Oldenburg (zb) – 106.948 Straftaten sind im vergangenen Jahr in der Polizeidirektion (PD) Oldenburg registriert worden. Das ist ein Rückgang um 3134 Taten und damit der niedrigste Stand seit Bestehen der PD. Die Summe der durch Straftaten entstandenen Schäden betrug rund 104,8 Millionen Euro (2013: 90 Millionen Euro), berichtete Polizeipräsident Johann Kühme, der heute die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für den Zuständigkeitsbereich der PD Oldenburg vorstellte.

Den Hauptanteil der polizeilichen Ermittlungsverfahren in der PD Oldenburg bilden die Diebstahlsdelikte mit rund 40 Prozent bzw. 42.868 Taten. Die Aufklärungsquote insgesamt lag bei 59,27 Prozent (Vorjahr 2013: 61,10 Prozent). Somit belegen die Zahlen, dass die Bürger von Wangerooge bis Diepholz und von Cloppenburg bis Verden nach wie vor sicher leben können.

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Dies wird auch durch die Häufigkeitszahl bestätigt, die die Anzahl der registrierten Straftaten pro 100.000 Einwohner darstellt. Die Häufigkeitszahl in der PD Oldenburg betrug im Jahr 2014 6350 und ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken (2013 insgesamt 6542). Dennoch machte Kühme unmissverständlich klar, dass jede Straftat eine zu viel sei und die Opfer unter den Folgen häufig schwer zu leiden hätten.

Insgesamt ermittelte die Polizei 43.277 Tatverdächtige, das sind 297 mehr als im Vorjahr. Bei den tatverdächtigen Kindern und Jugendlichen ist ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Waren im Jahr 2013 noch 5726 Kinder und Jugendliche einer Straftat verdächtig, sind es im Jahr 2014 5875. Als besonders erfreulich bezeichnete Kühme den Rückgang der Tatverdächtigen bei den Heranwachsenden von 4445 in 2013 auf 4211. Gleichermaßen rückläufig sind die Zahlen jener, die Opfer einer Straftat wurden. In diesem Bereich sank die Zahl um 498 auf 18.526 Opfer (2013: 19.024).

Den Hauptanteil der polizeilichen Ermittlungsverfahren in der PD Oldenburg bilden nach wie vor die Diebstahlsdelikte mit zirka 40 Prozent (42.868 Taten), gefolgt von den Vermögens- und Fälschungsdelikten mit rund 18,5 Prozent (19.839 Taten). Bei Betrachtung der Langzeitentwicklung wird jedoch deutlich, dass die Anzahl der Diebstahlsdelikte im Verhältnis zur Gesamtkriminalität deutlich rückläufig ist. So sank sie von 64.862 Fällen im Jahr 2002 auf 42.868 im Jahr 2014.

Der kontinuierliche Anstieg der Wohnungs- und Tageswohnungseinbrüche seit 2008 konnte in den vergangenen Jahren gestoppt werden. 3616 Taten wurden 2012 registriert, 2013 waren es 3620 und im vergangenen Jahr 3512 Taten. Die Aufklärungsquote blieb mit 28,02 Prozent in etwa auf dem Vorjahresniveau.

„Wie in den Vorjahren sind zur Begehung von Einbrüchen Einzeltäter und oder Tätergruppen aus dem Bundesland Bremen vermehrt in das Umland ausgewichen. Daher arbeiten die benachbarten Dienststellen aus Bremen und Bremerhaven sowie der PD Oldenburg eng und intensiv zusammen, um Einbrüche zu verhindern und die Straftaten aufzuklären“, berichtete Kühme.

Rückläufig ist die Zahl der Raubtaten. Waren es vor zehn Jahren noch ungefähr 1000 Delikte pro Jahr, so sank die Zahl auf 723 Fälle im Jahr 2014. Auch im Bereich der Körperverletzungsdelikte ist ein leichter Rückgang von 10.202 auf 10.126 zu verzeichnen. Die Anzahl der Straftaten gegen die persönliche Freiheit, zu denen insbesondere die Tatbestände der Nötigung und der Bedrohung gehören, ist seit einigen Jahren relativ konstant um 3.800 Fälle pro Jahr (2014: 3846).

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