Oldenburg

Studie für neues Fußballstadion

Mit Hilfe einer Machbarkeitsstudie will die Stadt prüfen lassen, ob sich ein Stadionneubau an der Maastrichter Straße in Oldenburg realisieren und wie sich ein solches Stadion betreiben lässt.

Die Kosten für ein neues Stadion wurden auf rund 20 Millionen Euro geschätzt.
Grafik: Initiative Nordweststadion

Oldenburg (am/pm) – Mit Hilfe einer Machbarkeitsstudie will die Stadt prüfen lassen, ob sich ein Stadionneubau an der Maastrichter Straße realisieren und wie sich ein solches Stadion möglichst wirtschaftlich betreiben lässt. Eine vertiefende Standortuntersuchung sowie eine Wirtschaftlichkeitsberechnung sollen vorgenommen werden.

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Über diese Pläne informierte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann gestern Mitglieder des Stadtrates im Rahmen einer ratsinternen Informationsveranstaltung. „Die Stadionfrage soll damit gründlich und unabhängig von der sportlichen Situation des VfB Oldenburg angegangen werden. Im Marschwegstadion gibt es einen erheblichen Sanierungsbedarf, deshalb ist es sinnvoll die Möglichkeit eines Neubaus zu prüfen“, so Krogmann. In der Machbarkeitsstudie sieht die Stadt auch ein Signal an den Deutschen Fußball Bund. „Wir arbeiten an einer drittligatauglichen Spielstätte“, betont OB Krogmann.

Den Auftrag für die Machbarkeitsstudie möchte die Verwaltung auf die Tagesordnung der Ratsitzung am 25. April setzen. Ein Ergebnis könnte nach derzeitigen Einschätzungen im Herbst vorliegen.

Aktuelle Informationen bietet die Initiative Nordweststadion auf ihrer Facebook-Seite.

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1 Kommentar

  1. Silvio Freese
    18. April 2016 um 10.36

    Nun ist es soweit,
    nach wiederholten missglückten wirtschaftlichen Abenteuern, die jetzt ja als abgeschlossen gelten können (städtische Altpapiersammlung) will die Stadt Oldenburg einen weiteren Beweis dafür liefern, daß man eigentlich nict in der Lage ist wirtschaftlich zu denken und zu handeln.
    Mit Bau und Betrieb eines solchen Stadions verbinden sih neben den erheblichen Investitionssummen auch sehr erhebliche wirtschaftliche Risiken. Wie sieht beispielweise der wirtschaftliche Betrieb aus, wenn es sportlich nicht auf, sondern abwärts geht?
    Der Haushalt der Stadt für 2016 sendet hier sicherlich deutliche Signale: der Haushalt wird allein in 2016 mit etwas mehr als 10 Mio. € für „Verlustzuschüsse“ an igenbetrieben und Beteiligungen belastet. Man möge es dem Bürger nachsehen, wenn er angesichts solcher Zahlen eine gesunde Skepsis entwickelt.
    Ein Standort für die Überlegungen eines solches Stadion an der Maastrichter Straße mag infrastrukturell sicherlich eine logische Bewertung sein.
    Aber bei der Machbarkeit sollten unbedingt nicht nur der rein wirtschaftliche Betrieb sondern alle Aspekte eines solchen Projktes abgewägt werden:
    Muss es wirklich die Stadt Oldenburg sein, die ein solches Projekt anfasst. Wer ist den der eigentliche Bedarfsträger und was leistet er denn im Rahmen des Projektes. Allein die qualifizierte Leitung eines solchen Projektes bewerte ich als für die Verwaltung nicht leistbar.
    Was sind die infrastrukturellen Herausforderungen eines solchen Projektes; sowohl straßen- wie schienengebunden.
    Was sind denn die energetischen Konsequenzen eines solchen Baus; jeder Hausbesitzer wird öffentlich angeprangert wenn sein Gebäude nicht nach dem allerneuesten Stand isoliert ist, aufgund der Luftschadstoffwerte wird die Einführung von Umweltzonen diskutiert aber das Stadion bekommt eine behizten Rasen (Anforderung des DFB – der Verband mit den überaus korrekten Vergabepraktiken…)
    Abschließend bleibt nicht nur die Frage ob das Pojekt sinnvoll ist, sondern auch, ob es angesichts der bestehenden kommunalen Aufgaben leistbar ist.
    Ich persönlich beantworte beide Teile der Fragenstellung derzeit mit einem deutlichen „Nein“ – aber vielleicht werde ich ja doch überascht…