Oldenburg

Fliegerhorst: Bürger entwickeln neuen Stadtteil

Sonja Hörster, Jürgen Krogmann, Gabriele Nießen und Axel Müller stellten die Pläne zur Bürgerbeteiligung zum Oldenburger Fliegerhorst vor.

Sonja Hörster, Jürgen Krogmann, Gabriele Nießen und Axel Müller stellten die Pläne zur Bürgerbeteiligung vor.
Foto: Anja Michaeli

Oldenburg (am) Eine Fläche von 190 Hektar gilt es auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorstes im Stadtnorden zu beplanen – ein wichtiges Projekt für die Stadtentwicklung. Dabei setzt die Stadtverwaltung auf starke Bürgerbeteiligung in einer für Oldenburg neuen repräsentativen Form: von der Ideensammlung über eine Ausstellung und Radtouren bis hin zu einer fünftägigen Stadtwerkstatt mit drei unterschiedlichen Bürgergruppen und insgesamt 180 Teilnehmern. Heute wurde der Startschuss mit Freischaltung der informierenden Webseiten gegeben.

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„Es gibt genug Spielraum für viele Ideen“, so Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, der sich eine große Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger wünscht. Aber er betont auch, dass bei allen Wünschen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eingehalten werden müssen. Es müssen sowohl die Infrastruktur als auch die Entsorgung von Altlasten wie Kampfmittel finanziert werden. Die insgesamt 190 Hektar Fläche auf dem Stadtgebiet Oldenburg wird derzeit von rund 100 Mietern genutzt, auf 80 Hektar wurde eine Photovoltaik-Anlage installiert und ein Naturschutzgebiet ausgewiesen und seit dem vergangenen Jahr hat die Wagenburg hier ihren neuen Standort bezogen.

Diese Voraussetzungen müssen beachtet werden, wenn es in die Planungen geht. Daran soll ein repräsentativer Teil der Bürgerschaft beteiligt werden. Eine Auswahl an Oldenburgern wird anhand des städtischen Melderegisters dazu eingeladen. Und weil es um die Zukunft der Stadt Oldenburg geht, würden auch Schülerinnen und Schüler nach ihren Ideen gefragt. „Damit haben wir gute Erfahrungen gemacht“, berichtet Stadtbaurätin Gabriele Nießen im Rückblick auf „Donnerschwee wird freizeitfit“. „Die Kinder und Jugendlichen haben mit sehr realistischen Vorschlägen zu der Entwicklung beigetragen.“ Auch die Interessenvertreter werden zu Wort kommen, die Einladungen gehen bis Ende Februar raus. Wer sich angesprochen fühlt, aber keine Einladung erhalten hat, kann sich an die Stadtverwaltung wenden. „Vertreter der Nachbargemeinden und des Landkreises Ammerland werden ebenfalls eingeladen“, so Nießen.

Die Ergebnisse der Stadtwerkstatt werden dann in die Überlegungen der Planer einfließen. Zunächst wird ein städtebauliches Gerüst entwickelt, bevor die einzelnen Bebauungspläne erstellt werden. Nach sehr vorsichtigen Schätzungen könnten laut Stadtverwaltung 2018 die ersten Bagger rollen.

Fliegerhorst: Ablauf der Bürgerbeteiligung

Ideenkarten

Die Oldenburger Stadtverwaltung wünscht sich von den Bürgern Vorschläge für die 16 Hektar Wohnen, acht Hektar Wohnen und Gewerbe sowie 23 Hektar Gewerbefläche auf dem Fliegerhorst.

Die Stadtverwaltung wünscht sich von den Bürgern Vorschläge für die 16 Hektar Wohnen, acht Hektar Wohnen und Gewerbe sowie 23 Hektar Gewerbefläche.
Grafik: BImA

Heute wurden die Webseiten unter www.oldenburg.de/fliegerhorst freigeschaltet. Zudem werden Ideenkarten als Flyer an öffentlichen Stellen ausgelegt oder können als PDF-Datei heruntergeladen werden. Die Ideenkarten sollten bis zum 30. April (portofrei) eingesendet werden. „Wer nach dem 30. April noch Ideen entwickelt, kann sie noch online nachreichen“, so Sonja Hörster vom Oldenburger Institut für partizipatives Gestalten (IPG).

Ausstellung und Radtouren

Am 17. April wird im ehemaligen Wachgebäude des Fliegerhorstes eine Ausstellung eröffnet, die über die Geschichte des Areals, die Rahmenbedingungen und die zukünftigen Möglichkeiten informiert. Auch hier wird die Gelegenheit geboten, Vorschläge einzureichen. An diesem Eröffnungstag, 15 Uhr, findet zudem eine erste geführte Radtour über das Gelände statt. Diese Fahrt wird von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann begleitet. Weitere Touren sind vom 21. April bis 26. Mai, jeweils dienstags ab 16 Uhr, geplant. „Das Gelände kann und darf noch nicht für alle und jederzeit geöffnet werden“, erklärt Axel Müller, Leiter der Stabstelle Fliegerhorst bei der Stadt Oldenburg. „Hier schlummern gerade auf dem Oldenburger Teil noch Kampfmittel und es sind nicht alle Gebäude sicher.“

Stadtwerkstatt

Die eingereichten Vorschläge werden von Bürgern, Schülern und Interessenvertreter begutachtet. Dafür werden drei sogenannte Werkräume stattfinden. Zunächst gehen an 1600 Oldenburgerinnen und Oldenburger Einladungen heraus. „Durch Erfahrungswerte rechnen wir mit einer Rücklaufquote von zwei bis vier Prozent“, sagt Sonja Hörster. Die ersten 60 Bürger mit Rückmeldungen werden an der Stadtwerkstatt teilnehmen (es wird eine Warteliste eingerichtet.) Für die zweite Gruppe kann jede Schule jeweils zwei Schülerinnen und Schüler als Vertreter schicken. Und auch die Verbände und Vereine wurden bereits eingeladen. Insgesamt werden sich die drei Gruppen á 60 Bürger zu einer ersten Auftaktbesprechung am 2. Juni treffen. Anschließend tagen die Schüler am 3. Juni, die Interessenvertreter am 4. Juni und die Bürger am 5. Juni, um am 6. Juni die Ergebnisse zusammenzufassen.

„Im Sommer soll das Verfahren zu einem Ergebnis führen“, erklärt Krogmann. „Dieses repräsentätive Beteiligungsmodell ist für uns ein Testballon. Wir sind gespannt, wie es in Oldenburg angenommen wird.“

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20 Kommentare

  1. Michael Reins
    5. Februar 2015 um 19.05

    Seit wann interessiert denn die Stadtverwaltung ,was die Bürger möchten?

  2. Gisela Umlauf
    7. Februar 2015 um 9.39

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    bevor über eine Planung über die Nutzung des Fliegerhorstes diskutiert wird, sollte ENDLICH der Autoverkehr vom Fliegerhorst Eingang Alexanderstraße bis Ofen/Flugplatzsiedlung freigegeben werden.

    Es kann doch nicht sein, dass Autofahrer aus den Bereichen Metjendorf/Heitkamp/Ofenerfeld immer noch einen Riesenumweg über Heitkamp nach Ofen machen müssen, um zu den dort ansässigen Geschäften und zum Famila Center zu gelangen!

    Viele Grüße,
    Gisela Umlauf

    • Barbara Klebinger
      15. Februar 2015 um 14.06

      … das geht ja gar nicht ! : dann könnten ja auch Asylanten den Ausgang benutzen-dies wird aber von der Stadtverwaltung , sogar durch Ausgabe tausender EURO für einen neuen Ausgang für Asylanten zur Hugo-Eckener Straße, nachhaltig verhindert.

  3. Barbara Klebinger
    15. Februar 2015 um 13.51

    … VORSICHT: jedesmal, wenn die Stadtverwaltung Bürgern eine Mitsprache anbietet, sind die Grundlagen schon lange entschieden ! Sh. Eingang Hugo-Eckener Straße/Ausgang für Asylanten.

  4. Sylke Unger
    15. Februar 2015 um 14.16

    Meine Güte, egal wo man hier auch hinschaut: Überall sind Sie ausschließlich am meckern, Frau Klebinger. Es gibt wohl keine Möglichkeit, Ihnen irgendetwas recht zu machen, oder? Was für ein schreckliches Leben!

    • Michael Reins
      16. Februar 2015 um 8.52

      Vielleicht fällt ihnen Frau Klebinger nur deshalb auf, weil die ihrerseits zu vielen Artikeln respektive Themen auch etwas zu sagen hat, dabei auch über Hintergrundwissen verfügt?!
      Würden nur 50% der Oldenburger sich so dafür interessieren, gäbe es z.B. den Stadtrat in Oldenburg nicht in dieser Aufstellung (das sind diejenigen, die das Geld zum Fenster raus werfen, weil ihnen die Grundrechenarten noch wie Hexenwerk vorkommen).
      Ihnen ist doch sicher nicht entgangen, wo die Gelder letztendlich verpulvert wurden – und bereits eine Strafanzeige wegen des Verdachts der Verschwendung öffentlicher Gelder bei der Oldenburger Staatsanwaltschaft vorliegt – um uns an anderen Stellen mit höheren Abgaben zu beglücken; oder ist das schon wieder aus dem Kopf und abgeheftet?

      Haben Sie eigentlich schon an anderer Stelle die Kommentare zu diesem Thema gelesen; ist ihnen dabei aufgefallen das z.B. jemand geschrieben hat das es (sinngemäß) typisch für die Stadtverwaltung ist, die Termine zeitlich so festzulegen, das der normale Arbeitnehmer, der vor 17:30 vielleicht gar nicht zu Hause wäre an diesen Veranstaltungen gar nicht teilnehmen könnte? Wie der Kommentator seinerzeit bereits festgestellt hat, werden und können dort wohl nur noch Rentner teilnehmen.
      Hat dieser Mann auch ein schlechtes Leben, weil auch er merkte das die Karten längst gelegt sind?
      Oder gehen wir einfach nochmal ganz kurz rüber zum allseits beliebten Altpapier: Auch da war klar, das die Stadtverwaltung die Sammlung mit allen Mitteln durchführen wollte, womit sie sich gegen den Bürger entschieden haben, der das ganze nicht wollte. Sind ihnen die 750.000 € schon mal über den Weg gefahren – ich meine die Seitenlader, die ja das ganze Altpapier sammeln sollten?
      Auch das wurde von Kommentatoren schon im Vorfeld erkannt, was mich zu der Frage bringt, weshalb es immer noch menschen gibt die Kritik anderer als Unzufriedenheit bezeichnen, sich selbst aber nicht ansatzweise wirklich mit diesen Themen befassen und auch mal hinter den Vorhang schauen.

      Es gibt tatsächlich Unterschiede zwischen den Menschen, wobei die einen sich über viele Dinge „informieren“ und es als gegeben hinnehmen und dann die anderen, wie wir sie uns eigentlich im Stadtrat wünschen sollten, weil sie dann vielleicht wirklich den Bürger und seine Interessen vertreten.
      Zu welcher Gruppe möchten Sie gehören?!

    • Barbara Klebinger
      17. Februar 2015 um 20.02

      Sehr geehrte Frau Unger,
      unsere Betrachtungsweisen unterscheiden sich wesentlich :
      Ignorieren von Fraglichkeiten gibt es für mich gar nicht -außer, wenn die Fraglichkeit nur außschließlich mich allein und niemanden sonst betrifft.
      Die Einschätzung, ob ich etwas ändern kann oder nicht, hört bestimmt nicht mit dem Abwägen „meiner Möglichkeiten“, wobei ich selbst diesen sehr relativen Begriff nicht in meinem üblichen Wortschatz bzw. Bewußtsein, habe, auf.
      Ein Ende meiner Aktivitäten kann nur in der Änderung der Fraglichkeit liegen.
      In einer Gemeinschaft leben, bedeutet für mich hinsehen, Fraglichkeiten erkennen, sachkundig eine fragliche Entscheidung „beleuchten“, Ungereimtheiten immer wieder darstellen und in Erinnerung aller zu halten-auch mit Kommentaren,Rechtsmitteln oder Klagen.
      Übrigens kann selbst unsere Stadtverwaltung „mir manchmal etwas recht machen“-ich liebe städtische Geschwindigkeitskontrollen in den 30er-Bereichen, Kontrollen vor Kindergärten zwecks Verhindern von Parkerinnen in zweiter Reihe, die Parkpflege der Gartenämter, die Freundlichkeit der Restmüllabfahrer und wirklich vieles mehr- und ganz besonders liebe ich es, die Lücken in unserem mit Vorschriften „gepflasterten“ Lebensraum zu finden.
      Aus Ihrer Bemerkung „schreckliches Leben“ meine ich,natürlich von meiner Warte aus, einen eher ängstlichen,schnell aufgebenden Menschen zu erkennen-es sei denn, es ginge um ihn persönlich.
      Bei der letzten Wahl gaben nur ca. 34% unserer Mitbürger ihre Wahlstimme ab-für mich ein deutliches Zeichen, daß in unserer Gesellschaft, mindestens in unserer Stadt mehr als etwas nicht stimmt: Aufgabe oder Rückzug aus der Gemeinschaft ?
      Ich persönlich halte diesen Rückzug und dem damit verbundenen „Wegsehen“ für unsere Gesellschaft für gefährlich: diese Vorgänge öffnen Freiräume für Gruppierungen, die unsere Demokratie bestimmt nicht braucht.

      • Sylke Unger
        17. Februar 2015 um 21.30

        Bei allem Verständnis: Jemanden, der zu beinahe jedem Thema eines bestimmten Spektrums seinen Senf dazu gibt, kann ich einfach nicht ernst nehmen – schon gar nicht, wenn es in den Postings negative Kommentare und (mit Verlaub) populistisches Gepöbel hagelt. Nicht zu differenzieren und dauerhaft schwarz-weiß zu malen, das sind Eigenschaften, die zu Pegida und Co. geführt haben und gerade die Anhänger solcher „Bewegungen“ kennzeichnen.

        Wie einfach Sie es sich mit Ihren Statements vom Sofa machen, zeigen auch die Widersprüchlichkeiten in Ihrem obigen Posting. Einerseits schreiben Sie, dass sie „städtische Geschwindigkeitskontrollen in den 30er-Bereichen“ und „Kontrollen vor Kindergärten zwecks Verhindern von Parkerinnen in zweiter Reihe“ lieben. Andererseits freuen Sie sich, „die Lücken in unserem mit Vorschriften “gepflasterten” Lebensraum zu finden“. Ja, was denn nun? Auch Geschwindigkeitskontrollen und Kontrollen vor Kindergärten sind Vorschriften in unserem Lebensraum. Im Übrigen: Sie schreiben von Ihren Aktivitäten. Wo sind die denn? Ich nehme nur Kommentierungen wahr. Wo bringen Sie sich in die Entwicklung der Stadt ein? Wo helfen Sie, das Potenzial, das in ihr steckt, auszuschöpfen? Immer nur Meckern ist das genaue Gegenteil von konstruktiver Mitarbeit. Und Sie meckern durchgängig. Hier, in NWZ-Leserbriefen und früher auch im Internetauftritt der NWZ.

        Sorry, aber so sieht’s aus.

        • Barbara Klebinger
          17. Februar 2015 um 23.47

          Sehr geehrte Frau Unger,
          ein letzter Versuch, Ihre mE nach recht idealistische Meinung z.B. über unsere Stadtverwaltung in einigen Punkten zu objektivieren:
          -trotz Gegenwillen der Bürger, erstem Urteil des Verwaltungsgerichtes, Einrede des Bundes der Steuerzahler und Bearbeitung einer Strafanzeige in Staatsanwaltschaft, betreibt die Stadtverwaltung weiter die Verlustreiche Sammlung von dem Wertgegenstand Altpapier auf Bürgerkosten.
          – trotzdem der Ausgang Brookweg vom Fliegerhorst viel preiswerter gewesen wäre, wurde schon vor der Diskussion mit den Bürgern der Änderungsplan für den wesentlich teureren Ausgang Hugo-Eckener-Str. gestellt. Jetzt haben die Anwohner die erheblichen Wertminderungen ihrer Grundstücke zu tragen-beim Ausgang Brookweg wären keine privaten Wohngrundstücke betroffen gewesen.
          -trotzdem die Cäcilienbrücke unter Denkmalschutz steht, wird hier von der Stadtverwaltung wenig gekämpft, um den in Aussicht stehenden Abbruch zu verhindern.
          Es gibt leider noch zuviele Temen.
          Übrigens bräuchten wir keine Justiz, wenn es keine Lücken in der Gesetzgebung und in den Verwaltungsvorschriften geben würde; und auch nicht die dauernden Nachbesseungen der Gesetzgeber.
          Ein Einbringen meinerseits in die Stadtentwicklung erübrigt sich, die Entscheidungen werden mE nach lange vor Ratsentscheidungen oder „Bürgerbefragung“ getroffen-ohne uns Bürger, jedoch zum Nachteil von vielen Bürgern .
          Da ich im jetztigen Zeitabschnitt zum Einen kein auszuschöpfendes Potenzial sehe, wird auch zum Anderen bestimmt nicht meine Hilfe gebraucht.
          Über meine nach Außen zu sehenden Aktivitäten kann „man“ sich über Google informieren, die übrigen, wie Betreuung, Unterstützung von Mitbürgern mit Immigrationshintergrund, Hilfe für ALG II Empfänger, Unterstützung von (kleinen) sozialen Projekten und Tierschutz-alles im Rahmen meiner Möglichkeiten- finden leise statt und dies gewollt.
          Ich persönlich mag keine Menschen, die gerne im Vordergrund stehen und sich in Beifall sonnen.
          Was Sie „Meckerei“ nennen, ist für mich meine Art der Aufdeckung von Widrigkeiten um damit einen Anstoß zum Überdenken der Hintergründe und Folgen zu geben.
          In Einem geben Sie mir mit Ihren oberflächlichen Beschimpfungen Recht : Fernhalten von oberflächlichen Mitläufern, die dafür auch noch von ihren Mittätern Beifall bekommen.
          Übrigens: auf meinem Sofa „wohnt“ mein Boxer.Bürohund,liebt alle Menschen auch die, die keine Tiere mögen und von der Farbe „Weiß-schecke“, die bis ca. vor 15 Jahren trotz Tierschutzgesetz als „Fehlfarbe“ überwiegend noch nach der Geburt getötet wurden.
          Ich wünsche Ihnen Zufriedenheit mit Ihrer Lebenseinstellung und glaube, daß wir jeder etwas auf unsere Art bewirken-das ist doch schon was.

  5. Sylke Unger
    16. Februar 2015 um 14.30

    Sorry, aber Menschen, die sich zu (so gut wie) jedem Thema äußern, die von „immer“ und „jedes Mal“ schreiben, sind mir grundsätzlich suspekt. Das artet dann schnell in Schwarz-weiß-Malerei aus – aber die Welt ist eben nicht nur schwarz und weiß. Zwischen diesen beiden Polen gibt es jede Menge Grautöne und Schattierungen. Wer diese aber nicht erkennt und nicht würdigt, kommt in der Regel als sehr besserwisserisch rüber und vom möglicherweise vorhandenen „Hintergrundwissen“ ist dann nicht mehr viel erkennbar. Bei Frau Klebinger und bei Ihnen, Herr Reins, ist das leider so. Sie mögen auf einzelnen Feldern durchaus Experte sein, da Sie sich aber fast ausnahmslos zu jedem Thema und in den meisten Fällen auch mit der gleichen Botschaft zu Wort melden (Ihr obiges Posting passt da übrigens exakt ins Bild), geht der Bezug zum Inhalt verloren und es bleibt nicht viel mehr haften als ein aufgestöhntes „Ach, der schon wieder!“.

    • Michael Reins
      16. Februar 2015 um 19.13

      Ist Ihnen schon mal in den Sinn gekommen, das es Menschen gibt, die sich tatsächlich für das interessieren, was rund um sie geschieht?! Ich vermisse leider bei vielen, das sie dieses Interesse nicht haben und alles mit sich machen lassen; da frage ich mich, warum ?!
      Wenn Sie nichts dazu sagen möchte, bitteschön. Dann sollten sie allerdings anderen das Recht einräumen, genau das zu tun zu dürfen.

      • Michael Reins
        16. Februar 2015 um 19.35

        Um es vielleicht noch einfacher auf den Punkt zu bringen:

        Wenn diejenigen, die kritisieren das andere die Zustände kritisieren, selbst etwas beitragen würden was sich als konstruktiv erweist, wären wir einen großen Schritt weiter. Doch leider hält der Großteil den Mund und scheint ganz offensichtlich mit allem einverstanden und zufrieden zu sein.
        Und so muß ich annehmen, das auch Sie mit allem so rundum zufrieden sind – ist das so oder mögen Sie ihre Meinung einfach nicht offen kundtun?

  6. Sylke Unger
    16. Februar 2015 um 19.57

    In der Tat interessiere ich mich sehr für das, was um mich herum geschieht. Es gibt Dinge, die ich gut finde. Und es gibt Dinge, die ich nicht gut finde. Das ist das Leben. Die Dinge, die ich nicht gut finde, versuche ich entweder im Rahmen meiner Möglichkeiten zu ändern. Oder ich ignoriere sie. Aber ich maße mir nicht an, grundsätzlich alles besser zu wissen als andere – nur weil ich Steuerberaterin bin. Das bedeutet nämlich nicht, von allen Themen Ahnung zu haben. Im Übrigen finde ich es einigermaßen erstaunlich, wie Sie sich hier für Frau Klebinger ins Zeug legen – sie selbst aber bislang nicht Stellung zu meinem ersten Posting nimmt. Es würde mich mehr denn je interessieren, wie man es – z.B. aufgezeigt an obigem Beispiel – der Dame überhaupt recht machen kann. Erst wird immer wieder Bürgerbeteiligung eingefordert. Und wenn sie denn kommt, wird sie als Makulatur diffarmiert. Ja was denn nun?

    • Michael Reins
      17. Februar 2015 um 8.41

      Hallo Frau Unger

      Wenn jetzt Frau Klebinger – die ich ganz sicher nicht irgendwie schützen muß – kritisiert, wird das sicher einen Grund haben. ich habe nun mehr als ein Jahr die Kommentare von Frau Klebinger gelesen und dabei festgestellt, das sie bislang jedes mal richtig lag, wenn sie in ihre „Glaskugel“ gesehen hatte. Folglich muß da wohl ein Wissen vorhanden sein,denn alles andere wäre Zufall – was bei so vielen Treffern sicher nicht anzunehmen ist.
      Um einmal auf die von Ihnen angesprochene Bürgerbeteiligung einzugehen, die ja ihrer Meinung als Makulatur bezeichnet wird, sollten Sie auch an anderen Stellen die Kommentare dazu lesen. Dann nämlich würden sie feststellen, das schon andere vor ihr bemerkt haben, das es ganz offensichtlich schon andere gab, die diese Makulatur erkannt haben. Es ist nun mal nicht jeder, der Interesse daran hat, zeitlich in der Lage bei derart wichtigen Dingen dabei zu sein, weil die Zeiten dafür nicht sonderlich „Arbeitnehmerfreundlich“ sind (was im übrigen von einem Kommentator deutlich angesprochen wurde). Dazu sollten sie sich auch den Themen zuwenden, die von den Oldenburgern nicht gewollt sind und trotz konstruktiver Kritik der Oldenburger vom Rat wie auch von der Verwaltung ignoriert werden. Es ist aber nicht akzeptabel, das man es deshalb einfach unter den Tisch fallen lässt, sondern das ist der Punkt weiter auf Fakten hinzuweisen.
      Es reicht also nicht, einen Artikel nur zu lesen, sondern es bedarf auch schon mal einer länger andauernden Recherche – und ich unterstelle mal, das der kleinste Teil das wirklich macht, allerdings doch auch schon mit dem klaren Menschenverstand dem ganzen auf der Spur ist.
      Ich für meinen Teil finde es immer wieder erstaunlich, das einerseits so viele unzufrieden sind aber andererseits nichts sagen – man will ja schließlich nicht unangenehm auffallen und hat dann natürlich auch gerne den Satz auf den Lippen „Ich kann ja doch nichts machen“. Die Wahlbeteiligung der OB- Wahl hat genau das gezeigt. Dann jedoch kommen andere und kritisieren, das jemand mehr schreibt und sich einmischt als der durchschnittliche Bürger. Es ist m.E. erstaunlich, das sehr gerne gesagt wird, das man im Rahmen der eigenen Möglichkeiten etwas unternimmt um etwas zu ändern was man ändern kann, jedoch andererseits nicht zulassen will, das jemand etwas sagt um mehr Informationen zu verbreiten um vielleicht mehr zu ändern, weil andere darauf aufmerksam werden. Warum ist das so; warum gibt es immer wieder Mitmenschen die es offenbar nicht mögen, das ein anderer lauter ist als man selbst?
      Sie haben sich zwar hier zu Frau Klebinger, doch zum Thema selbst nichts geäußert. Ist es ihnen wichtiger gewesen eine Meinung zu einem Kommentator loszuwerden statt sich auf das wesentliche zu konzentrieren?
      Und was ihre Aussage“Ach der schon wieder…“ angeht, ist mir das reichlich egal, ob Sie oder jemand anderer das so sieht. Ich habe die Erfahrung machen können, das mich schon viele Leser meiner Kommentare aus der NWZ angerufen haben und mir Zustimmung kund taten; ja man sagte mir sogar das man sich schon auf den nächsten Kommentar freut. Seltsamerweise ruft auch die NWZ Redaktion an und fragt an, ob man den Kommentar abdrucken dürfe…
      Was denken Sie, machen die das alle, weil ich zu allem nur meinen Senf dazugebe und keine Hintergrundinformationen habe oder vielleicht, weil ich den Nagel auf den Kopf treffe und nur das sage, was andere auch denken und nur nicht aussprechen – darüber sollten sie unbedingt einmal nachdenken. Wenn ich etwas ganz speziell wissen will, rufe ich auch Unternehmen an wie seinerzeit Fa. Heine oder treffe mich mit Kandidaten der OB Wahl. Und was haben Sie konkretes gemacht? Wenn Sie also mit der Aussage kommen, das Kommentatoren stets und ständig schreiben und dabei keine Kenntnis zu Sachverhalten haben, sollte doch ihre erste Frage lauten: Woher weiß dieser Kommentator das. Diese Frage jedoch taucht nicht auf, denn sie gehen davon aus, das man ja das alles gar nicht wissen kann – eine bloße Annahme ist aber auch kein Wissen, sondern eine Annahme.
      Das ich auf ihre Bemerkungen gegenüber Frau Klebinger überhaupt etwas sage, hat den einfachen Grund, das alle Kommentatoren, die mehr als nur Gedanken schreiben, regelmäßig von anderen Kommentatoren in dieser Form angegangenen werden. Und genau diese „Kritiker“ fallen dadurch auf, das sie zu den Themen an sich nichts zu sagen haben, sondern über die meckern, die mehr zu sagen haben. Nicht der Beruf ist entscheidend, ob jemand zu Themen etwas sagen kann, sondern es liegt an den Informationen die derjenige sammelt und an den Kontakten, die jemand zur Informationsbeschaffung nutzen kann um Informationen aus erster Hand zu bekommen?! Zudem lassen sich solche Aussagen nachprüfen, aber das ist mühselig und Zeitaufwendig; da ist das kritisieren natürlich sehr viel einfacher.
      Wenn Sie beim nächsten mal jemanden kritisieren wollen der sich zu Themen äußert, wäre es nicht von Nachteil darüber im Vorfeld Informationen zu sammeln; dann, und nur dann sind sie in der Lage, das geschriebene unter Umständen nachzuvollziehen.

      Ich wünsche ihnen noch einen schönen Tag

  7. Michael Reins
    17. Februar 2015 um 11.09

    Eines habe ich ganz vergessen zu schreiben: Wenn Ihnen etwas in Kommentaren auffällt von dem Sie annehmen, das es so nicht stimmt oder unrichtig ist, nennen sie das Kind einfach beim Namen. Dann muß man sich als Kommentarschreiber nicht mit pauschalisierten“Beschuldigungen“ befassen.
    Das würde das ganze sicher einfacher machen und jemand wie Frau Klebinger würde ihnen sicher die notwendigen Quellen nennen, auf denen das Wissen basiert.
    Diese Chance sollten Sie auch jedem anderen einräumen, um dann, wenn es denn tatsächlich falsch ist, konstruktive Kritik zu üben.
    So, jetzt habe ich wohl alles gesagt, was es zu diesem Thema zu sagen gibt.

    • kuddel
      19. Februar 2015 um 22.56

      Was reden Sie hier, Reins ?? Gerade Sie labern herum, „der Fisch beginnt, am Kopf zu stinken“ und blablabla, ohne auch nach Aufforderung auf nwzonline.de nur den Hauch von Mut zu besitzen zu umreißen, wen Sie denn eines unlauteren Wirkens bezichtigen. Sie sind ein Maulheld, und sonst nichts !

      • W. Bosch
        20. Februar 2016 um 10.59

        Gehören sie auch zu denen, die Kommentatoren lediglich kritisieren; oder sind sie ein Kritiker dieser Aussagen und sie nicht nachvollziehen können?
        Wenn sie sich so weit aus dem Fenster lehnen, tun sie das doch unter ihrem echten Namen – oder fehlt dafür der Mut?

  8. Sylke Unger
    17. Februar 2015 um 18.25

    Oh Gott, ich habe weder Zeit noch Lust, diesen Marathon zu lesen, und bin auch grundsätzlich eine Freundin der Devise „In der Kürze liegt die Würze“. Deshalb gibt’s zu dieser Langstrecke auch keinen Kommentar von mir, auch wenn an vielen Stellen der Widerspruch reizt. Abschließend deshalb nur zwei Kleinigkeiten: Erstens sind mir Menschen, die sich im Besitz der absoluten Wahrheit glauben, jetzt noch suspekter als zuvor. Zweitens frage ich mich, was an den Postings von Frau Klebinger denn bitte „konstruktive Kritik“ sein soll. Zumindest die, die am Beginn dieses Threats stehen, sind einfach nur Gepöbel.

    • Michael Reins
      18. Februar 2015 um 8.41

      Sie haben keine Lust den „Marathon“ zu lesen noch darauf zu antworten, doch stellen Sie fest, das es dort Widersprüche gibt; dazu müßte man es sicherlich lesen…
      Ihre Feststellung, das es widersprüchlich sei, wenn man Mitbestimmung fordere und dann „meckere“, wenn diese Mitbestimmung nun gewährt würde, zeigt nur, das Sie den Zusammenhang zwischen dem Angebot der Mitbestimmung und der tatsächlichen Mitbestimmung gar nicht verstanden haben.
      Wenn Sie schon zu Kommentaren etwas bemerken, weil einige Kommentatoren ihrer Auffassung nach ja doch nur meckern, kann ich ihnen nur empfehlen tatsächlich im Vorfeld a l l e Artikel zu lesen und dabei auch selbst schon mal über den Tellerrand zu schauen.
      Bisher haben Sie nur über Kommentatoren „gemeckert“, die ihrer Meinung nach verkünden, die absolute Wahrheit zu besitzen. Letzteren hat niemand von uns behauptet, sondern sie für sich nehmen es an, ohne sich auch nur die geringste Mühe zu geben, Aussagen zu prüfen. Selbst Inhalte von Sätzen scheinen sie nicht verstehen zu können; siehe „30er-Zone und Gesetzeslücken“. Den Teil zu den Gesetzeslücken haben Sie auf gar keinen Fall verstanden, das ist schon mal sicher. es ist schon ein ziemlicher Unterschied ob man Gesetzeslücken zum eigenen Vorteil finden wollte oder aber diese Lücken zu finden, um andere darauf aufmerksam zu machen, das dort etwas nicht so ganz mit rechten Dingen läuft. Statt also etwas „nur“ zu lesen, sollten sie unbedingt auch den Sinn verstehen. Nehmen sie sich in Zukunft einfach mehr Zeit, wenn sie etwas lesen, bevor sie uns vorwerfen, wir würden nur meckern und dann auch noch „die absolute Wahrheit“ besitzen würden.
      Niemand von uns ist dafür verantwortlich, das sie selbst nichts überprüfen (wie auch unsere Aussagen) was doch einfach prüfbar wäre – aber es ist ja nun mal einfacher andere dafür zu kritisieren, stimmts?!
      Um noch ein letztes Mal auf den Teil der Mitbestimmung durch die Bürger zu kommen: Warum haben sie eigentlich bei anderen Kommentatoren, die eine identische Aussage dazu gemacht haben, nicht selbiges ins Poesiealbum geschrieben? Die haben dann doch auch „gemeckert“…

      Konrad Lorenz soll den Satz gesagt haben: “ Das etwas neu ist und daher gesagt werden sollte, merkt man erst, wenn man auf scharfen Widerstand stößt“.
      Da hat er wohl recht behalten.

    • kuddel
      19. Februar 2015 um 22.52

      … es lohnt sich auch nicht !!