U16-Wahl: Grüne und Linke vorn

Kinder und Jugendliche geben bei einer symbolischen U16-Wahl ihre Stimmen ab. In Oldenburg beteiligten sich 296 Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren an der Abstimmung.

Kinder und Jugendliche geben bei einer symbolischen U16-Wahl ihre Stimmen ab. In Oldenburg beteiligten sich 296 Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren an der Abstimmung.
Foto: WBMUL

296 Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben sich vom 1. bis 4. September an der U16-Wahl des Kinder- und Jugendbüros beteiligt. Bei der Wahl zur Oberbürgermeisterin beziehungsweise zum Oberbürgermeister entfielen 29 Prozent der Stimmen auf Jascha Rohr, 24 Prozent auf Heike Boldt und 22 Prozent auf Ulf Prange. Die weiteren Kandidierenden blieben im einstelligen Bereich. Die Stadt veröffentlichte die Ergebnisse erst nach der offiziellen Wahl, um keine Einflussnahme auf die Kommunalwahl zu riskieren.

Bei der Ratswahl lag Bündnis 90/Die Grünen mit rund 24 Prozent vorn. Die Linke erreichte knapp 21 Prozent, die SPD 19 Prozent und Volt 12 Prozent. Die AfD kam auf 8 Prozent. Piraten, CDU und BSW erhielten jeweils rund 3 Prozent. Die übrigen Parteien und Wählergemeinschaften blieben bei weniger als 1 bis rund 2 Prozent.

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Erste U16-Wahl in Oldenburg

Das Kinder- und Jugendbüro hatte bei der Ratswahl keine Personenwahlvorschläge abgefragt, sondern nur die jeweiligen politischen Gruppierungen. Das Ergebnis gehört nicht zur offiziellen Kommunalwahl und hat keinen Einfluss auf deren Ausgang. Es soll zeigen, wie junge Menschen in Oldenburg entscheiden würden, wenn sie bereits wahlberechtigt wären.

Stadtjugendpfleger Christian Fritsch zog ein positives Fazit. „Das war unsere erste U16-Wahl und sie ist sehr gut gelungen und breit getragen worden. Das ist ein Stück gelebte Demokratie.“ Er dankte den beteiligten Kindern und Jugendlichen sowie den Einrichtungen und Unterstützenden, die Wahllokale ermöglicht hatten.

Auszählung im Haus der Jugend

Die Stimmen wurden am 4. September öffentlich im Haus der Jugend ausgezählt. Auch Kinder und Jugendliche konnten den Ablauf verfolgen. Das Kinder- und Jugendbüro wollte damit nicht nur ein Stimmungsbild erheben, sondern auch den Wahlprozess selbst sichtbar machen.

„Die U16-Wahl zeigt, dass junge Menschen politische Themen interessieren und dass sie ihre Meinung einbringen möchten“, erklärten Raisa Biebert und Nicole Vossler vom Kinder- und Jugendbüro. Die Abstimmung sollte Kindern und Jugendlichen zugleich zeigen, wie demokratische Beteiligung praktisch funktioniert.

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