Politik

OB-Wahl: SPD nominiert Jürgen Krogmann

Jürgen Krogmann (links) möchte Oberbürgermeister von Oldenburg werden. Unterstützt wird er vom niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil.
Foto: Jutta Bohne

Oldenburg (zb) Mit 94,4 Prozent ist Jürgen Krogmann zum Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl in Oldenburg nominiert worden. Von 179 Stimmberechtigten votierten 169 für den SPD-Landtagsabgeordneten und Oldenburger SPD-Vorsitzenden.

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Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, der zuvor Oberbürgermeister von Hannover war, sprach sich auf der Nominierungsversammlung am Donnerstagabend für den 50-Jährigen aus, weil er alle Voraussetzungen für dieses Amt mitbringen würde. Der gelernte Journalist war von 1993 bis 2006 Sprecher der Stadt Oldenburg und wurde nach der Wahl des heutigen Oldenburger Oberbürgermeisters Dr. Gerd Schwandner von dieser Position enthoben. Krogmann bekam eine Stabsstelle im Baudezernat. Dort blieb er nicht lange, weil er erfolgreich für den Niedersächsischen Landtag kandidierte und ihm bis heute angehört.

Sollte Krogmann die Oberbürgermeisterwahl gewinnen, versprach er, mehr Leidenschaft für die Stadt und stärker auf die Oldenburger zuzugehen und spielte damit auf den amtieren Oberbürgermeister an. Während für die SPD der OB-Kandidat feststeht, sind Grüne und CDU noch immer auf der Suche nach einem geeigneten Kandidaten. Wiederholt heißt es seit Wochen, man sei in Gesprächen. Konkrete Aussagen gibt es dazu bislang nicht.

Das ist auch der grund, weshalb Grüne und CDU im Oldenburger Stadtrat dafür gesorgt haben, dass die OB-Wahl in Oldenburg erst am 28. September stattfindet. Sie brauchen Zeit. Die SPD hatte dafür plädiert, die OB-Wahl zusammen mit der Europawahl im Mai abzuhalten. Doch dafür fand sich keine Mehrheit. Auch die Argumente, dass bei einer Zusammenlegung der Wahlen mehr Menschen an die Urnen gehen würden und zudem Geld in Höhe von rund 50.000 Euro gespart werden könnten, überzeugten Grüne und CDU nicht. Die Amtszeit des amtierenden Stadtoberhauptes Schwandner endet im Oktober.

Der neue Oldenburger Oberbürgermeister wird ausnahmsweise für sieben Jahre gewählt. Das ist der neuen Kommunalverfassung geschuldet, die die rot-grüne Landesregierung verabschiedet hat. Oberbürgermeister sind wieder fünf statt acht Jahre im Amt. Der Stadtrat wird 2016 neu gewählt, so dass dann im Jahr 2021 der Oberbürgermeister und der Stadtrat wieder parallel gewählt werden.

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