Oldenburg

Für ein ungetrübtes Hörerlebnis

Ulrich Hartig übergibt im Oldenburger Stadtmuseum die Ringschleifenanlage an Andreas von Seggern und Peter Dresen.

Ulrich Hartig übergibt im Stadtmuseum die Ringschleifenanlage an Andreas von Seggern und Peter Dresen (von links).
Foto: Muhannad Mhisen

Oldenburg (am) – Das Internationale Fluchtmuseum Oldenburg stellt dem Stadtmuseum eine Ringschleife für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen zur Verfügung. Die Ringschleifenanlage soll eine normale Teilhabe an Veranstaltungen ermöglichen.

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Die mobile Anlage besteht aus einer Ringinduktionsschleife, die elektromagnetisch die Akustiksignale an Hörgeräte, Cochlea-Implantate oder Kinnbügelhörer (spezielle Kopfhörer) weiterleitet. „Wir möchten in erster Linie die Inklusionsbestrebungen des Stadtmuseums fördern“, sagte Ulrich Hartig, Vorsitzender des Fluchtmuseums, bei der Übergabe. Für das Museum ist es ein weiterer Schritt in Richtung Teilhabe für alle. „Wir haben für das Stadtmuseum unter anderem einen Rollator angeschafft. Das sind alles Beiträge, um uns beim Inklusionsprozess der Stadt einzubringen“, so Museumsleiter Andreas von Seggern. „Für uns bedeutet der neue Ringschleifenverstärker, dass wir bei unseren Veranstaltungen im Bedarfsfall hörbeeinträchtigten Menschen ein möglichst ungetrübtes Hörerlebnis ermöglichen können“, sagt von Seggern.

Das Internationale Fluchtmuseum hatte bereits vor Jahren eine erste Ringschleifenanlage angeschafft, die heute von der Interkulturellen Arbeitsstelle IBIS genutzt wird. „Für unsere Veranstaltungen können wir uns besser eine der beiden Anlagen ausleihen“, so Hartig. Aus Erfahrung weiß er, dass das Angebot dann wahrgenommen wird, wenn das Gerät vorrätig ist. Die Fachstelle Inklusion der Stadt Oldenburg nutze die Anlagen des Gesundheitsamtes oder des Kulturzentrums PFL für jede Veranstaltung, berichtet Peter Dresen von den Fachstelle Inklusion.

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