Panzerbauer KNDS: „Ganz Deutschland wird ausgespäht“

Foto: via dts Nachrichtenagentur
Der Deutschlandchef des Panzerbauers KNDS, Florian Hohenwarter, warnt vor hybriden Bedrohungen für die deutsche Wirtschaft. „Ganz Deutschland wird ausgespäht“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“. Deutschland müsse sich stärker auf solche Gefahren einstellen. „Uns als Gesellschaft muss endlich bewusst werden, dass wir uns in einer kritischen Situation befinden.“
Hohenwarter äußerte sich auch zum möglichen Börsengang des Rüstungskonzerns und zum geplanten Staatseinstieg. Im Juli war der Börsengang abgesagt worden, weil die Eigentümerfamilien Bode und Braunbehrens unter den derzeitigen Marktbedingungen ihre Anteile nicht verkaufen wollten. „Ich bin weiter überzeugt, dass wir an die Börse gehen werden, mit Deutschland als Ankeraktionär neben Frankreich“, sagte Hohenwarter der Zeitung.
Der deutsche Staatseinstieg bringe Vorteile mit sich. „Manche strategischen Diskussionen muss ich anders führen, wenn ich rein privatwirtschaftlich organisiert bin“, so Hohenwarter. Nach dem geplatzten Börsengang war in Berliner Kreisen auch diskutiert worden, ob sich der deutsche Staat wie Frankreich mit 50 Prozent an KNDS beteiligen könnte. Diese Möglichkeit hält Hohenwarter für unwahrscheinlich.
NachrichtenHeeresinspekteur fordert schnelleren Ausbau der Rüstungsindustrie
NachrichtenKiesewetter hält Maßnahmen der Bundesregierung für unzureichend
NachrichtenGrote: Russland wird hybride Angriffe intensivieren
NachrichtenVerdi registriert Dutzende Angriffe auf Journalisten im AfD-Wahlkampf
NachrichtenUnionspolitiker fordern über 15 Milliarden Euro Steuerentlastung
NachrichtenEnergieverband fordert Backup-System für Stromnetz

