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Schüler demonstrieren bundesweit gegen Wehrdienstpläne

via dts Nachrichtenagentur

In mehreren Städten in Deutschland sind am Donnerstag wieder Tausende Schüler auf die Straße gegangen, um gegen die Wehrdienstbeschlüsse der Bundesregierung zu demonstrieren.

Aufgerufen zu den Demos hat wie schon im Dezember das Bündnis „Schulstreik gegen Wehrpflicht“. Dieses hatte an Schüler appelliert, am heutigen Donnerstag nicht zur Schule zu gehen, und stattdessen „gegen die Wehrpflicht und alle Zwangsdienste“ zu streiken. Das Bündnis lehnt die Wehrdienstpläne der Bundesregierung als „erste Schritte hin zur Wiedereinführung der Wehrpflicht“ ab.

Nach Angaben des Bündnisses sind bisher bereits über 55.000 Schüler gegen die Pläne auf die Straße gegangen. Auch diesmal erhofft es sich eine ähnlich große Resonanz. Kundgebungen fanden bundesweit in vielen Städten statt. So versammelten sich etwa am Morgen in Berlin am Potsdamer Platz zahlreiche junge Menschen.

Eine Wehrpflicht gibt es bisher allerdings nicht, stattdessen schickt die Bundeswehr seit Januar an alle 18-Jährigen Briefe für einen Fragebogen. Diesen müssen Männer ausfüllen, für Frauen ist das freiwillig. Ab Mitte 2027 müssen Männer dann verpflichtend zur Musterung.

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dts Nachrichtenagentur

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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1 Kommentar

  1. Manfred Murdfield
    5. März 2026 um 11.57 — Antworten

    Das Grundgesetz erwartet und schützt ja eine „wehrhafte Demokratie“. Wenn Demonstrationen geeignet sein sollen, eine Wehrhaftigkeit in Frage zu stellen, dann steht ja wohl auch die Demokratie und eine damit verbundene Freiheit in Frage. Warum nicht, wenn es der demonstrierenden SchülerInnenschaft denn so gefällt. Aber sage keiner hinterher, er/sie hätte es nicht wissen können. Wo oder wer also ist des Pudels Kern?

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