Oldenburg

Stadt eröffnet Kinder- und Jugendbüro

Britta Unfried, Klaus Kieckbusch und Sabine Herrmann freuen sich, dass sie jetzt eine Anlaufstelle für die Projektbeteiligungen für Kinder und Jugendliche bieten können.

Britta Unfried, Klaus Kieckbusch und Sabine Herrmann (von links) freuen sich, dass sie jetzt eine Anlaufstelle für die Projektbeteiligungen für Kinder und Jugendliche bieten können.
Foto: Anja Michaeli

Oldenburg (am) Als zentrale Stelle für Projekte an denen Kinder- und Jugendliche beteiligt sind, wird am heutigen Freitag, 7. Juni, das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Oldenburg im Haus der Jugend, Alexanderstraße 65 eröffnet. Ab kommender Woche sind die Sozialpädagoginnen Britta Unfried und Sabine Herrmann dort dienstags und donnerstags von 14 bis 17 Uhr zu erreichen.

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Der Jugendhilfeausschuss hatte in seiner Sitzung am 18. Juli beschlossen, dass die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen durch die Schaffung eines Kinder- und Jugendbüros gesichert werden soll. „Das Büro konnten wir mit der Unterstützung aller Ratsfraktion und die des Oberbürgermeisters realisieren“, freut sich Klaus Kieckbusch, Stadtjugendpfleger und Fachdienstleiter Jugend und Gemeinwesenarbeit der Stadt Oldenburg, „damit werden in der Stadtverwaltung verbindliche Strukturen geschaffen“. Und Kieckbusch erklärt weiter: „Kinder und Jugendliche haben tolle Ideen, andere Ideen als Erwachsene in die Projekte einbringen können. Sie wollen ernst genommen und verantwortlich beteiligt werden“. Die frühe Einbindung in sie betreffende Bereiche sei ein erster Schritt zu einem ausgeprägterem Demokratiebewusstsein.

Vorausgegangen waren Projekte wie „Kreyenbrück-Nord“ und „Donnerschwee wird freizeitfit“. Beteiligt wurden Kinder und Jugendliche bei der Gestaltung von Spielplätzen wie an der Dr.-Virchow-Straße, der in dieser Woche eingeweiht wurde. Vier weitere Spielplätze sind in Arbeit, eine Skateanlage in Eversten ist in der Endbauphase. Es habe in Kreyenbrück ein Aktionstag stattgefunden, an dem 63 Kinder im Alter von neun bis 13 Jahren teilgenommen haben. Alleine aus ihren Verbesserungsvorschlägen seien zwei dicke Ordner entstanden, berichtet die Sozialpädagogin Sabine Herrmann. 20 Schüler der BBS3 haben zudem einen Stadtteilführer für Kreyenbrück erstellt, der in Kürze veröffentlicht wird. In Donnerschwee hätten Kinder und Jugendliche im Rahmen einer Zukunftswerkstatt Modelle von Spielplätzen nach ihren Wünschen gebaut. Wichtig seien konkrete Ziele und eine schnelle Umsetzung, damit die Kinder erleben, was aus ihren Ideen wird, betont Herrmann. Ihre Kollegin Britta Unfried wird zurzeit zur Moderatorin für Kinder- und Jugendbeteiligung ausgebildet. Sie weiß: „Kinder und Jugendliche sind die Experten ihrer Umwelt“. Deshalb freuen sich die beiden auf zukünftige Projekte. „Wir wollen auch in die Sozialräume gehen und vor Ort sein“, planen die beiden Sozialpädagoginnen.

An das Kinder- und Jugendbüro kann sich grundsätzlich jeder wenden: Kinder und Jugendliche, Ämter oder Vereine mit Ideen für Projekte. Für das nächste Halbjahr sind Beteiligungsaktionen zur Umgestaltung eines Schulhofes, eines Spielplatzes und die Erstellung eines Kinder- und Jugendförderplans für die Stadt Oldenburg vorgesehen.

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