Lauterbach verteidigt Vorgehen von Merz bei Steinmeier-Nachfolge

Lauterbach verteidigt Vorgehen von Merz bei Steinmeier-Nachfolge

Foto: via dts Nachrichtenagentur

Der SPD-Politiker Karl Lauterbach hat sich gegen Kritik am Verhalten von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bei der Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gewandt.

Ob der Kanzler bei der Auswahl eine unglückliche Rolle gespielt habe oder nicht, sei „nicht relevant“, sagte der frühere Bundesgesundheitsminister dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Das Ergebnis zählt und wir haben als Koalition eine sehr gute Kandidatin zur Verfügung.“

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Die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) schätze er sehr, sagte Lauterbach. Er halte Aigner für eine „ideale Besetzung für das Amt“.

Die Bundesversammlung soll am 30. Januar über die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier entscheiden. Das Gremium besteht aus allen Bundestagsabgeordneten und der gleichen Anzahl von Mitgliedern, die von den Volksvertretungen der Länder gewählt werden. Wahlvorschläge kann jedes Mitglied der Bundesversammlung bei der Präsidentin des Bundestages, Julia Klöckner (CDU), schriftlich einreichen. Die Union wird bei der Bundesversammlung die meisten Mitglieder stellen und könnte beispielsweise zusammen mit der SPD eine Mehrheit bilden.

Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder hatte bereits im April Aigner ins Spiel gebracht, die zuvor als mögliche innerparteiliche Konkurrentin für Söder im Vorfeld der Landtagswahl 2028 galt. Aigner hatte von Oktober 2008 bis September 2013 das Amt der Bundeslandwirtschaftsministerin inne. Von 2013 bis 2018 war Aigner in Bayern Landeswirtschaftsministerin sowie stellvertretende Bayerische Ministerpräsidentin. Anschließend fungierte sich als Landesverkehrsministerin, bevor sie am 5. November 2018 zur Landtagspräsidentin gewählt wurde.

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