Oldenburg

Stadt Oldenburg trauert um Dr. Jürgen Poeschel

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Dr. Jürgen Poeschel.
Foto: CDU Oldenburg

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Oldenburg (pm) – Von 1996 bis 2001 war Dr. Jürgen Poeschel Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg, nun ist er am 22. November im Alter von 73 Jahren gestorben.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann würdigt sein Wirken für die Stadt Oldenburg: „Wir trauern um den ehemaligen Oldenburger Oberbürgermeister Dr. Jürgen Poeschel. Mit ihm verlieren wir einen engagierten Fürsprecher für die Belange Oldenburgs und des Oldenburger Landes. Mit seiner Verwaltungserfahrung hat er 1996 den Übergang in das damals neu definierte Amt des Oberbürgermeisters für Oldenburg gestaltet.“ 1996 wurde die Niedersächsische Gemeindeordnung reformiert. Die bis dahin geltende Zweigleisigkeit zwischen Politik und Verwaltung wurde aufgehoben. Damit wurde das Nebeneinander des ehrenamtlichen Oberbürgermeisters und des hauptamtlichen Oberstadtdirektors beendet und der Oberbürgermeister stand auch an der Spitze der Verwaltung.

Dr. jur. Jürgen Poeschel wurde am 15. Mai 1942 in Kasdorf, Westpreußen, geboren. Nach dem Studium in Göttingen schlug er eine Laufbahn in der Kommunalverwaltung ein, mit Stationen in Braunschweig, Wolfenbüttel und Oldenburg. Von 1986 bis 1991 war er Rechtsdezernent und Umweltdezernent (ab 1988) der Oldenburger Stadtverwaltung. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wechselte Poeschel als Ministerialdirigent ins Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst in Dresden. Er war von 1996 bis 2001 nach der Neufassung der Niedersächsischen Gemeindeordnung der erste direkt gewählte Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg. In seine Amtszeit fielen unter anderem folgende Ereignisse:

  • Am 30. Juni 1997 wird das City-Management Oldenburg (CMO) gegründet.
  • Am 11. August 1997 stellt die Oldenburger Brands Werft nach über einhundert Jahren ihren Betrieb ein.
  • Am 2. und 3. November 1998 besucht der Dalai Lama Oldenburg und folgt damit einer Einladung der Stadt.
  • Seit 1999 wird das Gelände der früheren Hindenburgkaserne an der Cloppenburger Straße durch eine private Erschließungsgesellschaft neu bebaut.
  • Das Edith-Ruß-Haus für Medienkunst wird am 22. Januar 2000 an der Katharinenstraße eröffnet.
  • Am 9. Juli 2000 wird der Zentrale Omnibusbahnhof drei Jahre nach der Grundsteinlegung eingeweiht.
  • Am 13. November 2000 öffnet das Horst-Janssen-Museum erstmals seine Türen.
  • Anfang 2001 wird die neue Justizvollzugsanstalt (JVA) Oldenburg im Stadtteil Kreyenbrück in Betrieb genommen.

Nach seiner Amtszeit als Oberbürgermeister wandte sich Poeschel ab 2001 wieder verstärkt der Wissenschaft zu. Er hinterlässt Ehefrau und vier erwachsene Kinder. Die Beisetzung findet am 27. November statt.

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