Oldenburg

Forumshaus St. Peter wird eröffnet

5,6 Millionen Euro hat der Neubau direkt neben der Kirche St. Peter gekostet, der Sonnabend offiziell eröffnet wird.

5,6 Millionen Euro hat der Neubau direkt neben der Kirche St. Peter gekostet, der Sonnabend offiziell eröffnet wird.
Foto: Katrin Zempel-Bley

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LzO Allem gewachsen

Oldenburg/zb – Ende Januar wird das neue Gebäude „Forum St. Peter“ an der Peterstraße in Oldenburg im Rahmen eines Gottesdienstes feierlich eröffnet. 5,6 Millionen Euro hat der Neubau direkt neben der Kirche St. Peter gekostet, der ab sofort allen Menschen offensteht.

„Dass ein Forumshaus und eine Forumskirche eng miteinander verbunden sind, ist einzigartig in Oldenburg“, betont Klaus Hagedorn, Pastoralreferent und Seelsorger im Forum St. Peter. Somit sind ein DialogForum, ein geistliches Zentrum, ein Beratungs- und ein Begegnungshaus entstanden für die Menschen im Oldenburger Land unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit. Hier ist ausdrücklich jeder willkommen.

Im Erdgeschoss befindet sich das Forum St. Peter, das offen, einladend, gastfreundlich und unterstützend tätig ist. „Dabei verstehen wir unsere pastorale Arbeit an unserem katholischen Standort keineswegs in Abgrenzung zu anderen Kirchen oder Glaubensrichtungen. Wir wollen für alle Menschen in der Stadt und im Umland in ökumenischer Kommunikation und Kooperation da sein und Gott zur Sprache bringen“, stellt Hagedorn klar und freut sich über den guten Zuspruch nicht zuletzt auch aus den umliegenden Landkreisen.

Dabei spielt der Foyer-Bereich als Schnittstelle eine große Rolle. Von 9 bis 18 Uhr stehen Ehrenamtliche als erste Ansprechpartner für die Besucher zu Verfügung. Hier gibt es zudem Kunstausstellungen, es können Bücher und Zeitschriften gelesen oder ein Kaffee getrunken werden. „Bei uns können die Menschen ankommen, reden oder auch schweigen, sich besinnen, Fragen stellen, ins Gespräch eintreten, von ihren Nöten und Sorgen berichten oder nach Orientierung in ihrem Leben suchen“, berichtet Hagedorn. „Deshalb gibt es hier Seelsorge und geistliche Begleitung, Information und Beratung, Gespräch und Wegbegleitung, Dialog und Bildung – in ökumenischer Offenheit und Solidarität.“

Unter das Dach des Forum St. Peter sind die Caritas mit ihren Beratungsdiensten, der Sozialdienst katholischer Frauen sowie die ökumenische Ehe-, Familien- und Lebensberatung eingezogen. Ziel war es, verschiedene kirchliche Institutionen und Dienste näher zusammen zu bringen und deren Kräfte zu bündeln zum Wohle der Besucher.

Angesichts der Tatsache, dass immer mehr Menschen keiner Konfession mehr angehören und selbst Kirchenmitglieder oftmals keine Gemeindebindung haben, ist die Idee zum Forumshaus entstanden. „Wir möchten Möglichkeiten der Begegnung anbieten, die zu nichts verpflichten. Nur so können wir die Menschen mit ihren Anliegen und Fragen kennenlernen und mit ihnen in Kontakt treten“, erklärt Hagedorn die Philosophie. „Deshalb sind unsere Besucher auch keine Kunden oder Klienten sondern Menschen, die sich selbst mitbringen.“

Hagedorn bezeichnet das Forum St. Peter gern auch als Gasthaus, Rastplatz, Netzwerk und Werkstatt. Im Gasthaus gibt es Unterstützung, Hilfestellung und Beratung. Als Rastplatz dient es den Rastlosen als Haltepunkt und Ort der Stille. Dafür gibt es eigens einen Raum. Als Netzwerk sucht das Forum gezielt die Kooperation mit kirchlichen und nichtkirchlichen Gruppierungen mit Blick auf ein gemeinsames Ringen um die Grundlagen einer Zukunft in Frieden und Gerechtigkeit. Und schließlich will es eine Werkstatt sein, in der alle gemeinsam für eine gerechtere und friedvollere Stadt und Welt arbeiten mit dem Ziel, dass die Erde für alle bewohnbar bleibt. „In all dem halten wir den Menschen in ökumenischer Offenheit eine Botschaft hin, ohne ihnen diese aufzudrängen“, sagt Hagedorn.

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1 Kommentar

  1. Miro
    23. Januar 2015 um 10.11

    naja ein Forum stelle ich mir architektonisch irgendwie anderes vor…
    Vielleicht liegt es auch an den Bildern…