Oldenburg

Oldenburger mögen Wildblumen

Mehr als 400 Anregungen für Wildblumenwiesen- und Blühstreifen-Flächen sind beim Fachdienst Stadtgrün der Stadt Oldenburg eingegangen.

Zwölf Flächen für Wildblumenwiesen sind in die engere Wahl gekommen.
Foto: Stadt Oldenburg

Oldenburg (am/pm) Die Stadt Oldenburg hatte ihre Bürgerinnen und Bürger im Juli um Vorschläge gebeten, auf welchen Flächen Wildblumenwiesen und Blühstreifen für Insekten angelegt werden sollten. „Die Resonanz war riesig“, teilt die Stadtverwaltung mit. Mehr als 400 Anregungen sind beim Fachdienst Stadtgrün eingegangen, zwölf könnten realisiert werden. Die ersten Wildblumenstandorte sollen – über das Stadtgebiet verteilt – im Frühjahr 2019 angelegt werden.

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Ziel ist es, verschiedenartige Flächen für Insekten zu schaffen. Je nach Lage der Bereiche sollen für die Wildblumenwiesen regionales Saatgut oder angepasste Blumenmischungen verwendet werden. Ansaaten an weiteren Stellen sollen dann im Frühjahr 2020 folgen. Zurzeit werden keine weiteren Standortvorschläge benötigt, weil nun eine umfangreiche Liste vorliegt.

„Wir bedanken uns für das große Engagement. Schön, dass sich viele Menschen für ihre Umwelt interessieren und auch in ihrer Stadt etwas tun möchten, um dem Insektensterben und einem weiteren Artenrückgang entgegenzuwirken“, freut sich Fachdienstleiter Christoph Winterhalter. Durch die Fülle an Vorschlägen habe es etwas gedauert, alle Flächen zu sichten und geeignete Bereiche herauszusuchen. Viele unterschiedliche Vorgaben und Ansprüche mussten dabei berücksichtigt werden. Am wichtigsten war zunächst die Eigentumsfrage. Nur Flächen, die auch im städtischen Eigentum sind, kamen in Frage. Weiterhin waren für die vorgeschlagenen Bereiche die jeweiligen Standortbedingungen, die jetzige Nutzung, anfallende Anlagekosten und zukünftiger Pflegeaufwand abzuwägen. Neben Flächen für Wildblumenwiesen wurden Blühstreifen oder Bienenweidenflächen vorgeschlagen. Deshalb wurde die Aufgabenstellung erweitert und geeignete Flächen herausgefiltert.

Da die Abstimmung zwischen den beteiligten Fachdiensten der Stadt Oldenburg noch läuft, werden die konkreten Flächen für eine Umsetzung im Frühjahr 2019 gesondert bekanntgegeben. In die nähere Auswahl sind zwölf Flächen gekommen, die zurzeit weiter geprüft werden. Ganz vorne dabei: Bereiche am Kennedyteich und Bloherfelder Wasserzug wurden besonders oft genannt. Daher sollen hier ganz sicher Wildblumenwiesen angelegt werden.

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2 Kommentare

  1. uwe abeln
    15. Oktober 2018 um 21.25

    klingt schonmal nach was .. allerdings sind nicht nur die wildblumen ein Thema auch wildsträucher die wichtig sind für vögel und Insekten… wie bringt ihr den leuten denn was bei wildblumen im garten oder auf städtische flächen zu machen.. ich habe schon eine städtische fläche bepflanzt würde daher noch mehr machen da viele ältere leute das nicht verstehen, da sie nur den englischen rasen im kopf haben… wünsche um rückmeldung

    • W. Lorenzen-Pranger
      19. Oktober 2018 um 10.11

      Also… Ich bin ein „älterer Leut“ – oder „Lloyd“? (Lächel)
      Ich verstehe sehr gut, um was es in Sachen Garten usw, geht, denke ich. Schon wegen der Empfehlung, Laub liegen zu lassen und das Gras zum Herbst / Winter nicht zu kurz zu halten, lasse ich den Garten jetzt ruhen. Ich hoffe, die Insekten danken es mir. Ein Strauch- und Grasschnitt- plus Laubhaufen in einer Ecke ist eine sichere Unterkunft für die Igel. Ganz offensichtlich wird das auch angenommen.
      Aber, ich habe Nachbarn, die das noch nicht mitbekommen haben und die meinen Garten furchtbar unordentlich finden. Tja, Pech gehabt, die Natur ist mir lieber – und den Boden vergiften und die Hecken endgültig beseitigen, in dem man schon fast den öffentlichen Weg mitpflügt, das macht ja der Bauer auf seinem Feld ein paar Schritte weiter schon. Der ist allerdings gar nicht so alt, höchstens fünfzig. Bei dem ist dann wirklich fast alles tot…
      Übrigens. Vogelhäuschen und Körner nicht vergessen – und wenn man ganz gut zu denen sein will, mal im Angelladen ein paar Maden oder Mehlwürmer mitbrigen, dann ist da eine Riesen-Party angesagt. Soll man spätestens im Oktober beginnen, damit die schon mal wissen, wo es was gibt.