Karin Vulans ist „Unsere Oldenburgerin des Monats“

Karin Vulans ist eines der ersten helfenden Hände im Klinikum Oldenburg.
Foto: Finn Gohra
Vulans gehört zu den ersten Mitgliedern des Lotsendienstes am Klinikum Oldenburg. Seit 26 Jahren hilft sie hier ehrenamtlich aus. Sie gibt Orientierung, vermittelt bei Sprachbarrieren und ist oft die erste Ansprechpartnerin für neue Patient/innen.
Der Eingangsbereich des Klinikums Oldenburg: Karin Vulans steht neben einem weißen Automaten, begrüßt die Ankommenden, schaut über den Flur. Menschen, die Orientierungshilfe brauchen, erkennt sie meist schon, wenn sie den Eingang betreten. „Kann ich Ihnen helfen?“, fragt sie dann. Ist das der Fall und die Person soll stationär aufgenommen werden, unterstützt sie, über das Touchpad des Automaten eine Wartenummer zu ziehen. Wer den Weg zur Station nicht kennt, wird von ihr begleitet. „Hier wird einfach jeder angesprochen, der Hilfe brauchen könnte“, sagt ihr Kollege über den Dienst.
Typische Probleme
Manchmal bedeutet das auch, Sprachbarrieren zu überwinden oder sich um einen Dolmetscher zu kümmern. Zusätzlich kommt es auch vor, dass sich manche Personen im Gebäude verlaufen. Und: Ohne Lotsendienst könnten manche Personen mit körperlichen Beschwerden womöglich unnötig lange Strecken zurücklegen.
Gespräche gegen die Angst
Bei der persönlichen Begleitung bleibt Zeit zum Reden. Manchmal muss Vulans versuchen, Patient/innen zu beruhigen. Sie merkt, dass sich die Menschen über den Empfang und ihre Hilfe freuen.
Zum Lotsendienst fand sie im September 2000 über eine Zeitungsanzeige. Das Klinikum suchte Ehrenamtliche. Inzwischen hat Vulans viele andere Lots/innen eingearbeitet. Ihr Kollege erzählt, dass sie ihm auch die Scheu genommen habe, auf fremde Menschen zuzugehen. Die Miteinander ist Vulans wichtig. „Eine kleine Familie“, nennt sie die Gruppe aus Ehrenamtler/innen im Eingangsbereich.
Drei Stunden im Einsatz
Eine Schicht geht von 8.30 bis 11.30 Uhr. Besonders montags ist im Eingangsbereich viel los: Bis zu 100 Aufnahmen stünden laut Vulans manchmal an. Dann spulen sie und ihr Team schon mal mehrere Kilometer pro Schicht ab. Ihr Sohn fragt manchmal, wie lange sie noch weitermachen möchte. Ihre Antwort: „Bis du mich mit dem Rollstuhl dahinbringen musst.“
Das Klinikum ist auf der Suche nach Ehrenamtlichen Helfer/innen, auch im Lotsendienst. Mehr Informationen gibt es dazu unter www.klinikum-oldenburg.de/ehrenamt
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