Oldenburg

Verein übernimmt Tretbootverleih

Informierten über die Pläne für den Bootsverleih an der Mühlenhunte: (von links) Fachdienstleiter Udo Baumann, Architekt Christoph Bagge, Stadtbaurätin Gabriele Nießen und Rechtsanwalt Alexander Wandscher als Vertreter der Erben des vorherigen Betreibers.

Informierten über die Pläne für den Bootsverleih an der Mühlenhunte: (von links) Fachdienstleiter Udo Baumann, Architekt Christoph Bagge, Stadtbaurätin Gabriele Nießen und Rechtsanwalt Alexander Wandscher als Vertreter der Erben des vorherigen Betreibers.
Foto: Stadt Oldenburg

Oldenburg (pm) Die Tretboot-Flotte auf der Mühlenhunte soll im nächsten Jahr wieder Wasser unterm Kiel haben: Das Freizeitvergnügen am Schlossgarten geht ab dem 1. Mai unter neuer Flagge weiter – Anja Wiehl übernimmt künftig den Bootsverleih an der Elisabethstraße. Das ist das Ergebnis einer mehrstündigen Vorstellungsrunde mit potentiellen Betreibern. Darüber informierte die Stadtverwaltung am Donnerstagabend den Ausschuss für Stadtplanung und Bauen.

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Anja Wiehl wohnt im Gerichtsviertel und hat ein besonders starkes Interesse am Fortbestand der Anlage. Sie beabsichtigt die Gründung eines Vereins, der gegebenenfalls gemeinnützig arbeiten soll und die Beschäftigung sozial Benachteiligter plant. Der Steg soll neu aufgebaut, das Kioskgebäude auf dem vorhandenen Kriechkeller neu errichtet und durch Sanitäranlagen unwesentlich erweitert werden. Es soll jedoch kein Kiosk-Sortiment mehr vorgehalten werden, sondern ein kleines gastronomisches Angebot. Die Form und Größe des alten Gebäudes soll beim Neubau grundsätzlich beibehalten werden. Wie der Bau aussehen wird, steht aber noch nicht fest. Architekt Christoph Bagge hat drei Varianten erstellt – eine Version sieht eine Holzbauweise vor, die zweite einen Holzbau mit Reetdach und die dritte Variante beinhaltet ein Cortenstahl-Design, das einem skulpturalen Ansatz folgt. „Wir stimmen grundsätzlich allen drei Entwürfen zu. Die Entscheidung trifft letztlich der Verein“, erklärte Gabriele Nießen.

In Kürze soll der Abriss des baufälligen Stegs in Auftrag gegeben werden. „Wir sind froh, dass es gelungen ist, im Einvernehmen mit allen Beteiligten zu einer Neuvergabe des Bootsverleihs zu kommen. Somit bleibt ein Oldenburger Kleinod erhalten“, sagte Baudezernentin Gabriele Nießen. Sobald wasserrechtliche und bauordnungsrechtliche Genehmigungen vorliegen und der Verein in das Vereinsregister eingetragen ist, soll die Sondernutzungserlaubnis für den Bootsverleih erteilt werden, kündigte Fachdienstleiter Udo Baumann an. Angestrebt wird eine Nutzungserlaubnis für die Dauer von 25 Jahren.

Insgesamt hatten sich 22 Interessenten zur Fortführung des Betriebs gemeldet. Alle wurden aufgefordert, ein Konzept vorzulegen und ein Angebot abzugeben. Sechs Interessenten haben davon Gebrauch gemacht – fünf von ihnen kamen der Einladung zu einem persönlichen Vorstellungstermin nach. In dieser Vorstellungsrunde wurde die Stadt von Stadtbaurätin Gabriele Nießen sowie Mitarbeitern der Naturschutzbehörde, des Planungsamtes und des Amtes für Verkehr und Straßenbau vertreten. Außerdem haben daran auch die Erben des vormaligen (im Januar dieses Jahres verstorbenen) Betreibers und ihr Rechtsvertreter Alexander Wandscher teilgenommen. Die Erben hatten gegenüber der Stadt bereits frühzeitig erklärt, den Bootsverleih nicht in Eigenregie weiterbetreiben zu wollen. Anja Wiehl und ihr Verein wollen die alte Tretbootflotte übernehmen und instand setzen.

So könnte das neue Häuschen an der Mühlenhunte aussehen. Geplant ist, ein gastronomisches Angebot zu installieren.

So könnte das neue Häuschen an der Mühlenhunte aussehen. Geplant ist, ein gastronomisches Angebot zu installieren.
Grafik: kgb Architekten

Wiehl wurde einvernehmlich als neue Betreiberin des Bootsverleihs ausgewählt. „Den Ausschlag zu ihren Gunsten haben letztlich das glaubhaft dargestellte Interesse und das konkretere Betreiberkonzept gegeben“, betonte Gabriele Nießen. „Das Konzept geht sehr sensibel auf die Umgebung ein.“ Gegen die anderen Konzepte sprachen der dafür notwendige Flächenbedarf, naturschutzrechtliche und gestalterische Gründe sowie die Höhe der von der Stadt erwarteten finanziellen Beteiligung.

Wer den noch zu gründenden Verein unterstützen möchte, kann sich übergangsweise per E-Mail an verkehr@stadt-oldenburg.de wenden.

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1 Kommentar

  1. Manfred Murdfield
    21. Oktober 2017 um 11.44 — Antworten

    Ich hoffe, dass an der Stelle, wo Oldenburg mit dem „Damm“ die Hunte für eine lebhafte Zukunft überwunden hat, etwas anderes möglich sein sollte als ein Bratwurstbudenimage.

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