SPD fordert europäische Antwort auf Drohnenangriff

Foto: via dts Nachrichtenagentur
Die SPD fordert eine entschiedene Antwort der EU auf den versuchten Drohnenanschlag auf den Flughafen Halle/Leipzig, hinter dem Ermittler Russland vermuten.
SPD fordert geeinte europäische Antwort auf Drohnenangriff
„Wenn sich bestätigen sollte, dass Russland hinter dem hybriden Drohnenangriff auf Leipzig stecken sollte, ist eine geeinte europäische Antwort notwendig“, sagte der außenpolitische Sprecher der SPD, Adis Ahmetovic, dem „Spiegel“. „Maßnahmen wie die Schließung des Russischen Hauses in Berlin bis zu Sanktionen gegen die Schattenflotte liegen auf dem Tisch“, so der SPD-Abgeordnete. Klar müsse sein, dass hybride Angriffe auf das Staatsgebiet entschieden beantwortet würden.
Gleichzeitig müsse die Bundesregierung besonnen reagieren, die „Eskalationsspirale“ dürfe sich nicht weiter zuspitzen. „Es benötigt neben all der Entschlossenheit und Härte auch diplomatische Bemühungen um weitere zunehmende Eskalationen zu verhindern“, sagte Ahmetovic.
Bundesregierung will Zuordnung des Anschlags zeitnah bekanntgeben
Die Bundesregierung hat nach dem versuchten Anschlag am 4. August bislang keine offizielle Zuordnung des versuchten Sprengstoffanschlags vorgenommen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte zuletzt jedoch angekündigt, dass dies zeitnah geschehen solle. Sollte Deutschland Russland für den Vorfall verantwortlich machen, dürfte dies mit neuen Sanktionen gegenüber Moskau einhergehen.
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