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Frei verteidigt Rückkehr zur Krankmeldepflicht ab erstem Tag

via dts Nachrichtenagentur

Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU) hat die geplante Rückkehr zur Krankmeldepflicht ab dem ersten Krankheitstag verteidigt. Er wies auf angebliche auffällige Häufungen von Fehltagen zu Wochenbeginn und Wochenende hin.

„Also ich gehe zunächst einmal davon aus, dass jeder, der nicht zur Arbeit kommt, auch krank ist“, sagte Frei am Freitag den Sendern RTL und ntv. „Aber Fakt ist eben auch, dass die Zahl der Krankheitstage in Deutschland etwa doppelt so hoch ist wie in Frankreich, dass sie in den vergangenen Jahren massiv angestiegen ist. Und deswegen kommt es darauf an, dass das auch von Ärzten, die die Patienten kennen, testiert wird.“

Auf die Frage, ob er Schätzungen oder Berechnungen dazu habe, wie viele Menschen ohne Krankheit zu Hause blieben und dadurch Arbeitskraft verloren gehe, antwortete Frei: „Darüber will ich nicht spekulieren. Das wäre glaube ich auch der Sache nicht gerecht werdend. Aber Fakt ist eben, dass wir insbesondere zu Wochenstart und Wochenende besonders viele Krankheitstage haben. Das kann man, meine ich, nicht medizinisch erklären.“ Warnungen von Hausärzten vor überfüllten Praxen wies Frei zurück. Die Situation sei eine, „mit der die Hausärzte in der Vergangenheit ja sehr gut zurechtgekommen sind“. Bei Problemen gebe es „immer auch die Chance zur Nachsteuerung“.

Die Pläne müsse man jetzt gesetzgeberisch umsetzen und dafür eine pragmatische Lösung finden. In vielen Bereichen gebe es zudem Lösungen, bei denen Tarifpartnern und Unternehmen viele Spielräume gelassen würden. „Uns geht es darum, dass diejenigen, die krank sind, das vom Arzt auch testiert haben. Ich glaube, das ist nicht zu viel verlangt“, so Frei.

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dts Nachrichtenagentur

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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2 Kommentare

  1. matze
    3. Juli 2026 um 19.48 — Antworten

    Eins habe ich noch vergessen: Wenn jetzt jeder frisch Kranke mit seiner möglicherweise ansteckenden Krankheit am Montag beim Arzt persönlich zu erscheinen hat stellt er einen hervorragenden Multiplikator dar.
    Kann doch nicht gewollt sein oder?

  2. matze
    3. Juli 2026 um 19.26 — Antworten

    1.Meiner Ansicht nach ist es nicht Aufgabe des Gesetzgebers in solch diskriminierender Weise zu handeln, bzw. überhaupt zu handeln.
    2. Lt. Herrn Frei gibt es auch keine statistischen Daten, die auf eine Häufung von Krankmeldungen an Montagen hinweisen. Und wenn es so wäre? Schließlich kann die Erkrankung bereits Freitag am Abend begonnen haben.
    3.Hier werden Arbeitnehmer und Angestellte als Drückeberger und Simulanten hingestellt.
    4. Wer hinterfragt denn die Arbeitgeber? Kann es nicht sein, dass es auch in deren Kreisen Typen gibt, die ihre Angestellten knechten, versklaven oder wie Leibeigene behandeln?
    Mein Berufsleben ist inzwischen beendet und ich bin froh darüber. Ich habe viele Arbeitgeber kennengelernt, u.a. auch die“Öffentliche Hand“.
    Ich kann dazu sagen, dass der Krankenstand dort mit Abstand am höchsten war.
    Die Entwicklung der Arbeitsverhältnisse ist in den letzten10 bis 15 Jahren immer unfairer geworden, auf beiden Seiten.
    Das ist ein gesellschaftspolitisches Thema. Die Krankenscheindebatte wird dem nicht gerecht.

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