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CDU will jährlichen „TÜV“ für ältere Autos verhindern

via dts Nachrichtenagentur

Die CDU will die von der Europäischen Union geplante jährliche Pflicht zur sogenannten TÜV-Abnahme älterer Autos verhindern.

Wie die „Rheinische Post“ (Freitag) berichtet, heißt es in einem zur Annahme empfohlenen Antrag für den Bundesparteitag der Union am 20. und 21. Februar in Stuttgart, die in Deutschland vorgeschriebenen Prüfungszeiträume dürften nicht „nach unten angepasst“ werden.

Die EU-Kommission plant eine Reform. Demnach sollen alle Autos, die mehr als zehn Jahre alt sind, eine jährliche technische Überprüfung durchlaufen müssen. Der Vorschlag der EU-Kommission werde „zu sehr hohen Mehrkosten für sehr viele deutsche Autofahrer“ führen, heißt es in dem Antrag des Landesverbandes Hamburg. „Ein durchschnittlicher Pkw ist in Deutschland 10,6 Jahre alt. Die Halbierung der Prüfdauer würde mehr als 23 Millionen Pkw in Deutschland betreffen.“ Da einkommensschwache Haushalte überdurchschnittlich häufig auf ältere Pkw angewiesen seien „und sie einen größeren Anteil ihres Einkommens für Mobilität ausgeben müssen, wären diese Haushalte besonders negativ von einer Neuregelung betroffen“.

Bislang sei auch nicht nachgewiesen, dass eine Verkürzung der Prüfintervalle für die Hauptuntersuchung (HU) „zu einer signifikanten Verbesserung der Verkehrssicherheit führt“. Die Hauptuntersuchung inklusive Abgasuntersuchung (AU) ist in Deutschland alle 24 Monate Pflicht, für Neuwagen nach 36 Monaten.

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dts Nachrichtenagentur

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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2 Kommentare

  1. W. Lorenzen-Pranger
    29. Januar 2026 um 10.50 — Antworten

    Angesichts der Vielzahl „einäugiger“ Autos, immerhin ein eindeutiges Zeichen, daß Autofahrer im Falle anfallender kleinerer Wartungen am Gefährt nicht den nächsten Service-Punkt anfahren, kann man ablesen, daß viele Fahrer, meist älterer Modelle, es mit der Wartung nicht so genau nehmen. Die Annahmen der CDU-let sind also für jedermann sichtbar falsch. Klar, wer sich, wichtig, bequem auf der Rückbank chauffieren läßt, der sieht eben nicht so genau hin.
    Ich kann, fast egal zu welchem Thema, Unionler nicht mehr ernst nehmen – sie leben, scheints, allesamt irgendwo in den Wolken oder dem Elfenbeinturm.

  2. Markus
    29. Januar 2026 um 14.17 — Antworten

    Ältere Autos stecken voller Probleme, alles verschleisst. Wenn ein oder mehrere Fehler bei der letzten HU „gerade eben so“ durchgekommen sind darf man sich ausrechnen, was in den zwei Jahren alles passieren kann. Immerhin geht es hier um Menschenleben im und rund um das Auto. Nicht umsonst gilt für Busse, Taxen und Mietwagen ja schon ein Jahr.

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