Oldenburg

Fliegerhorst: Häuslebauer müssen sich gedulden

Die symbolische Schlüsselübergabe fand neben der Hauptwache am Eingang zum ehemaligen Fliegerhorst statt (von links): Klaus Wegling (Leiter der Wirtschaftsförderung der Stadt Oldenburg), Jürgen Hohmann (BImA-Teamleiter Verkauf Oldenburg), Thomas von Seggern (BimA), Oberbürgermeister Gerd Schwandner und Stadtbaurätin Gabriele Nießen.

Die symbolische Schlüsselübergabe fand neben der Hauptwache am Eingang zum ehemaligen Fliegerhorst statt (von links): Klaus Wegling (Leiter der Wirtschaftsförderung der Stadt Oldenburg), Jürgen Hohmann (BImA-Teamleiter Verkauf Oldenburg), Thomas von Seggern (BimA), Oberbürgermeister Gerd Schwandner und Stadtbaurätin Gabriele Nießen.
Foto: Anja Michaeli

Oldenburg (am) Für die strategische Stadtentwicklung hat die Stadt Oldenburg weitere 110 Hektar Fläche auf dem Fliegerhorst-Areal gekauft. Heute übergaben Vertreter der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) symbolisch den Schlüssel an die Stadtverwaltung. Für die Planung und Realisierung eines Wohn- und Arbeitsgebietes rechnen die Beteiligten mit mindestens zehn Jahren. Zunächst einmal bleibt das Gelände für die Öffentlichkeit geschlossen.

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80 Hektar hatte die Stadt Oldenburg bereits 2011 erworben. Dort entstand der größte Solarpark Niedersachsens. Nachdem der Haushaltsausschuss des Bundestages 2012 den Kommunen ein faktisches Vorkaufsrecht eingeräumt hatte, hat die Stadt jetzt für die zusätzlichen 110 Hektar Fläche von ihrem Erstzugriffsrecht Gebrauch gemacht (die OOZ berichtete).

Der formelle Verkauf ging bereits zum 1. Januar über die Bühne. Zur heutigen symbolischen Schlüsselübergabe sagte Jürgen Hohmann, BImA-Teamleiter Verkauf Oldenburg: „Ich bin froh, dass wir mit der Stadt handelseinig wurden, denn sie weiß am besten, was zu planen ist. 110 Hektar Fläche zu beplanen und zu projektieren ist eine große Aufgabe.“

„Wir werden im Februar mit der Politik über die nächsten Schritte sprechen“, so Stadtbaurätin Gabriele Nießen über die weitere Entwicklung. „Es gab ja früher schon städtebauliche Planungen, die jetzt aufgenommen und erweitert werden müssen.“ Anschließend sollen Politiker und Bürger regelmäßig beteiligt werden. „Zunächst müssen wir einige Verkehrssicherungsmaßnahmen durchführen“, so Nießen weiter. Einige abgängige Gebäude würden eingerissen, ein paar Birken gefällt und das Grundstück für die Wagenburgler erschlossen. Ansonsten sei das Gelände geschlossen und nicht frei zugänglich.

Bis es mit dem neuen Wohn- und Arbeitsgebiet soweit ist, müssen sich Hausbauer noch gedulden. „Das ist kein Projekt für 2014, sondern eher für 2024. Es wird eine lange Zeit bis zur Realisierung in Anspruch nehmen“, sagt Oberbürgermeister Gerd Schwandner.

Der ehemalige Fliegerhorst

Der ehemalige Fliegerhorst Oldenburg hat eine ursprüngliche Gesamtgröße von etwa 300 Hektar, rund 110 Hektar liegen auf den Flächen angrenzender Gemeinden, 190 Hektar gehörten zum Oldenburger Stadtgebiet. Die Nutzung als Standort des Jagdbombergeschwaders 43 endete im September 1993, anschließend wurde das Gelände weiter bis in das Jahr 2007 für andere Zwecke militärisch genutzt.

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