Stadt möchte Wohnungsbau für Flüchtlinge fördern

Oldenburg / red / pm – Die Stadtverwaltung teilt mit, dass sie mehr denn je das Ziel verfolgt, Flüchtlingen neben den Kommunalen Gemeinschaftsunterkünften und den Notunterkünften auch dezentrale Wohnmöglichkeiten zu bieten. Dazu unterstützt sie auch die Errichtung von Wohngebäuden für Flüchtlinge. Die Wirtschaftsförderung plant daher die Ausschreibung eines Grundstückes im Stadtteil Krusenbusch bzw. am Rande des Gewerbegebietes Tweelbäke im Bereich Gerhard-Stalling-Straße / Am Schmeel.

Das Grundstück könnte an einen Investor veräußert werden, der dann Gebäude mit Wohnungen verschiedener Größe errichtet, welche die Stadt für einen festgelegten Zeitraum für die Flüchtlingsunterbringung anmietet. Erste Gedanken dazu seien bereits den Ratsfraktionen und Vertretern aus dem Stadtteil (unter anderem dem Bürgerverein und Firmen-Vertretern aus dem angrenzenden Gewerbegebiet) vorgestellt. Der konkrete Beschluss für eine öffentliche Ausschreibung wird der Politik im November vorgelegt. Über die letztendliche Vergabe entscheidet später der Rat.

Das 5400 Quadratmeter große Grundstück im Bereich Gerhard-Stalling-Straße gehört mit weiteren Grundstücken zu einem rund 1,5 Hektar großen Mischgebiet, das sich am Rand des Gewerbegebietes Tweelbäke entwickelt. Südlich grenzt eine Einfamilienhaussiedlung an, die in den letzten Jahren entstanden ist. Das Grundstück sei optimal an das inner- und überörtliche Straßenverkehrsnetz und an den öffentlichen Personennahverkehr angeschlossen. Vorstellbar sei ein Umfang von 65 Wohnungen, die ab 2017 belegt werden könnten, so die Stadt.

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Aufgrund der noch immer angespannten Lage in den Krisengebieten rechnet die Stadt Oldenburg in naher Zukunft nicht damit, dass die Flüchtlingszahlen zurückgehen könnten. Die Stadt stellt sich daher darauf ein, bis Ende 2017 mehr als 1700 Unterkunftsplätze zur Verfügung stellen zu müssen. Zudem dauert es aufgrund der hohen Zahlen zunehmend länger, bis Asylanträge bearbeitet werden, sodass die Menschen mehrere Monate in diesen ersten Unterkünften leben, bevor sie eigenständig reguläre Wohnungen anmieten können. Zurzeit werden der Stadt jede Woche zirka 40 neue Flüchtlinge zugewiesen.

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