Oldenburg

Gleishalle: Deutsche Bahn lenkt ein

Die Pläne, die historischen Gleishalle des Oldenburger Bahnhofs durch einzelne Bahnsteigdächer zu ersetzen, sind vom Tisch.

Das Dach der historischen Gleishalle wird nicht durch einzelne Bahnsteigdächer ersetzt. Nun bestehen noch die Optionen einer Instandsetzung oder eines Nachbaus (Replik).
Foto: Volkmar Brand

Oldenburg (am/pm) Die Pläne, die historischen Gleishalle des Oldenburger Bahnhofs durch einzelne Bahnsteigdächer zu ersetzen, sind vom Tisch (die OOZ berichtete). Der Bundestagsabgeordnete Dennis Rohde (SPD) und der Landtagsabgeordnete Ulf Prange (SPD) teilten soeben mit, dass ihnen der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn (DB), Rüdiger Grube, heute Morgen zugesichert habe, dass es lieblose T-Dächer wie am Hannoveraner Bahnhof in Oldenburg nicht geben wird. Das Treffen fand gemeinsam mit dem niedersächsischen Verkehrsminister Olaf Lies und Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann statt.

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„Bahnchef Grube hat uns versichert, dass die von der Bahn ursprünglich angestrebte Billiglösung vom Tisch ist und wir nun über eine denkmalgerechtere Lösung beraten“, so die Abgeordneten im Anschluss. „Das zeigt, dass der Druck, den wir gemeinsam mit der Stadt, Niedersachsens Wirtschaftsminister Lies und vor allem den Oldenburgerinnen und Oldenburgern ausgeübt haben, gewirkt hat. Die Deutsche Bahn steht nun im Wort. Wir wollen nun dafür sorgen, dass das Bahnhofsdach in seiner weit über Oldenburg hinaus bekannten Anmutung erhalten bleibt – dafür stehen wir der Bahn weiter auf den Füßen.“

Dennis Rohde, Ulf Prange, Olaf Lies, Rüdiger Grube und Jürgen Krogmann sprachen heute in Oldenburg über die sanierungsbedürftige Gleishalle.

Dennis Rohde, Ulf Prange, Olaf Lies, Rüdiger Grube und Jürgen Krogmann sprachen heute in Oldenburg über die sanierungsbedürftige Gleishalle.
Foto: privat

Für die sanierungsbedürftige Gleishalle kommt jetzt eine Instandsetzung oder eine Replik in Frage. Gegen einen Nachbau haben sich bereits zahlreiche Fachleute ausgesprochen.

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1 Kommentar

  1. charlymod
    1. September 2016 um 11.36

    Die Diskusion um die Gleishalle ist absolut lächerlich. Wie kann es angehen, daß der hiesige Bahnhof auf das Niveau der Landeshauptstadt herunter gezogen werden soll. Wenn die Bahn nicht in der Lage ist, die Bauwerke ordentlich zu unterhalten, wird sie ihrer gesamtwirtschaftlichen Aufgabe nicht gerecht und ihr gehört die Verantwortung entzogen.
    Es ist noch nicht sehr lange her (hervor der Börsengang auf der Agenda stand), da war die Bahn noch in der Lage mit eigenem Personal einen Niet zu schlagen und somit durchaus eine Reparatur auszuführen. Heute mus man suchen hierfür Personal zu finden. Aber ich bin mir sicher, das es noch genug junge Schmiede gibt, die das könnten wie ich mich beim Eisenfest mal über zeugen konnte. In Indien gibt auch noch sehr preiswerte Nieter, weil es da noch Standard ist und die Qualifikation zum Schweißen häufig nicht ausreicht.
    Jedenfalls ist es klar, versprechen hin oder her, das nach einem Abriss der Halle nie wieder das Gleiche aufgebaut wird. Aber als Bürger ist man ja gewohnt, das man belogen wird. Das ist schon eingepreist.