Stadt stellt Pläne für Quartier am Nedderend vor

Das Gelände am Nedderend soll zu einem neuen Quartier mit Wohnungen und Gewerbe entwickelt werden.
Foto: Christian Kruse
Oldenburg (am/ki/pm) Am Nedderend plant ein Investor ein neues urbanes Quartier mit Wohnungen und Gewerbe. Die Stadt Oldenburg informiert darüber in einer Bürgerversammlung am Donnerstag, 12. März, um 18 Uhr in der Aula der Grundschule Babenend. Grundlage ist der Bebauungsplan 80.
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Die Verwaltung stellt die Planungen vor und gibt Bürger/innen Gelegenheit, Fragen zu stellen und Hinweise zu geben. Ziel ist eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit.
Wohnungen für Auszubildende geplant
Das Quartier plant die „1. Wohnen am Nedderend GmbH & Co. KG“. Ein zentraler Bestandteil ist sogenanntes Azubi-Wohnen mit kleinen und günstigen Wohnungen für Auszubildende. Vorgesehen sind fünf Gebäude, die zum Teil miteinander verbunden sind. Eine unterirdische Quartiersgarage soll den Autoverkehr im Quartier reduzieren. Die frei werdenden Flächen sollen Raum für Wege und Aufenthaltsbereiche bieten.
Eine neue Fußwegverbindung zum Melkbrink soll das Quartier zudem nach Süden anbinden und besser in die bestehenden Strukturen einfügen.
Unterlagen online einsehbar
Die Stadt informiert im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung nach dem Baugesetzbuch über die Planungen. Bürger/innen können sich bei der Versammlung über das Projekt informieren und ihre Anregungen einbringen.
Weitere Informationen stehen im Serviceportal der Stadt Oldenburg unter dem Stichwort „Frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung“. Nach der Bürgerversammlung können die Unterlagen bis Montag, 30. März, online eingesehen werden. Stellungnahmen sind ebenfalls online möglich.





3 Kommentare
JA, wir benötigen dringend mehr INTELLIGENTEN und PASSENDEN WOHNRAUM
BAUPLANUNG 80 NEDDEREND Oldenburg, 26.03.26
Verkehr- und Mobilitätskonzept NEDDEREND OLDENBURG
DAS LEBEN AM NEDDEREND
> Wohngebiet
> hoch frequentiert von Fußgängern, Radfahrern, Schülern jeder Alterstufe,
Senioren ( oft mit Gehhilfen/Rollator/ u.ä. )
und etlichem elektrischen Fortbewegungsmitteln
> als Sackgasse für erhöhtes Verkehrsaufkommen ungeeignet
> Die inzwischen starkbesiedelte Rostocker Straße erhöht die Verkehrsbelastung.
> 30km/h bzw. 20km/h für LKW werden nicht ausreichend beachtet/kontrolliert.
> verkehrsberuhigende Elemente (Schildkröte) wären wünschenswert
> Die An- und Abfahrt von Rettungsfahrzeugen, Personentransport,
Müllabfuhr, Lieferwagen/ LKW ist durch die Enge der Fahrbahnen
für die Fahrer eine Herausforderung und ein Ärgerniss aller Verkehrsteilnehmer.
> Parkangebote müssen zeitlich begrenzt werden, so dass das Dauerparken
für Nutzer aus der Alexanderstraße ( beruflich oder privat) reduziert wird.
> Das Einbiegen von der Alexanderstraße in den Nedderend ist grundsätzlich
verzögert. Durch schlechten Einblick, Park-Chaos und Gegenverkehr,
der übrigens Vorfahrt hätte.
> Um vom Nedderend an der Ausfahrt auf die Alexanderstraße anzukommen,
muss man sich mit dem meist ungeduldigen Gegenverkehr erstmal
arrangieren und dann hoffen, dass auf der Alexanderstraße PKW/LKW
so nett sind, den Weg freizuhalten.
> Fußgänger und Radler aller Art nutzen ihre Vorfahrt!
Oft in Unkenntnis ihrer Gefahr!!!
Bei diesem Bauvorhaben gibt es unbeachtete Probleme bei der Park- und Verkehrssituation auf den anliegenden Ausfahrtsstraßen, gravierend an Werktagen zu den üblichen Stoßzeiten.
Hier soll ein Gebäude mit 130 Wohneinheiten entstehen.
Die tatsächliche Anzahl der Bewohner lässt sich erahnen…
Parkplätze für 82 PKW und 116 Fahrräder sind angedacht,
die Anzahl an Stellplätzen für PKW, Fahrräder, Lastenräder usw. muss deutlich höher sein.
Falls nicht bekannt: in Oldenburg fährt man mit dem Fahrrad UND nebenbei auch mit dem Auto!!!!
Ausweichmöglichkeiten bietet der Parkplatz vom Melkbrink nicht, da dieser schon in
aktueller Nutzung häufig voll besetzt ist.
Die freien öffentlichen Parkplätze am Nedderend sind nicht dauerhaft mit einzuplanen,
auch hier gibt es schon jetzt kaum ausreichende Kapazität.
DER BAUPLAN SIEHT HÜBSCH AUS
ABER: das Projekt ist nicht durchdacht und wirft große Rätsel auf:
> Enge Bebauung?
Da wäre ein bepflanzter Abstand zu Bestandsimmobilien respektvoll!
Ebenso ein anderer Stellplatz für Mülltonnen!
> Bauhöhe wegen Lärmschutz?
Wurde doch schon von der DB geregelt…
> Bauplatz zu hoch aufgeschüttet?
Somit wird das bekannte Problem bei Regen/ Starkregen mit Überschwemmungen und
aus den Gullis hochgedrücktem Abwasser ignoriert und deutlich größer werden.
Mit großem Interesse an einer kluge Lösung
K.
Als ich den Plan sah, es war wie fast immer: hin gewürfelte Investorenplanung, Baukörper ohne Struktur verteilt, ohne städtebaulichen Sinn, ohne Spannung. Wo ist Oldenburgs Städtebau, wo ist Oldenburgs James Hobrecht? Ohne Zusammenhang, wenn ein Investor eine freie Fläche findet, wird diese ausgenutzt. Die Folge: eine Stadtmasse ohne Konzept, ohne Identität. Aber der Zuzug an Bevölkerung zeigt: es reicht zur Zufriedenheit. Na denn.
Die Stadt Oldenburg ist nicht gerade dafür bekannt schlüssige Verkehrs- und Parkkonzepte zu erstellen. Siehe, das Verkehrskonzept für 2.Stadion für den VfB. Es weißt erhebliche Mängel auf. Der Verfasser des Konzepts liefert wie bestellt?