OOWV investiert 28 Millionen Euro in Oldenburger Kanalnetz

Etwa 8,6 Millionen Euro investiert der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) in diesem Jahr in das Kanalnetz der Stadt Oldenburg.

Der OOWV erstellt eine Studie für die Stadtentwässerung in der Zukunft.
Foto: Christian Kruse

Oldenburg (pm) Etwa 8,6 Millionen Euro investiert der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) in diesem Jahr in das Kanalnetz der Stadt Oldenburg. Regionalleiter Jens de Boer und Sachgebietsleiter Reinhard Hövel stellten die geplanten Kanalbaumaßnahmen jetzt vor. Bis zum Jahr 2020 sind nach derzeitiger Planung des Verbandes Investitionen in einer Größenordnung von rund 28 Millionen Euro vorgesehen.

Bedeutsam für die Stadtentwässerung ist in diesem Jahr der voraussichtliche Beginn der Erschließung des ehemaligen Fliegerhorstgeländes an der Alexanderstraße. „Hier werden in Zukunft ganz zentrale Elemente des Generalentwässerungsplans für Oldenburg umgesetzt“, erläuterte de Boer. Vorgesehen ist, die dortigen Fließgewässer – Alexanderbäke und Ofenerdieker Bäke – durch größere Rückhaltemaßnahmen erheblich zu entlasten. Im Herbst soll in diesem Zusammenhang ein verrohrter Teilabschnitt der Ofenerdieker Bäke auf dem Fliegerhorst geöffnet und renaturiert werden.

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Daneben wird in diesem Jahr beim OOWV in Oldenburg eine richtungsweisende Studie für die künftige Stadtentwässerung fertiggestellt. „Wir arbeiten derzeit an einem geologischen 3D Untergrundmodell“, berichtete Reinhard Hövel. „So können die Bodenverhältnisse unterhalb der Stadt sehr realitätsnah abgebildet werden.“ Eine Modellierung in dieser Detailschärfe ist nach seinen Worten bundesweit einzigartig. „Darin sind 5000 Bohrprofile des Stadtgebiets eingeflossen“, sagte der Sachgebietsleiter. Das Modell soll dabei helfen, einen detaillierten Überblick über die Möglichkeiten der Regenwasserversickerung zu gewinnen.

Angesichts der zunehmenden Flächenversiegelung in der Stadt Oldenburg sei es möglich, die vorhandenen Entwässerungssysteme über den Weg der Regenwasserversickerung zu entlasten. Realisierbar sei das mit Hilfe von Dränrohren oder Kiesrigolen sowie über begrünte Entwässerungsmulden, schilderte Reinhard Hövel abschließend.

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