Enerparc: Insolvenzverwalter peilt Teilverkauf bis Dezember an

Foto: via dts Nachrichtenagentur
Der Verkaufsprozess für den insolventen Solarparkentwickler Enerparc ist offiziell gestartet: Ein erster Teilverkauf soll noch in diesem Jahr gelingen. „Von dieser Transaktion wäre dann auch die Belegschaft umfasst. Weitere Park-Portfolios sollen im ersten Quartal 2027 vollzogen werden“, sagte Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus dem „Handelsblatt“.
Insgesamt versuche man, das Unternehmen als Ganzes zu verkaufen. Aber auch andere Optionen seien denkbar. Gespräche mit ersten potenziellen Käufern würden bereits geführt. Die Investmentbank Rothschild & Co wurde mit dem Mandat für die Transaktion beauftragt.
Enerparc hatte Anfang September überraschend Insolvenz angemeldet, mittlerweile haben auch die Schwestergesellschaften pvwerk und Sonnen Tiefbau einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Das operative Geschäft laufe weiter, versicherte Denkhaus. „Es ist uns gelungen, das Geschäft zu stabilisieren.“ Dass weitere der insgesamt 492 mit Enerparc verbundenen Unternehmen in die Insolvenz rutschen, habe bislang zwar vermieden werden können. Aber: „Bei einer solchen Größe der Gruppe lassen sich weitere Insolvenzanträge nie ausschließen“, sagte Denkhaus dem „Handelsblatt“.
Das Hamburger Unternehmen gehört zu den größten Solarparkentwicklern Europas. Nach Angaben des Insolvenzverwalters befinden sich aktuell rund 90 Projekte im Bau, insgesamt umfasst das Portfolio eine installierte Leistung von 3,8 Gigawatt. Ende Juni war eine Finanzierung für mehrere Photovoltaik- und Batteriespeicherprojekte gescheitert. In der Folge rutschte Enerparc in die Zahlungsunfähigkeit.
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