Oldenburg

GWO gründen Stiftung Teilhabe

Das Kaufhaus der Werkstätten mit seinem hochwertigen Angebot und zahlreichen Arbeitsplätzen für Menschen mit Beeinträchtigung zieht im März an den Julius-Mosen-Platz.

Das Kaufhaus der Werkstätten mit seinem hochwertigen Angebot und zahlreichen Arbeitsplätzen für Menschen mit Beeinträchtigung zieht im März an den Julius-Mosen-Platz.
Foto: Katrin Zempel-Bley

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LzO Vorsorge

Oldenburg/zb – Die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg (GWO) haben die Stiftung Teilhabe gegründet und mit einem Startkapital von 600.000 Euro ausgestattet. Das Geld stammt aus Spenden und Einnahmen.

„Der Name ist Programm, denn die gemeinnützige Stiftung wird sich in der Region Oldenburg für die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung in allen Lebensbereichen einsetzten“, erklärt GWO-Vorstand Gerhard Wessels, der auch die Geschäftsführung der Stiftung übernimmt, bei der offiziellen Vorstellung der Stiftung.

Die Stiftung hat mit dem Kauf der ehemaligen LzO-Filiale am Julius-Mosen-Platz in Oldenburg den Grundstein gelegt. Genau dort wird ab März die neue Geschäftsstelle ein umfangreiches Angebot mitten in der Gesellschaft für Menschen mit Behinderung vorhalten. Interessierte können sich hier von Fachkräften zu Themen wie Ausbildung, Arbeiten und Wohnen für Menschen mit Behinderung beraten lassen. Außerdem wird das von den GWO betriebene Kaufhaus der Werkstätten (KDW) dort Einzug halten, das zuvor in der Kleinen Kirchenstraße angesiedelt war. „Den Standort haben wir aufgegeben, weil dort zu wenig Publikumsverkehr war“, berichtete Wolfgang Bartels vom Stiftungsvorstand. „Am Julius-Mosen-Platz werden wir ganz anders wahrgenommen werden“, ist er sicher.

Weil die Immobilie gut vermietet ist, unter anderem an die LzO, die dort ihre SB-Geldautomaten aufgestellt hat, und somit täglich rund 300 Kunden anzieht, erfüllt die Stiftung ihren Zweck. Dass sie selbst operativ tätig sein wird, hob Gerhard Wessels besonders hervor. Arbeitsprojekte für Menschen mit Beeinträchtigung wie das Café Kurswechsel in der VHS Oldenburg oder die Kantine in der Oldenburger Agentur für Arbeit „MachBar“, die von den GWO betrieben werden, sollen künftig weiterentwickelt werden. „Wir wollen sie evaluieren und konzipieren, um sie auf andere Städte zu übertragen“, kündigt er an. Gefördert werden sollen aber auch inklusive Projekte wie das Kunstprojekt „Kunst im Quartier“ oder das Sportangebot der GWO.

Das Modell der Stiftung bietet den Vorteil, das Unterstützer ihr Geld in den Grundstock der Stiftung Teilhabe stiften können. Das Geld bleibt dauerhaft im Vermögen der Stiftung. Diese erzielt durch die damit verbundene Erhöhung des Stiftungsvermögens langfristig höhere Erträge und kann somit ihre Zwecke nachhaltiger verfolgen. Das Engagement des Stifters wirkt somit langfristig für die Belange von Menschen mit Behinderung in der Region Oldenburg. Es ist aber auch möglich, die Stiftung Teilhabe mit einer Spende für ein konkretes Projekt zu bedenken, das Geld wird dann punktgenau für dieses verwendet. Erste Zustiftungen hat es bereits gegeben.

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