Oldenburg

Mann am Hauptbahnhof von Güterzug erfasst

Ein 34-Jähriger ist am Hauptbahnhof Oldenburg von einem Güterzug erfasst und schwer verletzt worden.

Schwerer Personenunfall im Hauptbahnhof Oldenburg.
Foto: dts Nachrichtenagentur

Oldenburg (am/ki/pm) Am Hauptbahnhof Oldenburg ist am Montagabend ein 34-jähriger Mann von einem Güterzug erfasst und schwer verletzt worden. Der Mann saß an der Bahnsteigkante von Gleis 4 und ließ die Beine ins Gleisbett hängen. Trotz Achtungspfiff und eingeleiteter Schnellbremsung konnte der Triebfahrzeugführer den Unfall nicht verhindern. Die Bundespolizei ermittelt, Hinweise auf Fremdverschulden liegen derzeit nicht vor.

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Nach bisherigen Erkenntnissen saß der 34-jährige deutsche Staatsangehörige gegen 20.25 Uhr an der Bahnsteigkante. Ein aus Richtung Wilhelmshaven kommender Güterzug näherte sich mit etwa 50 Stundenkilometern. Der Triebfahrzeugführer leitete eine Schnellbremsung ein, konnte den Zusammenstoß jedoch nicht verhindern.

Der Mann erlitt schwere Verletzungen. Rettungskräfte versorgten ihn zunächst vor Ort und brachten ihn anschließend in ein Krankenhaus in Oldenburg. Die Bundespolizei veranlasste die Auswertung der Videoaufzeichnungen am Bahnsteig.

Während der Rettungs- und Einsatzmaßnahmen wurde das Gleis gesperrt. Es kam zu Beeinträchtigungen im Bahnverkehr.

Im Einsatz waren neben der Bundespolizei auch die Landespolizei, der Notfallmanager der Deutschen Bahn, die Berufsfeuerwehr Oldenburg sowie drei Rettungswagen.

Warum der Mann so dicht an der Bahnsteigkante saß, ist bislang unklar. Die Ermittlungen dauern an. Weitere Angaben machte die Bundespolizei nicht.

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6 Kommentare

  1. Mila
    24. Februar 2026 um 14.10 — Antworten

    Montag Abend ist das passiert -nicht Dienstag. ( Nur so ein Tipp 😊)

  2. Klaus von Garrel
    25. Februar 2026 um 9.03 — Antworten

    Moin!
    Mit Entsetzen hab ich das heute Morgen gelesen.war es Leichtsinn,Absicht,oder Naivität das schon nix passiert.Meiner Ansicht nach muss die Bahn durch Vorsichtsmaßnahmen so etwas unmöglich machen.Ein Gitter wie es bei jedem Schulbuss gibt das die Kinder vor dem Buß schützt.
    Sicher ein Aufwand der aber Schutz vermittelt. Wer hat nicht schon ein Gefühl des Unbehagen. Gehabt wenn eine Bahn mit relativ hoher Geschwindigkeit in den Bahnhof /Gleis einfährt.Auf jeder Brücke über einen Fluss oder Kanal werden Speergitter installiert.Das ist gut so u.gibt Sicherheit ,warm nicht auch im Bahnhof oder U-Bahnstation?Ich würde mich freuen wenn diese Nachricht an die richtige Stelle der DB weitergeleitet.Vielleicht wäre das Ukrainische Mädchen , das kürzlich vor den Zug gestoßen wurde , noch am Leben .Ja vielleicht kommen ja auch viele neue Kunden zum Bahnfahren weil es sicherer geworden ist.Dies ist meine heutige Ansicht zu dem Unfall.
    Freundliche Grüße Klaus von Garrel

    • Markus
      25. Februar 2026 um 15.42 — Antworten

      Natürlich gibt es entsprechende Absperrungen am Markt, aber dazu müsste man ja Geld in die Hand nehmen – das will man bei der Bahn aber nicht, man möchte diese Gelder lieber an die Vorstände etc. ausschütten.
      Technisch bedingt es bei der Einfahrt ein präzises Bremsen, damit die Türen am Zaun und am Zug übereinstimmen. Sollte mit etwas Training kein Problem sein, aber: jeder Zugtyp hat andere Abstände der Türen. Passt also nicht. Hier müsste man für jeden Zugtyp ein eigenes Gleis (bzw. deren zwei, eins pro Richtung) haben. Oder eben weniger Wildwuchs bei den Zügen. Wie gesagt, in China und Japan bereits Standard.

  3. Rüdiger
    26. Februar 2026 um 7.22 — Antworten

    Die Bahn trifft keine Schuld! Sogar meine 6 Jährige Tochter weiss das man sich hinter der Markierung aufzuhalten hat. Auch wenn kein Zug zu sehen ist. Das Verhalten des 34 jährigen Verunglückten war dumm und fahrlässig und wenn es ein einfahrender Personenzug gewesen wäre hätte er auch andere gefährden können (Vollbremsung). Mein Mitleid hält sich in Grenzen!

  4. Olaf
    26. Februar 2026 um 14.25 — Antworten

    Sollte sich bei den Ermittlungen tatsächlich bewahrheiten, dass der Mann absichtlich an der Bahnsteigkante saß und die Beine ins Gleisbett hängen ließ, dann ist so eine Kombination aus Dummheit, Leichtsinn und Rücksichtslosigkeit kaum noch zu übertreffen. Mein Mitgefühl gilt in diesem Fall nicht dem Verunfallten, sondern dem Triebfahrzeugführer, der Polizei und allen Rettungskräften, die diesem Mann geholfen haben. Gegen derart mutwillige und vorsätzliche Unfallverursacher helfen leider auch keine Absperrungen.

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