Jordan verliert dritten Wahlgang für Chefposten im Repräsentantenhaus

US-Flagge (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Washington DC (dts Nachrichtenagentur) – Auch im dritten Wahlgang für das Amt des Sprecher des US-Repräsentantenhauses ist der Republikaner Jim Jordan gescheitert. Mit 194 Stimmen hat Jordan das nötige Quroum verpasst, obwohl seine Partei die dafür nötige Anzahl an Abgeordneten hätte.

Die anwesenden 210 Abgeordneten der Demokraten stimmten für Hakeem Jeffries. Insgesamt 25 Republikaner – und damit mehr als noch beim zweiten Wahlgang – stimmten nicht für Jordan und entschieden sich stattdessen beispielsweise für Steve Scalise (8), der ursprünglich von der Mehrheit der republikanischen Abgeordneten favorisiert worden war, oder den kommissarische Sprecher (pro tempore) Patrick McHenry (6). Jordan ist Anhänger des „Freedom Caucus“, dem rechtesten Flügel der Republikaner im Repräsentantenhaus. Am 3. Oktober veranlasste die Gruppierung die Abwahl des bisherigen Sprechers Kevin McCarthy. Die Parlamentskammer ist seitdem ohne einen regulären Sprecher weitgehend handlungsunfähig. Am Donnerstag hatten Abgeordnete der Republikaner angesichts der drohenden Zahlungsungfähigkeit der USA und der ausbleibenden Einigung über eine Übergangslösung beraten. Demnach würde der kommissarische Sprecher (pro tempore) Patrick McHenry vorübergehend mehr Macht erhalten, bis eine dauerhafte Lösung gefunden ist. Bislang sind seine Möglichkeiten äußerst beschränkt. Nachdem sich für den Vorschlag intern allerdings keine Mehrheit abzeichnete, führt Jordan seine Kandidatur fort. Jordan gilt als enger Verbündeter des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Er unterstützte Versuche, die Präsidentschaftswahl 2020 anzufechten und stimmte gegen die Anerkennung der Wahlergebnisse. Bei der Aufarbeitung des Angriffs auf das Kapitol am 6. Januar 2021 verweigerte er trotz einer Vorladung die Zusammenarbeit.

Anzeige

Jordan gilt als Abtreibungsgegner, will die Ehe für homosexuelle Paare sowie Obamacare abschaffen und spricht sich gegen Klimaschutzmaßnahmen aus.

Foto: US-Flagge (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Mehr aus diesem Ressort
NachrichtenHalbvolle Gasspeicher: Linke will 150 Euro EnergiekrisengeldNachrichtenSchneider ruft Länder zu Investitionen in Wasserinfrastruktur aufNachrichtenWolf warnt BSW vor Unterstützung der AfD in Sachsen-Anhalt
StartseiteKommentieren
Weitere Artikel
BremenFeuer in Bremer Entsorgungsbetrieb beschäftigt Feuerwehr stundenlangNachrichtenRhein will Ausschussposten im Bundestag für AfDNachrichtenHessens Ministerpräsident fordert Tankrabatt bis 2027NachrichtenRhein will stärkere konservative Ausrichtung der CDUNachrichtenKinderrechtsorganisationen warnen vor KI-Risiken für KinderNachrichtenBahn bietet Familienticket dauerhaft an

Anzeige

StellenmarktJobs in OldenburgAktuelle Stellenangebote aus Oldenburg und der Region.LokalesNachrichten aus OldenburgAlle Meldungen aus der Stadt auf einen Blick.Immer informiertWhatsApp-KanalDie wichtigsten Nachrichten direkt aufs Handy.MenschenOldenburger/in des MonatsJeden Monat ein besonderes Gesicht der Stadt.
Im FokusTopthemenKommunalwahl 2026UOdMVerkehrFilmfest
Social MediaFolge unsFacebookInstagramYouTubeTikTok