Oldenburg

„Alter Stadthafen“ entwickelt sich

In Oldenburg entsteht zurzeit der Alte Stadthafen.

In Oldenburg entsteht zurzeit der „Alte Stadthafen“.
Foto: Anja Michaeli

Oldenburg (am) Zwischen dem Oldenburger CinemaxX und dem Wasserturm entsteht zurzeit der „Alte Stadthafen“. 2013 wurde die Hafenpromenade ausgebaut, in den kommenden Wochen sollen Grünflächen entstehen. Außer dem Bau der „Fleethöfe“ sind noch keine neuen Häuser in Sicht. Den Stand der Dinge hat die OOZ-Redaktion mit der Kamera festgehalten.

Anzeige

LzO Vorsorge

Im Oktober 2012 hat die Stadt Oldenburg mit den Bauarbeiten zum „Alten Stadthafen“ begonnen. Fast abgeschlossen ist der Ausbau der Promenade direkt am Wasser. Entlang des Hafens ist ein erhöhter Fußgängerweg (Klinker) mit Sitzmöglichkeiten entstanden, daneben die verkehrsberuhigte Spielstraße. Mit großen Betonelementen (teilweise mit Bankmodulen), Pflanzbeeten und Leuchtstelen ist die Trennung der Bereiche deutlich zu erkennen. Die Promenade und der Hafenpark sollen in der zweite Hälfte 2014 fertiggestellt sein. Für die Neugestaltung der Promenade werden umfangreiche EFRE-Fördermittel eingesetzt.

Fortschritt

In einem ersten Gebiet, angrenzend an das CinemaxX am Stau, wurden die „Fleethöfe“ mit 84 Appartements zwischen 29 und 93 Quadratmetern gebaut. Sie stehen kurz vor der Fertigstellung. Kürzlich wurden die Grünflächen vor den Bestandsgebäuden des ehemaligen Schlachthofes für ihre Bepflanzung vorbereitet. Einige Bäume warten gerade darauf, eingepflanzt zu werden. In den nächsten Wochen werden Parkwege und ein großer Spielplatz am Beginn der Promenade in Richtung Innenstadt gebaut. Der Bebauungsplanteil der „Bahnseite“ befindet sich zurzeit im Verfahren. „Abgesehen vom Bau der Fleethöfe lässt sich derzeit nicht exakt vorhersagen, wann mit dem Bau der ersten Häuser gestartet werden kann. Voraussichtlich wird zunächst im Jahr 2014 mit der Sanierung der Bestandsgebäude des alten Schlachthofes begonnen werden“, ist unter oldenburg.de zu lesen. Parallel mit dem Bau der Häuser und Wohnungen durch die privaten Investoren soll mit dem Bau der Infrastruktur- und Erschließungsmaßnahmen begonnen werden.

Vandalismusschäden

Die Betonteile der neuen Promenade wurden von Unbekannten im Dezember beschädigt und beschmiert. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, sind die Schäden so schwer, dass eine Reparatur nicht mehr möglich sein wird. Zudem wurde das neue Böschungspflaster teilweise herausgerissen. Der Schaden liegt nach ersten Schätzungen im mittleren fünfstelligen Bereich. Diese Vandalismus-Attacke stellt einen Höhepunkt einer bisher schon bekannten Folge von Sachbeschädigungen während der Bauarbeiten für die Promenade dar, so die Stadtverwaltung.

Zerstörte Bauschilder, angebohrte Versorgungsleitungen, zerschlagene Gläser der neuen Straßenlampen und nicht zuletzt Sabotage an den Baugeräten mussten verzeichnet werden. Die Täter konnten nicht ermittelt werden. Sachbeschädigungen in dieser Anzahl und Schwere hat es laut Stadtverwaltung auf städtischen Baustellen bisher noch nicht gegeben.

Info-Punkt

Ergänzend zu anderen Bürgerinformationsmaßnahmen ist es beabsichtigt, im Planungsgebiet einen Info-Punkt zu errichten, der über den Baufortschritt informiert und einen Überblick über das Gebiet liefert.

Bebauung

Schlussendlich soll der „Alte Stadthafen“ einen hochwertigen Charakter erhalten. Hier entstehen Bürogebäude und Wohnhäuser in einem hochpreisigen Standard. Einige alte Gebäude entlang der Promenade bleiben erhalten, die Wagenburg muss das Gelände verlassen (die OOZ berichtete). Angrenzend an den Hafenpark in Richtung Innenstadt sollen Einzelgebäude entstehen. In den Bereichen nördlich davon ist geplant, eine geschlossenere Bauweise als im Ursprungskonzept zu bauen. Die sogenannten „Townhouses“ sollen durch Anpassung der Größen, flexibel an die unterschiedlichen Bedürfnisse der zukünftigen Bewohner angepasst werden können.

Weitere Informationen gibt es unter www.oldenburg.de.

Vorheriger Artikel

Schwerer Verkehrsunfall auf der A29

Nächster Artikel

Vom Seeräubernest zum Stadthafen

1 Kommentar

  1. Markus
    25. März 2014 um 23.04

    Die Ecke war jahrzehntelang ein übles Dreckloch, in dem sich mehr als zweifelhafte Gestalten herumtrieben. Die offene Strassenprostitution wurde schon relativ erfolgreich hinter die Bahnschienen verbannt, jetzt entsteht hier eine neue, saubere und familienfreundliche Siedlung. Mehr davon!