Entscheidung über B74-Ortsumfahrung Ritterhude verzögert sich
Die Entscheidung über die Vorzugsvariante für die geplante B74-Ortsumfahrung Ritterhude verschiebt sich bis ins Frühjahr 2026. Grund sind zusätzliche naturschutzrechtliche Prüfungen, die für eine fundierte und rechtssichere Entscheidungsgrundlage notwendig sind, wie die niedersächsische Verkehrsbehörde am Freitag mitteilte.
Der fachliche Vergleich der Ost- und Westvariante steht kurz vor dem Abschluss. Beide Trassen würden den Ortskern von Ritterhude spürbar vom Verkehr entlasten, sind jedoch mit Eingriffen in Siedlungs- und Naturschutzgebiete verbunden.
Die aktuellen Gutachten zeigen, dass die Ostvariante stärker in europäisch geschützte Vogelschutzgebiete ‚Hammeniederung‘ und ‚Blockland‘ eingreifen würde als bisher angenommen.
Die öffentliche Vorstellung der Vorzugsvariante ist für das Frühjahr 2026 geplant. Das Projekt zur Entlastung der B74 zwischen Osterholz-Scharmbeck und Bremen besteht bereits seit 1992 und ist im Bundesverkehrswegeplan 2030 als ‚vordringlicher Bedarf‘ eingestuft.
dts Nachrichtenagentur
Foto: via dts Nachrichtenagentur
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