Oldenburg

Fliegerhorst: Ergebnis der Bürgerbeteiligung

Im Juni trafen sich Bürger, um ihre Ideen zum Oldenburger Fliegerhorst einzubringen. Die Ergebnisse der Workshops können in der Dokumentation nachgelesen werden.

Im Juni trafen sich Bürger, um ihre Ideen einzubringen. Die Ergebnisse der Workshops können in der Dokumentation nachgelesen werden.
Foto: Dr. Michael Mischke (IPG)

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Oldenburg / am / pm – Mehr als 1000 Ideen, weit mehr als 1500 Teilnehmende der Fahrradtouren, ebenso viele Besucher in der Ausstellung, insgesamt 155 Bürger, Schüler sowie Experten an fünf Tagen in der Stadtwerkstatt im ehemaligen Kasino auf dem Fliegerhorst – diese Zahlen verdeutlichen, wie groß das Interesse der Oldenburger an der zukünftigen Entwicklung dieses Stadtteils ist. Das teilt die Stadt Oldenburg heute mit.

„Die gemeinsame Entwicklung des Fliegerhorstes zu einem neuen Stadtteil ist eine große Chance für Oldenburg. Besonders dankbar bin ich für das von den Bürgerinnen und Bürgern gezeigte Interesse und Engagement. Hier wurde bewiesen, wie eine konkrete Einbindung in Planungsprozesse gute Ergebnisse liefern kann. Davon können auch zukünftige Projekte profitieren“, betont Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

In der ersten Ideenphase wurden Vorschläge zur sportlichen, kulturellen und wohnungswirtschaftlichen Nutzung des Areals eingereicht. Die beteiligten Bürger, Schüler sowie die Interessenverbände haben diese Vorschläge in der Stadtwerkstatt im Juni diskutiert und weiterentwickelt. Die Ergebnisse dieser Werkräume umfassen nahezu alle Lebensbereiche: So haben sich die Teilnehmenden mit den Themen Wohnformen und Architektur, Freizeit, Erholung und Natur, Stadtteil-Identität, Verflechtung mit den umgebenden Stadtteilen, sozialer Durchmischung und Gewerbeansiedlungen beschäftigt. So ist man sich beispielsweise einig, dass bestehende Strukturen, die den Charakter des Fliegerhorstes ausmachen, erhalten werden sollen. Es soll gemeinsame Stadtteilzentren und Erholungsmöglichkeiten für alle Altersgruppen und Nationalitäten geben. Wohnviertel, Freizeitzonen und Gewerbe könnten anhand einer Laut-Leise-Achse angesiedelt werden. Die Verkehrsinfrastruktur soll möglichst autoarme oder sogar autofreie Zonen vor allem in Wohngebieten beinhalten und vor allem auch die Bedürfnisse von Radfahrerinnen und Radfahrern und Fußgängern berücksichtigen Schließlich wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger, dass sie auch in Zukunft in die Planungsprozesse eingebunden werden.

Die nun veröffentlichte Gesamtdokumentation vereint die Rahmenbedingungen des Fliegerhorsts, die Vorschläge aus der Ideenphase (Teil A) sowie die Ergebnisse und Abläufe der Stadtwerkstatt (Teil B). Sie kann ab sofort unter www.oldenburg.de/fliegerhorst heruntergeladen werden oder als Druckexemplar per E-Mail an fliegerhorst@stadt-oldenburg.de sowie telefonisch unter 04 41 / 235 44 44 gegen eine Gebühr von 15 Euro angefordert werden. Die Ergebnisse werden als Empfehlungen bei der Erstellung des Zukunftsplans 2030+ (Masterplan) berücksichtigt, sodass daraus Szenarien für die weitere Entwicklung des Stadtteils geformt werden können. Ab 2016 sollen auf dieser Grundlage und unter weiterer Beteiligung der Öffentlichkeit schrittweise Bauleitpläne für das Areal erarbeitet werden.

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1 Kommentar

  1. Karl
    5. August 2015 um 12.34

    Wie würde es wohl heute dort aussehen, hätte eine Fa. mit Namen Flughafen und Ökologie Gesellschaft mbH aus Westerstede ihre Pläne in die Tat umsetzen können? Zur Erinnerung: Die genannte Firma wollte unter Nutzung der vorhandenen Infra- und Suprasruktur das Areal in einen Zivilflughafen für Flugzeuge mit einem Startgewicht bis 20t umwandeln, ohne öffentliche Mittel bei der Finanzierung dabei in Anspruch zu nehmen. Auch war von 1000 direkten und bis zu 2000 weiteren Arbeitsplätzen durch Zulieferfirmen die Rede.
    Wenn ich mich richtig erinnere, ist das Projekt damals u.a. am Ruhebedürfnis der Anrainer gescheitert, obwohl von einem Nachtflugverbot die Rede war. In Ahlhorn hat man das offenbar anders gesehen, aber wahrscheinlich vergleiche ich hier mal wieder Äpfel mit Birnen.