Politik

Bessere Luft durch Stadtteilbahnhöfe und Shuttlebusse

Ob der stillgelegte Stadtteilbahnhof Osternburg Teil einer Stadtbahnlinie werden kann, soll geprüft werden.

Ob der stillgelegte Stadtteilbahnhof Osternburg Teil einer Stadtbahnlinie werden kann, soll geprüft werden. Weitere Haltepunkte könnten in Ofenerdiek und Krusenbusch sein. Der Haltepunkt Wechloy wurde 2015 eingeweiht.
Foto: Christian Kruse

Oldenburg (am/pm) Die Aktivierung der Stadtteilbahnhöfe könnte ein weiterer Baustein für eine bessere Luftqualität in Oldenburg sein. Ob die Idee zu realisieren ist, möchte die SPD-Fraktion von der Stadtverwaltung prüfen lassen. Ein neues Park-and-Ride System und eine attraktivere Tarifstruktur für den Busverkehr sollen ebenfalls im Ausschuss für Stadtgrün, Umwelt und Klima und im Verkehrsausschuss thematisiert werden.

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Reaktivierung der Stadtteilbahnhöfe

Ziel der beiden Prüfaufträge ist die Entlastung der Innenstadt vom motorisierten Individualverkehr und damit eine Reduzierung der Schadstoffe in der Luft. Ob die Stadtteilbahnhöfe als Teil einer Stadtbahnlinie wiederbelebt werden können, liegt schlussendlich am Finanzbedarf. Deshalb soll mit dem Land Niedersachsen und dem Bund über Fördermöglichkeiten gesprochen werden. Zur Steigerung der Attraktivität des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) gehöre nicht nur die bessere Taktung der Busse, so die SPD-Fraktion. Es sei durchaus vorstellbar, die ehemaligen Stadtteilbahnhöfe zu reaktivieren. Grundlage sei ein Konzept der Bürgerinitiative IBO, die sich dem Kampf gegen den Bahnlärm verschrieben hat.

„Es ist uns durchaus bewusst, dass eine derartige Maßnahme nicht kurzfristig umgesetzt werden kann“, schreiben die SPD-Ratsleute Margrit Conty und Renke Meerbothe. Gerade deshalb sei es wichtig, zeitnah in eine Projektplanung einzusteigen, um Ergebnisse, die auch im Zusammenhang mit der Luftreinhalteplanung zu sehen sind, vorzeigen zu können.

Park-and-Ride System

Mit dem Ziel den Innenstadtverkehr zu entlasten, fragt die SPD-Fraktion, ob Stadtrandparkplätze mit einer guten Busanbindung verknüpft werden und die ÖPNV-Tarife neu gestaltet werden können. Die Belastungen von rund 40.000 Pendlern, die täglich in die Stadt kommen, müssten auf die Dauer vermieden werden. Vorstellbar sei ein Pilotprojekt mit ein oder zwei Stadtrandparkplätzen an Hauptstraßen, die an ein Shuttlebusnetz angegliedert werden würden. Der Transfer in die Innenstadt müsse kostengünstig sein. „Im Hinblick auf die Attraktivitätssteigerung des ÖPNV ist auch grundsätzlich über eine Anpassung der Tarifstrukturen nachzudenken“, so die SPD-Fraktion. Es könne nicht sein, dass es günstiger ist, mit dem Pkw in die Stadt zu fahren, als es mit dem ÖPNV möglich ist. So würde das Umsteigen vom Pkw auf den ÖPNV nicht gefördert.

Der Ausschuss für Stadtgrün, Umwelt und Klima tagt am Donnerstag, 12. April, im Alten Rathaus, der Verkehrsausschuss am Montag, 16. April, im Technischen Rathaus.

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