Oldenburg

Demonstration: „Rettet die Reisebüros – rettet die Touristik!

In der vergangenen Woche wurde bereits in Bremen vor dem Rathaus demonstriert – mit Abstand.

In der vergangenen Woche wurde bereits in Bremen vor dem Rathaus demonstriert – mit Abstand.
Foto: Thomas Lüßling

Oldenburg / Bremen (am/pm) In der vergangenen Woche haben Mitarbeiter der Touristikbranche bundesweit wegen der Auswirkungen der Corona-Krise auf ihren Berufsstand demonstriert. Am Mittwoch, 6. Mai, werden sie wieder Gesicht zeigen und auf die Straße gehen, um für staatliche Rettungsmaßnahmen ihrer Arbeitsplätze und Existenzen zu kämpfen. Auch in Bremen und Oldenburg (11.55 Uhr, Schlossplatz) ist eine Kundgebung geplant.

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„Wir zeigen Gesicht, da die Touristik nicht nur aus den großen Konzernen, wie zum Beispiel TUI und Lufthansa, besteht“, betont Andreas Jänisch als Sprecher für das Aktionsbündnis Wir zeigen Gesicht. Und weiter: „Fast völlig unbeachtet von Politik und Medien bleiben die zehntausenden klein- und mittelständischen Unternehmen, insbesondere auch wir – die Reisebüros – mit rund 11.000 Betrieben, die 80.000 bis 100.000 Arbeitsplätze sichern. Viele von uns stehen vor dem Aus!“

Gefordert wird eine finanzielle Soforthilfe, die zeitnah ausgezahlt wird und nicht zurückgezahlt werden muss. Die Finanzhilfe könnte beispielsweise in Form eines Notfallfonds bereitgestellt werden, der speziell für die Tourismuswirtschaft einschließlich der Reisebüros eingerichtet wird.

„Die Corona-Pandemie hat die Touristik in Deutschland und weltweit in einem Ausmaß getroffen, wie das bei keiner anderen Branche der Fall ist. Wir waren die erste Branche, die von der Krise betroffen war und wir werden die Letzen sein, die dort wieder herauskommen. Die Bundesregierung hat eine weltweite Reisewarnung ausgesprochen, viele Länder haben ein Einreiseverbot verhängt. Die Reisebranche steht still. Tausende Unternehmen verzeichnen keinerlei Einkünfte. Dabei hängen allein in Deutschland nach Angaben des Deutschen Reiseverbands (DRV) rund 2,9 Millionen Arbeitsplätze an der Touristik“, so Jänisch.

Da auch bei Demonstrationen aktuell die Abstandsregeln eingehalten werden müssen, können für die Oldenburger Reiseunternehmen nur maximal 80 Personen protestieren, zurzeit sind 51 Teilnehmer angemeldet.

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