Oldenburg

„Tour der Hoffnung“ kommt nach Oldenburg

Bei der 33. Tour der Hoffnung treten 185 Rennradfahrer von Gießen bis nach Oldenburg in die Pedale, um krebskranke Kinder zu unterstützen.

In Oldenburg endet die diesjährige „Tour der Hoffnung“. Von links: Dr. Dirk Tenzer (Vorstand Klinikum Oldenburg), Privatdozentin Dr. Ingke Jürgensen (Direktorin der Universitätsklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie), Thomas Haaker und Dr. Pia Winter (beide Elterninitiative krebskranker Kinder Oldenburg) freuen sich darauf.
Foto: Torsten von Reeken

Oldenburg (am/pm) Die „Tour der Hoffnung“ ist die größte privat organisierte Benefizveranstaltung Deutschlands. Zum 33. Mal treten vom 10. bis zum 13. August 185 Rennradfahrer in die Pedale, um krebskranke Kinder zu unterstützen. In diesem Jahr geht die Strecke erstmals durch das Oldenburger Land und endet nach 377 Kilometer in Oldenburg, im Garten der Kinderklinik des Klinikums Oldenburg.

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Schirmherrin der Tour ist die Olympiasiegerin und neunfache Weltmeisterin im Biathlon Petra Behle. Traditionell startet diese Benefizradtour in Gießen, danach geht es diesmal in den Nordwesten. „Wir freuen uns über die diesjährige Route, können wir doch einen Teil Deutschlands für uns entdecken, den wir bisher noch nie befahren haben. Wir sind gespannt auf die uns unbekannten Regionen und deren Bewohner. Wir hoffen auf viele Spenden, denn darum geht es bei der Tour“, sagt Gerhard Becker, Organisationsleiter der Tour der Hoffnung.

Unter den Fahrern ist auch die Organisatorin der Tour vor Ort, Privatdozentin Dr. Ingke Jürgensen, Direktorin der Universitätsklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im Klinikum Oldenburg, die sich dafür eingesetzt hat, dass die Tour in der Weser-Ems-Region stattfindet. „Wir sind glücklich darüber, dass die Tour nicht nur erstmals nach Oldenburg kommt, sondern dass sie auch an unserer Kinderklinik endet. Wir wünschen uns, dass der Tourgedanke auch in diesem Jahr wieder viele begeistern wird.“ Dr. Jürgensen fährt seit 18 Jahren diese Benefizrennradtour mit.

Angeführt vom Kapitän des Fahrerfeldes und Ex-Querfeldein-Weltmeister Klaus-Peter Thaler sowie der Schirmherrin Petra Behle steigen in diesem Jahr unter anderem der zweimalige Europameister im Eiskunstlauf Norbert Schramm, der mehrmalige Olympiasieger und Weltmeister im Zweier- und Viererbob Christoph Langen und der vielfache Deutsche Meister im Zehnkampf Guido Kratschmer aufs Rad.

Der sportliche Ehrgeiz steht dabei nicht im Vordergrund, die Aktion steht vielmehr im Dienste eines guten Zweckes. Die Pedalritter haben in den vergangenen 32 Jahren über 33 Millionen Euro an Spenden erradelt, im letzten Jahr kamen 1,8 Millionen Euro zusammen. Jeder eingeworbene Euro fließt zu 100 Prozent an die Begünstigten. „Wir sammeln auf dieser Tour Spenden, um die Krebsforschung zu unterstützen, aber auch um die pflegerische und psychosoziale Betreuung krebskranker Kinder zu verbessern“, erklärt Gerhard Becker das Ziel der Benefizradtour.

Die Spenden der diesjährigen Tour der Hoffnung gehen bundesweit an zirka 30 Institutionen, darunter auch an die Elterninitiative krebskranker Kinder Oldenburg e.V. Die Elterninitiative unterstützt seit nunmehr 15 Jahren Familien mit an Krebs erkrankten Kindern. „Die Tour der Hoffnung ist die größte privat organisierte Benefizveranstaltung Deutschlands und unsere Elterninitiative ist in diesem Jahr eine der Hauptbegünstigten“, freut sich Dr. Pia Winter, Geschäftsführerin der Elterninitiative, und ergänzt, wofür die Spenden eingesetzt werden sollen: „Eine Krebserkrankung beeinträchtigt das seelische und körperliche Gleichgewicht des betroffenen Kindes, aber auch seiner Eltern und Geschwister. In dieser Situation unterstützen wir die Familien mit einer Vielzahl von Angeboten und Projekten. Die Spenden der Tour der Hoffnung sollen für die psychosoziale Versorgung der Familien auf der kinderonkologischen Station des Klinikum Oldenburg verwendet werden.“

An den geplanten Stopps entlang der Strecke werden die Tour‐Teilnehmer empfangen und Spenden an die Schirmherrin übergeben. In Oldenburg endet die Radtour am Samstag, 13. August im Garten der Kinderklinik, in dem bereits ab 16.30 Uhr ein großes Sommerfest mit Spielangeboten stattfindet. Im Ziel, um 17.30 Uhr, werden die Radler empfangen. Bürgermeisterin Annelen Meyer als Vertreterin der Stadt Oldenburg und der Vorstand des Klinikums, Dr. Dirk Tenzer, sowie eine Vielzahl von Gästen heißen sie willkommen. Die Spenden aus Oldenburg werden überreicht. Für einen weiteren Höhepunkt sorgen gegen 18 Uhr Fallschirmsprünge auf dem Klinikgelände vom ehemaligen Reck-Weltmeister Eberhard Gienger und dem mehrfachen Weltmeister im Fallschirmspringen Klaus Renz.

Strecke der Tour der Hoffnung 2016

Die Strecke der Tour der Hoffnung 2016 führt durch den Nordwesten.

Die Strecke der „Tour der Hoffnung 2016“ führt durch den Nordwesten.
Grafik: Tour der Hoffnung

Die Tour der Hoffnung beginnt am 10. August traditionell mit einem Prolog in und um Gießen. Am nächsten Tag startet der Tross aus 185 Fahrradfahrern in Cloppenburg, macht Station in Dötlingen und erreicht nach 93 Kilometern Bremen. Am 12. August fährt das Tour-der-Hoffnung-Team von Bremen über Osterholz-Scharmbeck, Lemwerder, Elsfleth und Varel nach Jever. Diese Strecke ist 127 Kilometer lang. Am dritten und letzten Tag der Tour, am 13. August, starten die Pedalritter in Papenburg, von wo es dann über Leer und Westerstede nach Bad Zwischenahn geht. Ziel nach 92 Kilometern ist Oldenburg.

Spendenkonto für die Tour der Hoffnung 2016

Landesparkasse zu Oldenburg
IBAN: DE 93 2805 0100 0001 1479 25
Verwendungszweck: Tour der Hoffnung OL

Hinweis: Bitte den Verwendungszweck unbedingt angeben, damit die Spende zugeordnet werden kann. Wer eine Spendenbescheinigung möchte, muss im Feld „Verwendungszweck“ bitte auch die Adressdaten hinterlegen.

Nähere Informationen über die Tour sind unter www.tour-der-hoffnung.de zu finden.

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