimawandel“, denn die katastrophalen Folgen seien bewiesen. Heckmann betonte, dass sich Individualethik nicht in einem schlechten Gewissen als Ruhekissen erschöpfe. Er appellierte an die Verantwortung aller. „Wir haben die Pflicht und Schuldigkeit uns einzubringen.“ Die Menschen dürften eben nicht alles machen, was sie wollen. „Wir müssen die Lebenschancen der Späteren erhalten.“ Heckmann empfahl den Grünenpolitikern, den Diskurs auch in ihrer Partei wieder zu beleben. Es dürften nur so viele Ressourcen verbraucht werden wie nachwachsen können und nur so viele Schadstoffe in die Umwelt gelangen, wie diese auch verkraften könne.

Für Live-Musik sorgte die Gruppe „Hier und Jazz“ sowie die Bremer Klimakünstler „Coleoptera“ für Unterhaltung mit ihrem Kabarettauftritt zum Thema Klimakatastrophe und die Folgen.

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1 Kommentar

  1. Herr_Maier
    10. August 2013 um 15.40

    „Dürfen wir alles, was wir wollen?“
    -das sagt ja schon alles, bald dürfen „WIR“ garnichts mehr.

    11 Gründe an denen man merkt das die Grünen die Wahl gewonnen haben:

    – Platz 11: Für Spielzeugpistolen wird ein Waffenschein benötigt.
    – Platz 10: Den Verkehr von Ehepaaren und gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften regelt eine 50 prozentige Quote für oben und unten.
    – Platz 9: Der Lehrplan in allgemeinbildenden Schulen wird verändert. Aus Ethik wird Grüne Heimatkunde. Neben Stricken stehen auf dem Programm: Einbetonieren auf Bahngleisen, Protestschildermalen und Verbote formulieren.
    – Platz 8: Auf Autobahnen gibt es Tempo 30-Zonen, Radwege und Zebrastreifen.
    – Platz 7: Es dürfen nur noch Eier von glücklichen Hühnern verkauft werden. Bis eine wissenschaftliche Methode entwickelt ist, das Glück von Hühnern valide zu messen, bleiben Eier verboten.
    – Platz 6: Geschirrspüler sind verboten. Abwaschen mit laufendem Wasserhahn auch. Kontrolliert wird das durch eine Sondereinheit der Wasserschutzpolizei.
    – Platz 5: Rauchen ist nur noch in Massenkäfigen am Stadtrand erlaubt.
    – Platz 4: Schwarz-Rot-Gold und der Bundesadler sind abgeschafft. Neues hoheitliches Zeichen der Bundesrepublik Deutschland ist ein Windrad auf einer Regenbogenfahne.
    – Platz 3: Für eine Tankfüllung musst du einen Kredit aufnehmen.
    – Platz 2: In Kantinen darf nur noch an Sonntagen Fleisch angeboten werden.
    – Platz 1: Claudia Roth und Jürgen Trittin sehen zufrieden aus.