Oldenburg

Oldenburg empfängt Stab der 1. Panzerdivision

Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann begrüßte beim Empfang des Stabes der 1. Panzerdivision der Bundeswehr Generalleutnant Carsten Jacobsen und Generalmajor Johann Langenegger.

Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (Mitte) begrüßte Generalleutnant Carsten Jacobsen (links) und Generalmajor Johann Langenegger.
Foto: Anja Michaeli

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Oldenburg (zb) – Als Teil der Stadtgesellschaft begrüßte Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann im Kulturzentrum PFL einen Teil der rund 550 Soldatinnen und Soldaten des Stabes der 1. Panzerdivision der Bundeswehr, die im Dezember von Hannover nach Oldenburg umgezogen sind. Sie lenken von der Henning-von-Tresckow-Kaserne im Stadtteil Bümmerstede aus die Einsätze der unterstellten Einheiten. Dabei handelt es sich um über 18.000 Soldatinnen und Soldaten an 18 Standorten bundesweit in acht Bundesländern.

„Mit dem Empfang möchte die Stadt ihre enge Verbundenheit zur Bundeswehr ausdrücken, die sich nicht nur in der seit über 30 Jahren gepflegten Patenschaft zu den Einheiten am Standort, sondern insbesondere im alltäglichen Miteinander zwischen Bevölkerung und Stadtverwaltung einerseits und Soldatinnen und Soldaten sowie den verschiedenen Dienststellen der Bundeswehr andererseits widerspiegelt“, erklärte er.

Krogmann begrüßte es, dass Oldenburg auch weiterhin ein wichtiger Bundeswehr-Standort bleibt. Die Stationierung des Stabes der 1. Panzerdivision in Oldenburg sei eine klare Aufwertung des Standortes, da von nun an die größte Division der deutschen Bundeswehr von Oldenburg aus geführt werde. Die seit Langem bestehende Patenschaft Oldenburgs zu den Einheiten hier am Standort werde damit erfolgreich weitergeführt und sicherlich auch mit dem Stab der 1. Panzerdivision eine Bereicherung für die Stadt darstellen.

Krogmann sagte dem Kommandeur der 1. Panzerdivision, Generalmajor Johann Langenegger, die volle Unterstützung der Stadt zu und versprach, alles für eine schnelle Integration der Soldatinnen und Soldaten in die Stadtgesellschaft zu tun. Der bedankte sich für die freundliche Aufnahme und die Aufgeschlossenheit der Stadt gegenüber der Bundeswehr. 160 Mietverträge seien bereits geschlossen worden, weitere würden folgen.

Er sprach von einer exzellenten Nachwuchslage und einer starken Division, deren Markenzeichen die Multinationalität sei. Die vielen internationalen Einsätze würden zeigen, dass die Bundeswehr kein Selbstzweck sei. Sie bewahre vielmehr den Frieden, so der Kommandeur, der sich eine rasche Integration seiner Soldatinnen und Soldaten wünscht. Generalleutnant Carsten Jacobsen, Stellvertretender Inspekteur des Heeres, machte in seiner kurzen Ansprache deutlich, dass wir in einer zunehmend gefährlichen Welt leben. Angesichts der vielen Auslandseinsätze sei es für die Truppe wichtig, ein schönes Zuhause zu haben. Der Empfang in Oldenburg sei vielversprechend.

Oldenburg blickt in diesem Jahr auf eine 60-jährige Bundeswehr-Geschichte zurück. Noch Anfang der 1980er Jahre war sie mit mehr als 10.000 Bundeswehrangehörigen die zweitgrößte Garnisonsstadt Deutschlands nach Koblenz. Die 1. Panzerdivision bildet den mit Abstand größten Verband des deutschen Heeres. Der Umzug war Teil der 2011 beschlossenen Bundeswehrreform und ging mit umfangreichen Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen in der Henning-von-Tresckow-Kaserne einher.

Die 1. Panzerdivision war und ist nahezu im Zwei-Jahreszyklus als Leitdivision des Heeres für die Gestellung der Einsatzkontingente auf mittlerweile drei Kontinenten in Afrika, Asien und Europa sowie immer wieder für die einsatzgleichen Verpflichtungen wie EU Battle Group, NATO Response Force oder Operational Reserve Forces Bataillon Kosovo Force verantwortlich. Diese Funktion als Leitdivision des Heeres wird sie ab 2016 erneut ausüben.

Die Soldatinnen und Soldaten der 1. Panzerdivision haben sich zudem bei der Bekämpfung von Waldbränden, Hochwasser-, Schneekatastrophen und Sturmfluten oft bewährt. So halfen sie bei zahlreichen Katastropheneinsätzen in Norddeutschland, zuletzt beim Elbehochwasser im Jahr 2013 und bei der Unwetterkatastrophe in Düsseldorf im Mai 2014.

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