Scholz verteidigt Inzidenz-Schwelle
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hat die Kritik am Inzidenzwert von 100 als Auslöser der Bundesnotbremse zurückgewiesen. „Unverantwortlich wäre es jetzt, eine ganz lange wissenschaftliche Debatte darüber zu führen, was man alles auch anders machen könnte, ohne zu handeln“, sagte er der „Saarbrücker Zeitung“.
Im Infektionsschutzgesetz müsse geregelt werden, dass dann, wenn die Infektionszahlen zu stark steigen, etwas geschehe. „Und zwar so, dass alle wissen: Das zeigt Wirkung“, sagte der Bundesfinanzminister. Das sei ein „wirklicher Vorzug der Sieben-Tage-Inzidenz“. Scholz: „Wir können jetzt nicht Doktorarbeiten und Habilitationen schreiben.“
Man müsse die Gesundheit der Bürger schützen. Am Inzidenzwert 100 als Auslöser für verbindliche Maßnahmen gibt es unter anderem deswegen Kritik, weil er durch Meldeverzug und Testhäufigkeit beeinflusst werden kann. Zu Zweifel am Sinn von Ausgangsbeschränkungen sagte der SPD-Kanzlerkandidat der Zeitung: „Ausgangsbeschränkungen wirken. Wir haben in vielen Ländern gesehen, dass sie zu einer Senkung der Infektionen beitragen. Es geht darum, Kontakte zu beschränken und das ist ein Weg, das zu erreichen – neben vielen anderen, die ebenfalls in dem Gesetz vorgesehen sind.“
Foto: Warteschlange für Corona-Test, über dts Nachrichtenagentur
NachrichtenBericht: Ukraine fehlen 2027 bis zu 70 Milliarden Euro
NachrichtenPolizeibilanz: Mehr Einsätze und Straftaten beim Oktoberfest
NachrichtenGrüne pochen auf Vorgehen gegen russische Schattenflotte
NachrichtenOktoberfest endet mit neuem Besucherrekord
BlaulichtZwei Leichtverletzte nach Verkehrsunfall in Nordenham
NiedersachsenMotorradfahrer aus Bremerhaven bei Unfall in Elmlohe schwer verletzt
