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Lesung: Ein Wunderhorn für die Königin

Der Historiker Jörgen Bracker hat sich auf eine Spurensuche nach der Geschichte des Oldenburger Wunderhorns begeben.

Die Kopie des Wunderhorns, die sich im Museum für Hamburgische Geschichte befindet.
Foto: Christian Kaiser

Oldenburg (am/pm) Das „Oldenburger Horn“ hat über Jahrhunderte Wissenschaftler und Kuratoren beschäftigt. Welche Funktion hatte es einst? Wovon mochten die zahlreichen, fein ziselierten Figuren auf dem Horn berichten? Und wie und warum gelang es nach Oldenburg? Der Historiker und Autor Jörgen Bracker hat sich auf eine akribische Spurensuche begeben. Das Ergebnis stellt er am Dienstag, 30. Mai, 19 Uhr im Oldenburger Schloss vor.

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Die Deutung der gefunden Spuren in „Ein Wunderhorn für die Königin – Goldenes Symbol eines Triumphes“ zeigt, dass die vielen kleinen Figuren auf dem Oldenburger Wunderhorn die Lebensgeschichte Königin Margaretes I. von Dänemark (1375-1412) und vom Wiederaufstieg ihres Reiches zur nordischen Großmacht erzählen. Der Tatenbericht auf dem Trinkhorn stellt dar, dass die Königin sich zur Vertreibung ihrer hanseatischen Feinde aus den Schlössern und Burgen Schonens der nordseeländischen Piraten bedienen musste. Die fein gearbeitete Darstellung in Gold und Silber gipfelt schließlich in ihrem größten Triumph, der Vereinigung der drei skandinavischen Königreiche unter dänischer Führung.

Lesung

Die Lesung findet am Dienstag, 30. Mai um 19 Uhr in der Ovalen Bibliothek im Oldenburger Schloss statt. Der Eintritt beträgt 5 Euro. Anlässlich der Lesung wird die Wunderhorn-Kopie des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg aus der Vitrine für eine Betrachtung genommen.

Jörgen Bracker

Dr. Jörgen Bracker, Jahrgang 1936, hat nach seiner Promotion an der Universität Münster als Kustos und Oberkustos am Römisch-Germanischen Museum in Köln gearbeitet. Von 1976 bis 2001 war er Direktor und Professor des Museums für Hamburgische Geschichte ebendort. Seine ureigenste Leidenschaft aber blieb die Beschäftigung mit dem Mittelalter. Bracker hat zahlreiche wissenschaftliche Artikel in Zeitschriften, Museumskataloge und Sachbücher zur Geschichte Hamburgs und der Hanse publiziert. Nach seiner Pensionierung schrieb er historische Romane: „Zeelander, der Störtebekerroman“, „Die Reliquien von Lissabon, Störtebekers Vermächtnis“, „Hinter der Nebelwand“ und „Spielmanns Fluch“.

Das Oldenburger Wunderhorn

Das Oldenburger Wunderhorn ist ein spätmittelalterliches Trinkhorn aus vergoldetem Silber (37 Zentimeter hoch und 22 Zentimeter lang), das als ein Symbol des Oldenburger Grafenhauses gilt und sich heute in Kopenhagen befindet. Seit 1824 befindet das Oldenburger Wunderhorn sich auf Schloss Rosenborg in Kopenhagen.1863 wurde in Dänemark eine originalgetreue Kopie gefertigt, die heute im Oldenburger Schloss ausgestellt wird. Eine weitere Kopie befindet sich im Bestand des Museum für Hamburgische Geschichte.

Mehr Informationen zum Oldenburger Wunderhorn sind auf Wikipedia und den Seiten der Stadt Oldenburg zu finden.

„Ein Wunderhorn für die Königin – Goldenes Symbol eines Triumphes“
KJM Buchverlag, Februar 2017 Paperback, 16,3 x 23,4 cm
ISBN 978-3-945465-32-5
Preis: 8,50 Euro

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