Oldenburg

Gleishalle: Untersuchung der Sanierungsvariante abgeschlossen

Die historische Gleishalle könnte nach umfangreichen Sanierungsarbeiten erhalten werden.
Foto: Christian Kruse

Oldenburg (pm) Die Deutsche Bahn AG (DB) hat den aktuellen Projektstand zur historischen Gleishalle des Oldenburger Hauptbahnhofs vorgestellt. Zusätzlich zu den bisher bereits bekannten Varianten hatte die Bahn auf Wunsch der Stadt Oldenburg eine weitere Variante untersucht. Es sollte der aktuelle Zustand der Gleishalle festgestellt werden und dann die Möglichkeiten zum Erhalt der Halle geprüft werden. Die DB untersucht ergebnisoffen den Zustand der Gleishalle für eine mögliche Revitalisierungsvariante, das heißt Sanierung.

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Anhand von interaktiven 3D-Modellen hat Projektleiter Andreas Mixa die erforderlichen Maßnahmen an Beispielen erläutert. Die Stadt hat den umfangreichen Erhaltungsmaßnahmen, die für die Sanierung notwendig sind, zugestimmt – darunter Komplettaustausche und Erneuerungen für wenige Bauteile wie Stützen oder Nieten. Einige Bauteile der Gleishalle müssen verstärkt werden. Auch diese Maßnahmen werden von der Stadt mitgetragen. Bei den Portalfassaden soll versucht werden, wenigstens eines der Portale weitestgehend im Original zu erhalten.

Die DB hat nunmehr ihre gutachterlichen Untersuchungen der Gleishalle abgeschlossen. Unabhängige Sachverständige werden die Ergebnisse zusammenfassen und Angaben zur Umsetzung der Maßnahmen machen. „Ich erwarte, dass sich die Bahn auf der Grundlage dieser Untersuchungen für einen Erhalt und eine Sanierung der Gleishalle entscheidet“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Der Vorstand der DB Station & Service wird zeitnah über die Revitalisierungsvariante entscheiden. Ein Abschluss der Planungen mit Einreichung eines Antrags zur Planfeststellung ist dann zum November kommenden Jahres zu erwarten. Stadt und Deutsche Bahn sind zuversichtlich, durch die enge und offene Abstimmung das anschließende Baurechtsverfahren kürzen zu können.

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7 Kommentare

  1. Markus
    16. November 2018 um 17.39 — Antworten

    Ach Du Schreck…

    heisst das, wir müssen weiter mit diesem elendigen Schrotthaufen leben und eine junge, moderne und funktionelle Bahnanlage bleibt uns verwehrt? Ich gebe die Hoffnung ja noch nicht auf…

    • W. Lorenzen-Pranger
      18. November 2018 um 5.42 — Antworten

      Sehen sie sich die „jungen, modernen und funktionellen“ Achitekturergüsse unserer „jungen Architekten“ doch noch mal in Ruhe an. Die sind doch allesamt übers Lego-Alter nicht hinausgekommen. Wer sich da noch aufs Bauhaus etwa berufen will, der lügt doch geradezu schamlos. Fortschritt, werter Markus, ist das qualitativ hochwertige Alte zu erhalten um ggf. Neues daraus entwickeln zu können. Ohne Kenntnis der Geschichte kein sinnvoller Fortschritt. Die derzeitigen „jungen, funktionalen, modernen“ Bauten, egal für welchen Zweck, sehen nicht nur alle gleich aus, sie sind auch die stets gleichen verstümmelten Totgeburten. Entwürfe einer wirklich modernen Architektur, etwa wie das hier: https://www.academia.edu/2592395/DIE_ARCHITEKTIN_Lucy_Hillebrand._Ein_interdisziplin%C3%A4rer_Dialog_%C3%BCber_RAUMSCHRIFTEN_als_Weg_zur_sozialen_Gestaltung_von_R%C3%A4umen , (es gibt mehr Beispiele anderer Architekten) werden kaum umgesetzt. Die Mehrheit dürfte nicht einmal verstehen, um was es bei „moderner“, also menschengerechter, Architektur überhaupt geht. Lucy war übrigens über den BBK Göttingen jahrelang eine Förderin auch meiner beruflichen Entwicklung, ich kenne also ihre Arbeiten noch aus der täglichen Praxis und weiß, worüber ich hier schreibe.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Lucy_Hillebrand
      Genießen sie hier ein paar hübsche Fotos, die die „Leistung“ moderner Architekten gut abbilden: https://www.nwzonline.de/oldenburg/oldenburg-was-wird-aus_a_50,3,875358884.html .Würden sie da ein Auto abstellen – oder gar selbst da nur mal durchgehen? Ich nicht, ich mag keine unberechenbaren Zeitbomben.

      • W. Lorenzen-Pranger
        18. November 2018 um 13.39 — Antworten

        Nachtrag: Der derzeitige Oldenburger Bahnhof ist von 1915! Daß man da mal etwas sanieren sollte ist bei der besonderen Belastung eines solch durchgerüttelten Funktionsbauwerks vielleicht verständlich?
        https://de.wikipedia.org/wiki/Oldenburg_(Oldenburg)_Hauptbahnhof
        Immerhin halten erheblich weniger belastete, „junge, moderne und funktionelle“ Bauten, wie das Oldenburger Finanzamt oder eine Jugendherberge – oder gar ein Parkhaus – gerade mal knapp die Häfte oder noch deutlich weniger dieser Zeit stand. Fragen sie mal (ehrlichwe) Fachleute, woran das wohl liegt…

        • Markus
          19. November 2018 um 15.06 — Antworten

          Er ist von 1915 – also völlig veraltet. Diese riesige Halle mit ihren fliegenden Ratten, das muss heute nicht mehr sein. Damals brauchte man Volumen für Rauch und Dampf, heute nicht mehr. Heute braucht es eine solide Grundplatte (Stichwort Jade-Weser-Port), eine stabile Elektrik und Wartebreiche ohne Flug- und Nistplätze für Tauben.

          • W. Lorenzen-Pranger
            19. November 2018 um 19.36

            Sie haben also keines der Argumente von PU und mir verstanden und wollen lieber „modernen“ Schrott, der in zwanzig Jahren dann vermutlich wieder abrißreif ist, mal abgesehen von der kunst-/ architekturgeschichtlichen Bedeutung dieser Anlage?
            Hieß es nicht vor vielen Jahren, wer Bücher verbrennt verbrennt bald auch Menschen? Nun, wer die Denkmale der Kunstgeschichte mit Füßen tritt, ist auch nicht besser.
            Schade, aber wir werden damit leben können… (Smily)

          • Erhard Stammberger
            20. November 2018 um 8.07

            Also ich gehöre nicht unbedingt zu den Fans dieser Gleishalle. Aber mit dem Volumenargument könnte man auch den Kölner Dom abreißen. Tauben kann man auch anders verhindern, und die Elektrik ist seit 1915 bestimmt mehrfach saniert worden und kann in viel älteren Gebäuden saniert werden.

  2. PU Schröder
    17. November 2018 um 11.18 — Antworten

    Markus was soll denn an dieser Anlage Schrott und nicht funktional sein. Die Gesamtanalge des Bahnhofs ist stilvoll wenn uch in den Hallen wichtige Elemente enfernt wirden. Hätte die Bahn anstatt männlich besserwissig zu trotzen gleich konstruktiv am Erhalt mitgearbeitet wäre uns diesen Scheißlichkeiten Erspart geblieben und alles längst fertig..

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