Experten halten KI-Auslöschungsszenario für unrealistisch

Experten halten KI-Auslöschungsszenario für unrealistisch

Foto: via dts Nachrichtenagentur

Eine außer Kontrolle geratene künstliche Intelligenz, die zur existenziellen Gefahr für die Menschheit wird, halten mehrere Experten für kein realistisches, aktuelles Szenario.

Sie gehe nicht davon aus, dass autonome Systeme irgendetwas ausrichten könnten, sagte die Unternehmerin Elisabeth L`Orange dem „ntv Talk Spezial – Die KI-Revolution“. Sie verweist vor allem auf die technischen Grenzen heutiger Systeme. Gefahren sieht sie dort, wo Menschen KI gezielt für schädliche Zwecke einsetzen. Cyberangriffe könnten mithilfe künstlicher Intelligenz deutlich effektiver werden.

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Algorithm-Watch-Geschäftsführer Matthias Spielkamp hält ebenfalls wenig von der Vorstellung einer KI, die einen eigenen Willen entwickelt und sich der menschlichen Kontrolle entzieht. Diese Annahme, dass KI sozusagen einen eigenen Willen entwickelt und aus dem Labor ausbricht, sei einfach völliger Quatsch, so Spielkamp. KI könne durchaus massive Schäden verursachen. Die Verantwortung dafür müsse aber bei den Menschen und Unternehmen liegen, die die Systeme entwickeln und einsetzen.

Auch der frühere Bitkom-Präsident, Investor und Multi-Aufsichtsrat Achim Berg weist Warnungen vor einer Auslöschung der Menschheit durch KI scharf zurück. Das halte er für totalen Blödsinn, totalen Unsinn und extrem kontraproduktiv. Als wesentlich größere Gefahr bezeichnet Berg die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz, Menschen individuell zu beeinflussen. Besonders problematisch könne es werden, wenn Menschen künftig Ergebnisse von KI-Systemen glaubten, obwohl sie deren Zustandekommen nicht mehr nachvollziehen könnten.

Wolf-Dieter Adlhoch, Vorstandsvorsitzender der Dussmann Group, sieht die unmittelbarere Gefahr ebenfalls beim Menschen. Er sehe persönlich das Risiko heute noch größer, dass der Mensch die KI nutzt, um bewusst Schaden anzurichten. Unternehmen und Gesellschaft müssten sich deshalb mit diesen Risiken auseinandersetzen und gleichzeitig die wirtschaftlichen Chancen der Technologie im Blick behalten.

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