110 Stimmen leuchten am Alten Landtag

110 Antworten zur Bedeutung der Demokratie leuchten jetzt auf den Säulen des Alten Landtags in Oldenburg.

Was bedeutet Demokratie für junge Menschen? 110 Antworten leuchten jetzt auf den Säulen des Alten Landtags in Oldenburg.
Foto: Polizeidirektion Oldenburg

Der Alte Oldenburger Landtag im Dobbenviertel wird seit heute Abend mit Aussagen von Jugendlichen zum Thema Demokratie beleuchtet. Unter der Überschrift „Demokratie bedeutet für mich …“ werden 110 persönliche Gedanken auf die Säulen des Gebäudes projiziert. Die Lichtinstallation ist bis einschließlich Samstag, 14. November, täglich von 16 bis 20 Uhr zu sehen. Mit ihr endet das Projekt „110 Stimmen für unsere Zukunft“ der Polizeidirektion Oldenburg.

Rund 600 Schülerinnen und Schüler hatten sich im Juni bei einer zweiwöchigen Veranstaltungsreihe mit der Frage „Was bedeutet Demokratie für mich?“ beschäftigt. In Workshops diskutierten sie über demokratische Werte und gesellschaftliches Zusammenleben und entwickelten eigene Perspektiven. Ihre Aussagen bilden nun den Mittelpunkt der Illumination am Alten Landtag, der in diesen Tagen 110 Jahre alt geworden ist.

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Jugendliche geben der Demokratie eine Stimme

Zur Abschlussveranstaltung begrüßte Polizeipräsident Andreas Sagehorn rund 80 geladene Gäste. Er betonte die Bedeutung der Beteiligung junger Menschen an demokratischen Prozessen. „Gerade in Zeiten, in denen unsere Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt keine Selbstverständlichkeit sind, ist es wichtig, jungen Menschen zuzuhören und sie ernst zu nehmen.“ Eine starke Demokratie lebe vom Mitmachen, Diskutieren und gemeinsamen Gestalten.

Nach einem filmischen Rückblick auf die Workshops trat die Oldenburger Autorin und Poetry-Slammerin Annika Blanke auf. Sie hatte die Gedanken der Jugendlichen aufgegriffen und daraus einen eigenen Bühnentext entwickelt. Anschließend versammelten sich die Gäste vor dem Haupteingang des Alten Landtags, wo die 110 Aussagen bei Dunkelheit nacheinander auf den Säulen erschienen.

Zu der Veranstaltung waren neben Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Workshops auch Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte eingeladen, deren Schulen im Juni nicht dabei sein konnten. Mit der öffentlichen Illumination sollen die Gedanken der Jugendlichen nun auch Menschen erreichen, die nicht an dem Projekt beteiligt waren.

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