Wirtschaft

Anhebung der Vergnügungssteuer ist überzogen

Die Oldenburgische IHK findet den Beschluss, die Vergnügungssteuer für den Betrieb von Spielautomaten auf 20 Prozent, zu übertrieben.

Die Oldenburgische IHK findet den Beschluss, die Vergnügungssteuer für den Betrieb von Spielautomaten auf 20 Prozent, zu übertrieben.
Foto: Uwe Steinbrich / pixelio.de

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Oldenburg (pm) – Die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer (IHK) kritisiert den Beschluss der Stadt Oldenburg, die Vergnügungssteuer für den Betrieb von Spielautomaten von 15 auf 20 Prozent zu erhöhen. „Diese drastische Steuererhöhung ist für viele Betriebe wirtschaftlich nicht tragbar. Es kann nicht Aufgabe der kommunalen Steuerpolitik sein, Unternehmen durch hohe Steuersätze die Geschäftsgrundlage zu entziehen“, meint Björn Schaeper, IHK-Geschäftsführer für Wirtschaftspolitik.

Betroffene Unternehmen nähmen die deutlichen Steuererhöhungen in kurzen Abständen – 2008 auf zwölf Prozent, 2011 auf 15 Prozent – als Steuerwillkür wahr, die ihnen keinerlei Planungs- und Investitionssicherheit gibt und Arbeitsplätze kostet. Geänderte gesetzliche Rahmenbedingungen wie Glücksspielstaatsänderungsvertrag und neue Spielverordnung würden die Branche bereits hart treffen und zukünftig zu einem Rückgang von Spielhallen und -automaten führen.

„Die Steuererhöhung trifft auch viele Gastronomiebetriebe, die auf Umsätze aus den Spielgeräten angewiesen sind. Nützen wird sie hingegen illegalen Glücksspielanbietern in Hinterzimmern und im Internet. Staatliche Kontrolle, Jugendschutz und Steuereinnahmen bleiben dann auf der Strecke“, gibt Schaeper zu bedenken.

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1 Kommentar

  1. Michael Reins
    18. Dezember 2014 um 13.52

    Das kommt dabei heraus wenn Personen entscheiden, die nie in der freien Wirtschaft gearbeitet haben.
    Dem Rat und der Verwaltung scheint zu großen Teilen vollkommen egal zu sein, das Mitarbeiter dieser betroffenen Unternehmen dann ohne Arbeit dastehen (so wie es ihnen ja schon in einem anderen Fall völlig egal ist).

    Würde man nicht so viel Finanzmittel verplempern und tatsächlich wirtschaftlich arbeiten, müßte man auch nicht ständig die Steuern erhöhen. Mich würde doch tatsächlich mal interessieren welche Quelle sie dann anzapfen wollen, wenn diese Spielstätten schließen müssen…
    Man scheint nicht in der Lage zu sein, etwas weiter in die Zukunft zu schauen – traurig für einen Personenkreis, der für uns Bürger Entscheidungen treffen sollen, die uns nützen statt schaden.