Oldenburg

Oldenburger Finanzamt droht der Abriss

Das Gebäude des Oldenburger Finanzamtes muss abgerissen werden.

Das Gebäude des Finanzamtes muss abgerissen werden.
Foto: Anja Michaeli

Oldenburg (zb) – Dem Finanzamt Oldenburg droht der Abriss. Eine Sanierung des 40 Jahre alten Gebäudes sei zu teuer, weshalb jetzt nach adäquaten Lösungen gesucht werde, heißt es auf Nachfrage aus dem Niedersächsischen Finanzministerium. Für 300 Mitarbeiter wird zurzeit eine neue Bleibe gesucht, weil das Gebäude zu marode ist. Das ergaben die vorsorglichen Sicherungsmaßnahmen an der Fassade des Finanzamts.

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Doch was wird aus dem jetzigen Gebäude? „Vor dem Hintergrund dieser unkalkulierbaren Risiken wird von einer Sanierung des Gebäudes abgesehen“, sagt Kai Bernhardt, Sprecher des Niedersächsischen Finanzministeriums. „Jede Sanierung wäre vor allem mit einem hohen und nicht abschätzbaren Risiko verbunden.“ Das ist auch der Grund, warum das Ministerium nicht sagen kann, was eine Sanierung tatsächlich kosten würde. Ein Neubau wird auch deshalb favorisiert, weil er neueste ökologische und energetische Standards erfüllen würde.

Jetzt würden sämtliche Erkenntnisse verwaltungstechnisch aufbereitet, um zeitnah eine Entscheidung treffen zu können, erklärte Bernhardt. Doch das ist eher eine Formsache. Ob das Gebäude neben dem Pferdemarkt abgerissen wird und an gleicher exponierter Stelle direkt in der Innenstadt ein Neubau entsteht oder das Grundstück veräußert und andernorts gebaut wird, ist nicht entschieden. Alle denkbaren Möglichkeiten würden derzeit erörtert, erklärte der Sprecher weiter, der darauf hinweist, dass auch schon Gespräche mit der Stadt Oldenburg geführt werden. Ohne das abschließende Konzepte vorliegen, geht das Finanzministerium von Baukosten in Höhe von deutlich mehr als 25 Millionen Euro aus.

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