Kramermarkt 2026: Riesenrad macht den Anfang

Freuen sich schon jetzt auf den 419. Kramermarkt (von links): Dr. Julia Figura (Erste Stadträtin und Marktdezernentin), Michael Lorenz (Amtsleiter Bürger- und Ordnungsamt), Christian Aster (Leiter des Fachdienstes Sicherheit und Ordnung), Marktmeister Dennis Ostendorf und René Mondorf (Oldenburger Schaustellerverband).

Freuen sich schon jetzt auf den 419. Kramermarkt (von links): Dr. Julia Figura (Erste Stadträtin und Marktdezernentin), Michael Lorenz (Amtsleiter Bürger- und Ordnungsamt), Christian Aster (Leiter des Fachdienstes Sicherheit und Ordnung), Marktmeister Dennis Ostendorf und René Mondorf (Oldenburger Schaustellerverband).
Foto: Sascha Stüber

Mit dem Aufbau des Riesenrads beginnt auf dem Gelände an den Weser-Ems-Hallen die sichtbare Vorbereitung auf den 419. Oldenburger Kramermarkt. Betreiber Patrick Greier startet dort am kommenden Freitag als erster Schausteller mit der Montage. Das Volksfest öffnet am Freitag, 2. Oktober, um 14 Uhr und läuft bis Sonntag, 11. Oktober. Rund 250 Geschäfte sollen sich auf dem 90.000 Quadratmeter großen Gelände verteilen, darunter etwa 40 Groß- und Kinderfahrgeschäfte. Der frühe Aufbau schafft vor allem Zeit für die aufwendige Montage des 450 Tonnen schweren Riesenrads, bevor ab 21. September weitere Betriebe folgen.

Das mehr als 60 Meter hohe Fahrgeschäft kennen viele Kramermarkt-Besucher/innen noch als Steiger-Rad. In Oldenburg tritt es erneut unter dem Namen „Mein Rad“ an. „Wir freuen uns darüber, dass es wieder geklappt hat und das altbekannte Steiger-Rad unter dem Namen ‚Mein Rad‘ auf dem Oldenburger Kramermarkt dabei ist“, sagt Marktmeister Dennis Ostendorf. Für den Transport zerlegen die Betreiber das Riesenrad in Teile, die auf 32 speziell umgebauten 40-Fuß-Containern zu den Veranstaltungsorten gelangen. Mehr als 250.000 LEDs beleuchten die Konstruktion und machen das Rad weit über das Festgelände hinaus sichtbar.

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Neue Fahrgeschäfte reichen bis auf 71 Meter Höhe

Zu den auffälligsten Neuheiten gehört in diesem Jahr der „Look-360° Panorama“. Der Aussichtsturm bringt seine Gäste in vier vollverglasten Gondeln bis auf 71 Meter Höhe. Damit entsteht neben dem Riesenrad ein weiterer Aussichtspunkt über Marktgelände und Stadt.

Mehr Tempo bietet die „Wilde Maus – Das Original“. Die Achterbahn erreicht eine Höhe von 20 Metern und führt über rund 400 Meter Schiene. Deutlich heftiger fällt die Fahrt mit „The Beast“ aus. Das Überkopf-Fahrgeschäft kombiniert Drehungen, Schwingungen und Überschläge.

Familien finden unter den Neuzugängen auch ruhigere Angebote. Die „Super Rutsche“ ist 18 Meter hoch, 50 Meter lang und besitzt acht Bahnen. Bei der „Ballon-Voyage“ steigen acht Ballons bis zu zehn Meter hoch und drehen ihre Runden über dem Platz.

Auch zwei Lauf- und Geistergeschäfte kommen erstmals in dieser Form nach Oldenburg. Die Familiengeisterbahn „Fahrt zur Hölle 2.0“ verläuft auf zwei Etagen und besitzt eine rund 180 Meter lange Strecke. Nach Angaben der Veranstalter wurde die Bahn 2025 vollständig renoviert. In der „verrückten Farm“ führen drei Etagen durch Hindernisse, Wasserspiele und eine Rutsche.

Bekannte Fahrgeschäfte kehren zurück

Neben den Premieren setzt der Kramermarkt auf mehrere Rückkehrer. Die Rafting-Bahn „Rio Rapidos“ bringt ihre Fahrgäste durch eine Palmenlandschaft und dürfte trockene Kleidung nicht immer garantieren. Die Riesenschaukel „Excalibur“ erreicht bei ihren Fahrten eine Höhe von knapp 50 Metern.

Mit „Commander“ kehrt ein Rundfahrgeschäft zurück, das Loopings mit seitlichen Drehungen verbindet. Beim „Kessel-Tanz“ hält die Fliehkraft die Fahrgäste am Rand des rotierenden Kessels. Hoch hinaus geht es außerdem mit dem „Nordic Tower“: Der Kettenflieger erreicht 80 Meter Höhe.

Mehrere Laufgeschäfte ergänzen die Rückkehrer. „Happy Family“ erstreckt sich über fünf Etagen und umfasst 36 Stationen, darunter einen Wasserparcours und Schwarzlichteffekte. „Big Bamboo“ setzt auf Südsee-Kulisse, Hindernisse, Live-Shows und Animation. Für jüngere Kinder ist erneut der „Schwanenflug“ vorgesehen, der 2025 sein Debüt auf dem Kramermarkt gab.

Klassiker bleiben Teil des Kramermarkts

Trotz der zahlreichen Neuheiten bleiben bekannte Fahrgeschäfte fester Bestandteil des Festes. „Break Dance“, „Musik-Express“, „Octopussy“, „Take Off“ und „Wellenflug“ stehen erneut auf dem Gelände. Drei Autoscooter ergänzen das Angebot.

Für Kinder sind außerdem mehrere kleinere Fahrgeschäfte vorgesehen. Dazu gehören die Käfig-Rundschaukel „Looping the Loop“, die „Highway Rallye“, der „Jumbo Flug“ und verschiedene Kinderkarussells. Insgesamt rechnet die Marktverwaltung mit etwa 40 Groß- und Kinderfahrgeschäften.

Spiegelzelt ersetzt die nostalgische Zeitreise

Neu im Rahmenprogramm ist ein Spiegelzelt, das der Oldenburger Schaustellerverband erstmals für den Kramermarkt gewonnen hat. Auf 320 Quadratmetern soll dort täglich ab 15 Uhr ein kostenloses wechselndes Familienprogramm laufen.

Kinder können sich unter anderem an einem Mitmachzirkus beteiligen und selbst Zirkusnummern ausprobieren. Zum Programm gehört außerdem eine Kasper-Vorstellung der Puppenbühne HeyderHoffmann. Das Zelt ersetzt in diesem Jahr die bisherige nostalgische Zeitreise.

Mehr als 100 Gruppen ziehen durch Oldenburg

Der große Festumzug gehört ebenfalls wieder zum Programm. Mehr als 100 Festwagen und Fußgruppen starten am Samstag, 3. Oktober, um 14 Uhr am Staatstheater und ziehen von dort zum Marktgelände an den Weser-Ems-Hallen.

Eine zweite große Parade folgt einige Tage später direkt auf dem Festplatz. Die Kramermarkt-Parade läuft am Mittwoch, 7. Oktober, von 15 bis etwa 16 Uhr über das Gelände. Mit dabei sind unter anderem Graf Anton Günther, das EWE-Baskets-Maskottchen Hubird und Kramermarkt-Eisbär Werner.

Daneben kündigen die Veranstalter Figuren aus Film und Comic sowie Stelzenläufer/innen an. Genannt werden unter anderem Super Mario, Yoshi, Mickey Mouse und Donald Duck. Ein Kramermarkt-Bimmelzug begleitet die Parade. Bis 18 Uhr sollen sich einzelne Figuren anschließend auf dem Gelände und auf Bühnen zeigen.

Drei Feuerwerke über dem Festplatz

Dreimal soll während des Kramermarkts ein Feuerwerk den Himmel über den Weser-Ems-Hallen erhellen. Das Eröffnungsfeuerwerk beginnt am Freitag, 2. Oktober, um 22 Uhr. Ein zweites Feuerwerk folgt eine Woche später im Anschluss an den Laternenumzug.

Der traditionelle Laternenumzug startet am Freitag, 9. Oktober, um 18.30 Uhr am Alten Rathaus. Der eigentliche Zug zum Festgelände setzt sich um 19.15 Uhr mit zwei Spielmannszügen in Bewegung. Gegen 20 Uhr soll dort „Kranichs Feuerzauber“ beginnen.

Zum Abschluss des Kramermarkts steigt am Sonntag, 11. Oktober, ab 22 Uhr das dritte Feuerwerk. Zuvor öffnet die Oldenburger Innenstadt ab 13 Uhr zum verkaufsoffenen Sonntag.

Lageplan wird wegen Bauarbeiten wichtiger

Besucher/innen müssen sich auf dem Festgelände teilweise neu orientieren. Wegen einer Baumaßnahme an der Weser-Ems-Halle hat die Marktverwaltung die Gangführung verändert. Wegweiser sollen die geänderten Wege vor Ort kenntlich machen.

Ein veröffentlichter Lageplan zeigt nicht nur die Standorte der Fahrgeschäfte und Großzelte. Eingezeichnet sind auch Toiletten, Sanitätsstationen, Wickelmöglichkeiten, Geldautomaten, Bushaltestellen sowie das Marktbüro und die Polizei. Damit soll der Plan vor allem bei der Orientierung auf dem weitläufigen Gelände helfen.

Der Lageplan des Kramermaktes 2026 in Oldenburg.

Kramermarktsplan 2026.
Grafik: Stadt Oldenburg

Die Dimensionen bleiben erheblich. Rund 250 Betriebe verteilen sich auf etwa 1,5 Kilometer Ganglänge. Zusammengerechnet kommen ihre Fronten auf gut drei Kilometer. Die Geschäfte selbst beanspruchen rund 25.000 Quadratmeter Fläche. Zusätzlich müssen mehr als 600 Zugmaschinen, Anhänger und Wohnwagen untergebracht werden.

Aufbau geht ab 21. September weiter

Nach dem Start am Riesenrad nimmt der Aufbau am Montag, 21. September, weiter Fahrt auf. Die übrigen Schausteller/innen können dann ihre Geschäfte auf dem Gelände errichten. Bis zur Öffnung bleiben knapp zwei Wochen für Aufbau, Anschlüsse und Vorbereitungen.

Die Marktverwaltung rechnet während der zehn Veranstaltungstage mit bis zu 1,5 Millionen Gästen. Damit gehört der Oldenburger Kramermarkt gemessen an Fläche, Zahl der Geschäfte und Besucheraufkommen zu den großen Volksfesten in Deutschland.

Geöffnet ist der Kramermarkt zu folgenden Zeiten:

  • Freitag, 2. Oktober: 14 bis 1 Uhr
  • Samstag, 3. Oktober: nach der offiziellen Eröffnung ab zirka 15.30 bis 1 Uhr
  • Sonntag, 4. Oktober: 13 bis 23 Uhr
  • Montag, 5. Oktober: 14 bis 23 Uhr
  • Dienstag, 6. Oktober: 14 bis 23 Uhr
  • Mittwoch, 7. Oktober: 14 bis 23 Uhr
  • Donnerstag, 8. Oktober: 14 bis 23 Uhr
  • Freitag, 9. Oktober: 14 bis 1 Uhr
  • Samstag, 10. Oktober: 14 bis 1 Uhr
  • Sonntag, 11. Oktober: 13 bis 23.30 Uhr

Weitere Programmpunkte und aktuelle Hinweise will die Marktverwaltung auf der Website der Stadt zum Kramermarkt veröffentlichen.

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