Cäcilienbrücke: Stadt fordert Tempo vom Bund

Anfang Januar 2025 wurde mit dem Abriss der Türme der Cäcilienbrücke begonnen. Bis heute gibt es keinen sichtbaren Fortschritt. Der Neubau lässt weiterhin auf sich warten

Anfang Januar 2025 wurde mit dem Abriss der Türme der Cäcilienbrücke begonnen. Bis heute gibt es keinen sichtbaren Fortschritt. Der Neubau lässt weiterhin auf sich warten.
Foto: Sascha Stüber

Oldenburg (am/ki/pm) Die Stadt Oldenburg drängt beim Ersatzneubau der Cäcilienbrücke auf einen Baubeginn im Jahr 2026. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann hat sich deshalb an Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder gewandt. Auslöser ist nach Angaben der Stadt eine Verzögerung bei der Ausschreibung. Sie soll sich in das zweite Halbjahr verschieben, weil die Freigabe von Haushaltsmitteln des Bundes noch aussteht.

Krogmann fordert den Bund auf, die Mittel für den Neubau schneller freizugeben. Nur dann könne das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt die Ausschreibung einleiten und den angekündigten Zeitplan halten. „Eine weitere Verzögerung ist für Oldenburg nicht hinnehmbar“, erklärt Krogmann. Die Cäcilienbrücke verbindet die Innenstadt mit Osternburg und prägt den Verkehr zwischen Am Damm und Bremer Straße seit Jahren.

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Die alte Brücke wurde 2020 gesperrt und abgebaut. Eine Behelfsbrücke sichert seitdem den Weg für Fußgänger/innen und Radfahrer/innen. Der Kfz-Verkehr muss ausweichen. Das belastet andere Strecken in der Stadt. Die Stadt verweist deshalb auf die Bedeutung des Neubaus für die Erreichbarkeit der Innenstadt und für die Stadtteile südlich der Hunte.

Planung läuft seit Jahren

Das Planfeststellungsverfahren für den Ersatzneubau ist abgeschlossen. Den Planfeststellungsbeschluss erließ die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt im März 2023. Vorbereitende Arbeiten liefen bereits. Dazu gehörte der Rückbau der Brückentürme, der nach Angaben der Stadt bis August 2025 abgeschlossen wurde.

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt hatte zuletzt am Ziel festgehalten, die neue Brücke bis 2028 fertigzustellen. Dies bekräftigte Amtsleiter Torsten Stengel im September 2025 in einem Schreiben an Krogmann. Die Stadt sieht diesen Zeitplan nun gefährdet, falls die Ausschreibung erst später startet. „Jeder Monat Stillstand bedeutet eine weitere Belastung für Bürgerinnen und Bürger der Stadt Oldenburg“, sagt Krogmann.

Weitere Baustellen erhöhen den Druck

Die Stadt verweist auch auf weitere geplante Infrastrukturmaßnahmen in Oldenburg. Dazu zählen die Ersatzneubauten der Eisenbahnklappbrücke über die Hunte und der Pferdemarktbrücke. Verzögert sich die Cäcilienbrücke weiter, könnten sich Belastungen im Verkehr überlagern. Krogmann fordert deshalb, dass der Bund die Voraussetzungen für den Baubeginn 2026 schafft.

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