Oldenburg (pm) – Ein hochaggressiver 30-Jähriger hat am Dienstagabend am Oldenburger Hauptbahnhof randaliert und mehrere Bundespolizisten verletzt. Der offensichtlich unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln stehende Mann hatte zuvor einige Bahnreisende im Bahnhofsbereich massiv belästigt.

Unter anderem hatte der polizeibekannte Mann eine 15-Jährige mehrfach versucht anzufassen und mitzuziehen. Die völlig verängstigte junge Frau flüchtete daraufhin in den Service-Point der DB AG in der Bahnhofshalle. Hinzugerufene Bundespolizisten konnten den Mann kurz danach im Bahnhofsbereich stellen und entsprechende strafrechtliche Maßnahmen einleiten. Dem Mann wurde ein Platzverweis erteilt.

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Bereits wenig später trat der 30-jährige Mann erneut in Erscheinung, Reisende wurden verbal und teilweise körperlich unter anderem durch „Schubsen“ angegangen. Trotz aller Versuche ließ sich der immer aggressiver werdende kongolesische Staatsangehörige überhaupt nicht beruhigen. Im weiteren Verlauf wehrte sich der 30-Jährige weiterhin erheblich gegen die polizeilichen Maßnahmen. Vor Ort eingesetzte Bundespolizisten wurden durch den in Oldenburg wohnhaften Mann getreten und geschlagen.

Zu diesem Zeitpunkt wurde zunächst kein Beamter verletzt. Nur durch Unterstützung von zwei Mitarbeitern der DB Sicherheit AG konnte der Mann der Polizeiwache zugeführt werden. Der Mann musste dann zunächst im Gewahrsamsbereich fixiert werden, anschließend wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Nachdem der 30-Jährige wieder in der Polizeizelle eingeschlossen werden sollte, konnte sich der Mann losreißen, Beamte attackieren und in den Flur der Dienststelle fliehen. Neben angesetzten Polizeigriffen zeigte ein Pfefferspray- und Schlagstockeinsatz bei dem Mann keine Wirkung.

Schließlich gelang dem 30-Jährigen sogar die Flucht durch ein Fenster eines Büros. Das Büro wurde dabei nicht unerheblich beschädigt. Verständigte Kräfte der Landespolizei konnten den Mann wenig später im Bahnhofsbereich festnehmen. Der Mann wurde schlussendlich in eine Fachklinik zwangseingewiesen.

Vier Beamte der Bundespolizei mussten noch in der Nacht ihren Dienst abbrechen und sich in ärztliche Behandlung begeben. Zwei Beamte und auch der Polizeiarzt wurden durch den Einsatz von Pfefferspray verletzt. Eine Beamtin erlitt Prellungen am Rücken und Kopf sowie Abschürfungen an Armen, Ellenbogen und Handgelenken. Ein weiterer Beamter erlitt eine Schnittverletzung in der Handinnenfläche. Diese musste genäht werden. Umfangreiche strafrechtliche Ermittlungen unter anderem wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Nötigung und Sachbeschädigung wurden gegen Mann eingeleitet.

Mögliche weitere Zeugen oder Geschädigte werden gebeten, sich mit der Bundespolizei Oldenburg telefonisch unter 04 41 / 21 83 80 in Verbindung zu setzen.

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8 Kommentare

  1. Hiro Shima
    9. Dezember 2015 um 16.41

    Ein Oldenburger mit kongolesischen Wurzeln. Was hat den Mitbürger so wütend gemacht? War es zu wenig Toleranz und Solidarität? Wurde er von der Mehrheitsgesellschaft ausgegrenzt? Ich hoffe diese Fragen werden von den Experten noch beantwortet. Danke

    • Malcolm Aleskerli
      9. Dezember 2015 um 21.52

      Ja genau den Mitbürger … selbst Bürger der Stadt müssen unter mutmaßlichem Alkohol- bzw. Drogeneinfluss damit rechnen, des Platzes verwiesen zu werden, wenn sie sich nicht an die Hausordnung halten. Dieser Mensch war anscheinend nicht „Herr seiner Sinne“ – mit wütend sein mag, das nichts zu tun haben. Ein Mensch der berauschende Mittel zu sich genommen hat – nimmt – mag sich vorher bewußt gewesen sein, das er unter diesen ein ganz „Anderer“ ist. Das darf jedoch kein „Freibrief“ dafür sein, andere Menschen in welcher Form auch immer anzugehen. In diesem Fall bedarf es wohl kaum einer Beantwortung durch Experten! Danke …

  2. Ich
    12. Dezember 2015 um 0.47

    Toleranz wofür?! Menschen, die es tolerieren (und dieses auch noch von der Mehrheit erwarten), dass dieser Mann Minderjährige belästigt, sowie andere Beteligte verletzt, haben den Ausschluss aus der Gesellschaft nicht anders verdient!

    • Malcolm Aleskerli
      17. Dezember 2015 um 23.54

      Danke kurz und knapp die passenden Worte gefunden!

      • Monigue
        23. Dezember 2015 um 12.38

        Männer die Minderjährige belästigen oder auch nur anlabern und es dann auf das Mädchen schieben,ist das Letzte finde ich denn dann hat dieser Mann echt keine Eier in der Hose..man nennt das auch pädophil.

        • Werner Lorenzen-Pranger
          23. Dezember 2015 um 15.37

          Pädpphil ist jemand, der sich an kleine Kinder heran macht. 15-jährige sind wohl kaum mehr kleine Kinder und wirken durch Mode und Schminke oft auch viel älter.

  3. Monigue
    23. Dezember 2015 um 12.34

    Komme nicht aus Oldenburg,aber wenn doch herbe Nachrichten passieren sollte man nicht faken und einen verarschen und extra was falsches posten mit Schiesserei

  4. elvis
    26. Dezember 2015 um 23.45

    liebe Monique, Du sprichst mir aus der Seele. Das geht GAR nicht!